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Bad Neustadt a.d. Saale (ots) - Hohe Blutfette erhöhen das Risiko für
Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Gefäße
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in
Deutschland. Anlässlich des bundesweiten Tags des Cholesterins der Deutschen
Gesellschaft für Lipidologie (DGFL) - Lipid-Liga am 12. Juni, rufen die Experten
am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt dazu auf, Cholesterinwerte regelmäßig
kontrollieren zu lassen. Denn mehr als 80 Prozent der kardiovaskulären
Risikopatienten in Deutschland sind therapeutisch nicht optimal eingestellt.
Ein dauerhaft erhöhter LDL-Cholesterinwert führt zu Ablagerungen in den
Blutgefäßen und begünstigt die Entstehung von Atherosklerose - der Hauptursache
für Herzinfarkte und Schlaganfälle. "Viele Menschen kennen ihre Blutfettwerte
gar nicht oder unterschätzen die Bedeutung erhöhter Cholesterinwerte für ihr
persönliches kardiovaskuläres Risiko", erläutert Prof. Dr. med. Sebastian
Kerber, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Kardiologie I am
RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt. Die aktuellen europäischen Leitlinien aus dem
Jahr 2025 betonen die Bedeutung einer frühzeitigen und konsequenten
risikoadaptierten Senkung des LDL-Cholesterins. Dabei gelten je nach
individuellem Risiko unterschiedliche LDL-Zielwerte: Bei sehr hohem Risiko und
bei bereits vorliegender Atherosklerose sollte der LDL-Wert unter 55 mg/dl
liegen, bei hohem Risiko unter 70 mg/dl. "Das Prinzip lautet: Je niedriger das
LDL-Cholesterin, desto besser der Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen",
betont Prof. Kerber und empfiehlt die Blutfettwerte im Rahmen von
Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig überprüfen zu lassen.
Neben dem hohen LDL-Cholesterin erhöhen insbesondere auch Rauchen,
Bluthochdruck, Diabetes mellitus, familiäre Häufungen und ein ungesunder
Lebensstil das Risiko für eine Atherosklerose und den Folgekrankheiten
Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Gefäße. Besonders
ungünstig ist es, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen und eine Neigung zu
solchen Krankheiten in der Familie schon bekannt ist.
"Ein erhöhter LDL-Cholesterinwert ist ein stiller Risikofaktor - die meisten
Betroffenen spüren jahrelang nichts, während sich die Gefäße schleichend
verengen. Deshalb ist es so wichtig, die eigenen Werte zu kennen und bei Bedarf
konsequent zu behandeln. Lassen Sie Ihre Werte checken!", sagt Priv.-Doz. Dr.
med. Sebastian Barth, Leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie I am
RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt.
Sind die Werte bereits erhöht, kann eine medikamentöse Behandlung eingeleitet
werden. "Ein erhöhter LDL-Cholesterinwert hinterlässt häufig bereits Spuren an
den Gefäßen, lange bevor Beschwerden auftreten. Moderne bildgebende Verfahren
ermöglichen es uns, Gefäßveränderungen und atherosklerotische Ablagerungen
frühzeitig sichtbar zu machen und das individuelle Risiko besser einzuschätzen",
sagt Priv.-Doz. Dr. med. Lukas Lehmkuhl, Chefarzt der Klinik für Diagnostische
und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad
Neustadt. "Die Kombination aus Risikofaktorenanalyse, Laborwerten und gezielter
Bildgebung schafft die Grundlage für eine frühzeitige Prävention und eine
individuell abgestimmte Therapie."
Kardiovaskuläre Medizin am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt
Die herzmedizinischen Kliniken am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt zählen seit
über 40 Jahren zu den führenden Einrichtungen der kardiovaskulären Medizin in
Deutschland und haben sich als überregionales Kompetenzzentrum etabliert. Die
enge Verzahnung von Kardiologie, Kardiochirurgie, Gefäßchirurgie, Radiologie,
Anästhesie und Intensivmedizin sowie kardiologischer Rehabilitation ermöglicht
eine ganzheitliche, nachhaltige und multiprofessionelle Versorgung aus einer
Hand im Sinne eines integrativ aufgestellten Zentrums.
Die Klinik für Kardiologie umfasst die Klinik für Kardiologie I -
Interventionelle Kardiologie und nicht-invasive Bildgebung unter der Leitung von
Prof. Dr. med. Sebastian Kerber sowie die Klinik für Kardiologie II -
Rhythmologie und interventionelle Elektrophysiologie unter der Leitung von
Priv.-Doz. Dr. med. Anja Schade. Zu den Schwerpunkten zählen die Diagnostik und
Behandlung der koronaren Herzkrankheit, von Herzklappenfehlern, Herzinsuffizienz
und Herzrhythmusstörungen. Seit 1984 wurden am Standort Bad Neustadt mehr als
250.000 Kathetereingriffe durchgeführt. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch
die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
(Chefärzte: Priv.-Doz. Dr. med. Lukas Lehmkuhl und Univ.-Prof. Dr. med. André
Kemmling) sowie die Klinik für kardiologische Rehabilitation (Chefarzt Dr. med.
Gerhard Alexander Müller).
Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachbereiche gewährleistet eine
nahtlose Betreuung der Patientinnen und Patienten - von der Akutbehandlung bis
zur Rehabilitation.
Der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt, einer von fünf Standorten der
RHÖN-KLINIKUM AG, steht für eine sektorenübergreifende medizinische Versorgung
im ländlichen Raum. Auf einem Klinikgelände verzahnt der Campus ambulante und
stationäre Angebote mit einer Vielzahl medizinischer Service- und
Vorsorgeleistungen, die bisher räumlich getrennt waren: niedergelassene
Fachärzte, Kliniken unterschiedlicher Fachdisziplinen wie Herzmedizin,
orthopädischer Chirurgie oder auch Neurologie arbeiten Hand in Hand mit der
Pflege und der Rehabilitation zusammen. Die digitale Vernetzung aller am
Behandlungsprozess beteiligten Akteure - mit innovativen IT-Lösungen und
Kommunikationssystemen - ist dabei unverzichtbar. http://www.campus-nes.de/
Pressekontakt:
RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt
Katrin Schmitt | Unternehmenskommunikation
T. +49 9771 66-26100 | mailto:katrinmaria.schmitt@campus-nes.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/109212/6292456
OTS: RHÖN-KLINIKUM AG
ISIN: DE0007042301
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