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Berlin (ots) - In einer Stellungnahme (https://www.bptk.de/pressemitteilungen/b-
pt-k-warnt-vor-massiver-verschlechterung-der-psychotherapeutischen-versorgung/)
anlässlich der 1. Lesung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ( BT-Drs.
21/6130 (https://dserver.bundestag.de/btd/21/061/2106130.pdf) ) im Deutschen
Bundestag am 12. Juni warnt die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) vor den
massiven Einschnitten in die Patientenversorgung durch die geplante Rückführung
der psychotherapeutischen Leistungen in die Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung
(MGV).
"Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst: Die gesetzliche Krankenversicherung
muss stabilisiert werden, aber nicht zulasten der Versorgung von Menschen mit
psychischen Erkrankungen", erklärt BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke. "Der
Abbau psychotherapeutischer Versorgungsangebote, der aus der geplanten
Rückführung der psychotherapeutischen Leistungen in die Morbiditätsbedingte
Gesamtvergütung resultiert, ist nicht hinnehmbar. Die geplanten Einschnitte
würden die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen unausweichlich
massiv gefährden. Darüber hinaus würden sie erhebliche Folgekosten durch
unbehandelte psychische Erkrankungen verursachen. AU-Zeiten,
Krankengeldzahlungen und Erwerbsminderungsrenten wegen psychischer Erkrankungen
drohen weiter anzusteigen."
Benecke befürchtet, dass die geplante Reform die psychotherapeutische Versorgung
von Menschen mit psychischen Erkrankungen auch langfristig schwächen könnte. "In
der derzeitigen Ausgestaltung würde das Vorhaben zu einem Abbau von
Versorgungsangeboten und -strukturen und zu längeren Wartezeiten führen.
Besonders betroffen wären auch Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag, wie zum
Beispiel die Verbesserung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen und schwer
psychisch erkrankten Patient*innen nach den KSVPsych-Richtlinien des Gemeinsamen
Bundesausschusses", so Benecke. "Das kann nicht im Sinne der Bundesregierung
sein, die sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich eine nachhaltige Verbesserung
der psychotherapeutischen Versorgung vorgenommen hat."
Die BPtK-Präsidentin setzt daher auf Korrekturen im Rahmen des parlamentarischen
Verfahrens. "Wir stehen in engem Austausch mit den Regierungsfraktionen und
werben intensiv für notwendige Anpassungen, damit psychisch erkrankte Menschen
auch künftig die Versorgung erhalten, die sie benötigen."
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Ulrike Florian
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OTS: Bundespsychotherapeutenkammer
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