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Berlin (ots) -
- Glyphosat-Konzern Bayer warb mit der Aussage einer ausgeglichenen CO2-Bilanz
unter Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette ab 2050 - ohne plausibel
anzugeben, mit welchen Maßnahmen dies erreicht werden soll
- DUH fordert von Bayer Stopp der Verzögerungstaktik und macht mit erfolgreicher
Klimaklage Druck
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erfolgreich gegen den Chemiekonzern Bayer AG
auf Unterlassung verbrauchertäuschender Aussagen zum Klimaschutzengagement des
Unternehmens vor dem Landgericht Köln geklagt (Az. 84 O 21/26). Da sich das
Unternehmen nicht fristgerecht gegen die Klimaklage der DUH verteidigt hat,
erging gegen die Bayer AG ein Versäumnisurteil.
Bayer hat damit geworben, bis 2050 "Netto-Null-Emissionen" erreichen zu wollen,
ohne konkret zu erklären, wie das Versprechen umgesetzt werden soll. In der
Werbung finden sich lediglich Hinweise für den Zeitraum bis 2030, wie Bayer die
künftigen "Null-Emissionen" erreichen will. Informationen dazu, wie das
Unternehmen den vollumfänglichen Ausgleich ab 2050 erreichen will, fehlten in
Gänze. Nach Einleitung des Rechtsverfahrens der DUH hatte Bayer die Werbung zwar
geändert, aber keine Erklärung abgegeben, diese Aussage zukünftig zu
unterlassen.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: " Der Chemieriese Bayer betreibt
mit dem Schlagwort 'Netto-Null-Emissionen' nichts weiter als dreistes
Greenwashing und lässt offen, was davon überhaupt Realität ist. Der
Skandalkonzern muss endlich mit ehrlichen Klimaschutzmaßnahmen seinen enormen
ökologischen Fußabdruck verringern und ehrlich darüber kommunizieren. Die
Klimakrise lässt sich nur lösen, wenn auch Chemiekonzerne wie Bayer beginnen,
ihren ökologischen Fußabdruck zum Beispiel durch ein Ende der
Glyphosatproduktion verringern und durch transparente Informationen klimabewusst
handeln. Genau dafür kämpfen wir mit unserer Klimaklage ."
Agnes Sauter, Leiterin Ökologischer Verbrauchschutz und Marktüberwachung bei der
DUH: " Unternehmen wie Bayer, die mit Zukunftsversprechen schöne Bilder
zeichnen, vermitteln den Eindruck, klimabewusst und verantwortungsvoll für eine
lebenswerte Zukunft zu wirtschaften. Ausschlaggebend für informierte
Kaufentscheidungen und wirksamen Klimaschutz sind aber nachvollziehbare,
konkrete und evidenzbasierte Maßnahmen. Die lassen Konzerne wie Bayer häufig
vermissen. Wichtig sind insbesondere auch Informationen dazu, in welchem Umfang
Emissionen verbleiben und wie mit diesen verfahren wird ."
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
mailto:resch@duh.de, 0171 3649170
Agnes Sauter, Leiterin Ökologische Verbraucherberatung und Marktüberwachung
mailto:sauter@duh.de, 0175 5724833
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6292533
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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