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Berlin (ots) - Die Nominierungen für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 stehen
fest. Nach intensiven Beratungen gab die Fachjury aus den 41 eingereichten
Bewerbungen die Projekte der engeren Wahl bekannt. Sieben wegweisende Bauwerke
zwischen Berlin und Reutlingen konkurrieren um den renommierten Staatspreis.
Der Deutsche Ingenieurbaupreis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für
Bauingenieurinnen und Bauingenieure in Deutschland. Mit dem Staatspreis der
Bundesrepublik Deutschland werden alle zwei Jahre beispielhafte
Ingenieurbauwerke und Ingenieurleistungen ausgezeichnet, die sich durch
besondere Innovationskraft, gestalterische Qualität sowie einen
verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen auszeichnen. Im Fokus stehen
Projekte, die durch nachhaltige Konzepte, technische Exzellenz und ihren Beitrag
zur gebauten Umwelt überzeugen.
Der Nachwuchspreis würdigt das Engagement junger Ingenieurinnen und Ingenieure
und ist zugleich als Ansporn für Innovation, Verantwortung und Nachhaltigkeit im
Bauwesen gedacht.
Die sieben Nominierten für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2026:
(in alphabetischer Reihenfolge der Projektstandorte)
Bauhaus-Archiv Tower, Berlin (Berlin)
Ingenieurbüro: B+G Bollinger und Grohmann Ingenieure GmbH
Bauherr: Land Berlin
Der fünfgeschossige Stahl-Holz-Hybridbau mit stützenfreien Innenräumen und dem
unregelmäßigen außenliegenden Stahltragwerk spiegelt die neuen Planungs- und
Gestaltungsmöglichkeiten des computergestützten experimentellen Arbeitsprozesses
wider.
Sprung über die Emscher - Silver Arrow, Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen)
Ingenieurbüro: INGE Schüßler-Plan mit DKFS
Bauherr: Emschergenossenschaft
Die Brücke ist als mehrfach gekrümmte Ganzstahlkonstruktion mit einer Länge von
über 400 Metern ausgeführt und wurde vollständig computergestützt modelliert, um
Geometrie, Tragverhalten und Materialeinsatz zu optimieren. Die Form des
Bauwerks ergibt sich dabei unmittelbar aus den konstruktiven Anforderungen und
macht den Kraftverlauf sichtbar.
Chemnitzer Viadukt, Chemnitz (Sachsen)
Ingenieurbüro: KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH
Bauherr: DB InfraGO AG
Das denkmalgeschützte Viadukt wurde nach dem Grundsatz "Weiterbauen im Bestand"
instandgesetzt und an zukünftige Anforderungen angepasst. Durch gezielte
Ertüchtigungsmaßnahmen und den Ersatz einzelner Bauteile konnte die Nutzung für
den Bahnverkehr nachhaltig gesichert werden.
Hyparschale, Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Ingenieurbüro: CARBOCON GMBH
Bauherr: Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement (Eb KGm)
Das Schalentragwerk wurde durch eine Verstärkung mit dünnen Schichten aus
Carbon-Beton ertüchtigt, um die Tragfähigkeit wiederherzustellen und eine neue
Nutzung zu ermöglichen. Die Sanierung des Baus von Ulrich Müther erfolgte
substanzschonend und erlaubt den Erhalt des Bauwerks bei gleichzeitig deutlich
reduzierten CO2-Emissionen im Vergleich zu alternativen Maßnahmen.
Museum Historische Oberamteistraße, Reutlingen (Baden-Württemberg)
Ingenieurbüro: str.ucture GmbH
Bauherr: Stadt Reutlingen
Das Raumtragwerk aus heimischer Weißtanne bildet die Kubatur eines historischen
Hauses nach und überspannt einen über mehrere Geschosse reichenden Luftraum über
einem historischen Kellergewölbe. Gleichzeitig stabilisiert das Tragwerk das
Nachbargebäude unter Gebrauchs- und Erdbebenlasten.
Brücke über den Seeblickweg, Stuttgart (Baden-Württemberg)
Ingenieurbüro: Harrer Ingenieure Gesellschaft Beratender Ingenieure VBI mbH
Bauherr: Tiefbauamt Stadt Stuttgart
Das Bauwerk überspannt den Verkehrsraum als integrale Zweifeldkonstruktion in
einer neuartigen Holz-Carbon-Beton-Verbundbauweise. Die Konstruktion nutzt die
jeweiligen Stärken der eingesetzten Materialien konsequent und führt sie zu
einem ebenso leistungsfähigen Tragwerk zusammen.
Nibelungenbrücke, Worms (Rheinland-Pfalz)
Ingenieurbüro: MKP GmbH
Bauherr: Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
Mit einem gesamtheitlichen Konzept der digitalen Bauwerkserhaltung konnte die
Restnutzungsdauer der Spannbetonbrücke durch Bestandsanalyse, Monitoring und
modellbasierte Nachrechnung verlängert werden. Die gewonnenen Daten werden in
einem digitalen Modell gebündelt und ermöglichen Prognosen zum Tragverhalten
sowie eine Bewertung des Bauwerkszustands.
Über den Staatspreis
Der Deutsche Ingenieurbaupreis wird im Zweijahresrhythmus als offizieller Preis
der Bundesregierung für Ingenieurbaukunst verliehen. Das Bundesministerium für
Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und die Bundesingenieurkammer e.
V. (BIngK) loben den Deutschen Ingenieurbaupreis gemeinsam aus. Das Bundesamt
für Bauwesen und Raumordnung (BBR) führt das Verfahren durch. Insgesamt werden
60.000 Euro an Preisgeldern vergeben.
Pressefotos der nominierten Projekte stehen unter http://bingk.de/dingbp2026N
für redaktionelle Zwecke kostenfrei zum Download bereit.
Pressekontakt:
Eva Hämmerle
Kommunikation & Presse
Bundesingenieurkammer
Joachimsthaler Str. 12 | 10719 Berlin
T. +49 (0)30 2589 882-23 (Zentrale: - 0)
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18349/6294199
OTS: Bundesingenieurkammer
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