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Erfurt (ots) - Schotterwege statt Asphalt, Naturerlebnis statt Verkehr und
flexible Touren statt vorgegebener Routen: Gravelbiken zählt zu den
dynamischsten Entwicklungen im Fahrradtourismus. Die Mischung aus Rennrad und
Mountainbike ermöglicht Touren auf unterschiedlichsten Untergründen und spricht
Menschen an, die sportliche Aktivität mit Naturerlebnissen verbinden möchten.
Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV-Marktdaten 2025, VÖ März 2026)
stieg der Anteil von Gravelrädern an den Modellgruppen innerhalb eines Jahres
von 6,5 Prozent (2024) auf 10 Prozent (2025). Die Verkaufszahlen erhöhten sich
im selben Zeitraum von 137.000 auf rund 175.000 Fahrräder.
Von dieser Entwicklung profitiert auch Thüringen. Mit seinen
Mittelgebirgslandschaften, einem hohen Waldanteil, einem dichten Netz aus Forst-
und Radwegen sowie vergleichsweise wenig frequentierten Strecken bietet der
Freistaat ideale Voraussetzungen für Gravelbike-Touren. Hinzu kommt die große
landschaftliche Bandbreite auf kurzer Distanz vom Thüringer Wald über die Rhön
und das Thüringer Schiefergebirge bis in die Region Südharz-Kyffhäuser.
Thüringen baut sein Angebot aus
Wie stark das Thema inzwischen in Thüringen angekommen ist, zeigen neue
touristische Angebote in mehreren Regionen. Im Südharz-Kyffhäuser läuft derzeit
eine Gravelbike-Challenge
(https://www.region-suedharz-kyffhaeuser.de/gravelbike) , bei der von Frühjahr
bis Herbst jeden Monat eine neue Route vorgestellt wird. Die Biker haben jeweils
einen Monat Zeit, die neue Strecke zu testen und ein Feedback zu geben.
Auch im Thüringer Wald wächst das Angebot für sportlich orientierte Radfahrer.
Gemeinsam mit der Mountainbike Community Thüringer Wald
(https://www.thueringer-wald.com/mountainbiken) wurden Tourenvorschläge von
Eisenach bis Saalfeld entwickelt. Zwar richten sich die Angebote in erster Linie
an Mountainbiker, doch viele der Strecken eignen sich ebenso für Gravelbiker.
Damit profitieren beide Zielgruppen von einem ausgefeilten Wegenetz. Hinter
jeder Route steht ein erfahrener Biker, der seine persönliche Lieblingsstrecke
vorstellt. Unterschiedliche Wegeprofile mit abwechslungsreichen Untergründen,
einem zentralen Startpunkt, einer Möglichkeit einzukehren sowie viele tolle
Aussichten und Naturerlebnisse gehören genauso zum Repertoire wie Bikeparks. Die
Strecken richten sich vor allem an sportlich ambitionierte Fahrer, während viele
der Rundtouren auch Einsteigern und Urlaubsgästen einen unkomplizierten Zugang
zum Mountainbike- und Gravelbike-Erlebnis ermöglichen.
Wie neue Angebote gemeinsam entstehen können, zeigt auch Jena. Dort wurden
Mountainbike-Strecken in enger Abstimmung zwischen dem Kultur- und
Tourismusbetrieb der Stadt und dem Stadtforst entwickelt. Die noch als
Geheimtipp
(https://www.visit-jena.de/sehen-und-erleben/mountainbiketouren-um-jena/)
geltenden Strecken führen in die naturnahe Umgebung von Jena mit ihren
Höhenzügen und Wäldern in Verbindung mit faszinierenden Aussichtspunkten.
Derzeit arbeitet die Thüringer Tourismus GmbH zudem an einem digitalen
Tourenvorschlag für eine Gravelbike-Route, die ab 2027 durch ganz Thüringen
führen soll. Ziel ist es, die unterschiedlichen Landschaftsräume des Freistaats
über eine mehrtägige Strecke miteinander zu verbinden.
Mehr als ein Fahrradtrend
"Bemerkenswert ist, dass Gravelbiken gerade in einer Zeit wächst, in der E-Bikes
den Markt prägen. Die Fahrer suchen bewusst die sportliche Herausforderung und
möchten Landschaften aktiv erleben, ohne Motor. Diese Mischung aus Bewegung,
Natur und Entdeckung passt sehr gut zu Thüringen. Wer mit dem Gravelbike
unterwegs ist, entdeckt Orte, an denen er auf vier Rädern vorbeigefahren wäre",
sagt Tom Engelhaupt, Radwegeexperte bei der Thüringer Tourismus GmbH.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Ergebnissen des GravelMonitor 2024.
Wer mit dem Gravelbike unterwegs ist, sucht häufig mehr als die sportliche
Herausforderung. Dazu gehören sowohl Tagesausflügler als auch Radurlauber mit
Gepäck, die naturnahe Touren mit kulturellen und kulinarischen Erlebnissen
verbinden möchten. Gravelbiken boomt bundesweit und Thüringen hat genau die
Landschaften und Angebote, nach denen diese Zielgruppe sucht.
Mit dem Ausbau der Angebote setzt Thüringen zugleich auf eine naturverträgliche
Entwicklung des Radtourismus. Die Routen kombinieren bestehende Radwege mit
ausgewählten Forst- und Schotterwegen. Wo befestigte Abschnitte erforderlich
sind, verlaufen die Touren in der Regel auf bereits vorhandenen Radwegen.
Dadurch entstehen abwechslungsreiche Strecken, die Fahrspaß und Naturerlebnis
miteinander verbinden, ohne zusätzliche Belastungen für sensible
Landschaftsräume zu schaffen. Ein abgestimmtes Beschilderungskonzept unterstützt
künftig die Orientierung vor Ort.
Weitere Informationen, Tourenvorschläge und Inspirationen für den nächsten
Radurlaub in Thüringen finden Interessierte unter
radfahren.thueringen-entdecken.de (https://www.thueringen-entdecken.de/themensei
te-radfahren-in-thueringen?utm_source=ots&utm_medium=presseverteiler&utm_campaig
n=no-campaign-radfahren) .
Pressekontakt:
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OTS: Thüringer Tourismus GmbH
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