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Berlin/Bonn (ots) - Nachdem die USA und der Iran sich auf ein Rahmenabkommen für
ein Ende des Irankrieges geeinigt haben, zeigt sich der ehemalige Vorsitzende
der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, im Interview mit dem
Fernsehsender phoenix vorsichtig optimistisch: "Ich glaube schon, dass es
erstmal eine positive Nachricht ist, aber wir sollten uns da schon noch eine
gewisse Skepsis bewahren." Die Iraner hätten bereits angemerkt, dass das
Abkommen erst mit der Unterschrift am Freitag gelte. "Wir haben Montag und bis
Freitag kann viel passieren", so Heusgen weiter.
Ein großer Knackpunkt des Abkommens sei die Einbeziehung des Libanon. Diese sei
zwar gut, aber man begebe sich damit auch in die Hände der Hisbollah und Israels
"und da weiß man nicht, ob die sich auch an diesen Waffenstillstand halten." Aus
israelischer Sicht würden Israel mit dem Abkommen die Hände gebunden, meint der
Ex-Diplomat. Man müsse nun auf alle Beteiligten einwirken, dass das Abkommen
"nicht wieder zerbricht."
Bei den Verhandlungen über ein Friedensabkommen, müsse man sich im Klaren sein,
dass die USA heute gegenüber dem Iran in einer schwächeren Situation seien als
im Jahr 2015. Der Angriff der USA habe den iranischen Revolutionsgarden in die
Hände gespielt, denn sie hätten mit der Straße von Hormus eine zusätzliche
Trumpfkarte erhalten. Jetzt gehe es zunächst darum, die freie Schifffahrt wieder
zu regeln und erst dann werde es um das Nuklearabkommen gehen, so Heusgen bei
phoenix.
Das gesamte Interview finde Sie hier: https://phoenix.de/s/3vQ
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