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Freiburg (ots) - Ein humanitärer Caritas-Konvoi musste am Wochenende auf dem Weg
zu drei christlichen Dörfern im Süden des Landes wegen eines Schusswechsels
zwischen der israelischen Armee und Hisbollah-Milizen gestoppt worden. Die Route
war zuvor mit den zuständigen Behörden abgestimmt worden. Nach einem rund
zehnstündigen Umweg erreichte der Konvoi schließlich das Dorf Debel südlich von
Tyros.
"Es ist unerträglich, dass das Helfen lebensgefährlich ist. Und immer
gefährlicher wird. Und das besonders dort, wo die Menschen Hilfe am
dringlichsten benötigen", sagt Dr. Oliver Müller, Leiter von Caritas
international. Humanitäre Helferinnen und Helfer müssten wirksam geschützt
werden; zugleich müsse der Zugang zu Menschen in Not auch in umkämpften Gebieten
gewährleistet bleiben.
Die Lage im Südlibanon steht exemplarisch für eine Zuspitzung der Lage für
humanitäre Helferinnen und Helfer im Nahen Osten und weltweit: So war 2025 nach
Angaben der Vereinten Nationen das tödlichste Jahr für humanitäre Helferinnen
und Helfer seit Beginn der Daten-Erfassung. Weltweit wurden 383 humanitäre
Helferinnen und Helfer getötet, 308 verletzt, 125 entführt und 45 festgenommen
oder inhaftiert.
Die stetig steigenden Risiken der humanitären Hilfe gefährden die Versorgung der
notleidenden Bevölkerung im Krisengebiet mit lebensnotwendigen Hilfsgütern
massiv, da selbst abgestimmte Routen durch die volatile Sicherheitslage, wie
beim Zwischenfall im Südlibanon, kurzfristig unpassierbar und dann zu einer
tödlichen Falle werden.
Der Caritas-Konvoi war organisiert worden vom Apostolischen Nuntius im Libanon,
Erzbischof Paolo Borgia, An dem Hilfseinsatz waren Caritas Libanon und weitere
katholische Organisationen beteiligt. Der Konvoi umfasste 45 Lastwagen und
Fahrzeuge mit Lebensmitteln, Obst, Gemüse, Wasser, Medikamenten und Treibstoff.
Die Hilfe war für drei Dörfer bestimmt: Debel, Ain Ebel und Rmeich. Diese Orte
sind durch die anhaltenden Kampfhandlungen weitgehend vom Rest des Landes
abgeschnitten.
Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Oliver Müller (verantwortlich -292), Achim Reinke
(Durchwahl -515).
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OTS: Caritas international
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