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Berlin (ots) - Als "Abgrund", als Beweis für den maroden Zustand Berlins wurde
die plötzliche Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität im Mai
2026 bezeichnet. 96 Prozent der TU-Gebäude sind sanierungsbedürftig - eine Frage
der Existenz, so warnte die Uni-Leitung schon vor Jahren. In der radio3- Debatte
mit Natascha Freundel, der TU-Präsidentin Fatma Deniz und der Berliner
Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra sagte die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy
über die Schließung der Uni- Gebäude: "Menschen, also über 30.000 Studierende
dieser Universität, die Lehrkräfte, die Verwaltung, wir alle sind die
menschliche Substanz in dieser Infrastruktur. Ich finde es schwierig, sich
vorzustellen, dass man so ein Organismus aus Gebäuden und Menschen einfach in
künstliches Koma setzt, solange die Infrastruktur nicht funktioniert. Es muss
ein Weg gefunden werden, der uns erlaubt, weiterzumachen. Wir Menschen können
nicht einfach so tun, als ob es uns nicht geben würde."
Der Zustand der Berliner Unis, nicht nur der TU, wirft die Frage auf: Steht die
Exzellenz-Uni und mit ihr der Wissenschaftsstandort Berlin am Abgrund? Der
Sanierungsstau mit geschätzten Kosten von etwa 8 Milliarden Euro für alle
Berliner Hochschulen zeigt: Es braucht ein schnelles Umdenken. Das weiß auch
TU-Präsidentin Fatma Deniz: "Wir dürfen uns nicht an die Situation gewöhnen. Wir
sind nämlich nicht im Normalbetrieb und ich erlebe das auch. Ich als Präsidentin
bin mir sehr bewusst darüber und möchte deswegen nicht weggucken, nicht
Schuldige suchen, sondern ich suche Lösungen. Ich arbeite an Lösungen."
Die ganze Debatte "Der zweite Gedanke" mit dem Titel "Exzellenter Sanierungsfall
- Die TU und der Wissenschaftsstandort Berlin" ist zu hören auf radio 3 vom rbb,
am Donnerstag, 18. Juni, ab 19:03 Uhr
Die Debatte mit Natascha Freundel, Ina Czyborra, Fatma Deniz und Bénédicte Savoy
- Exzellenter Sanierungsfall - TU und der Wissenschaftsstandort Berlin | radio3
(https://www.radiodrei.de/programm/schema/sendungen/der_zweite_gedanke/archiv/20
260618_1900.html)
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