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München (ots) - Mit dem Start der Initiative "Justiz und Sport - konsequent
gegen Hass" setzt die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) gemeinsam
mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz ein klares Zeichen gegen
strafbaren Hass im Sport. Das Projekt unterstützt gezielt bayerische
Sportvereine und -verbände im Kampf gegen Hass im digitalen Raum.
Am Internationalen Tag für die Bekämpfung von Hetze rückt damit ein wichtiges
Thema in den Fokus, das auch den Sport zunehmend betrifft: Hasskommentare und
persönliche Anfeindungen im digitalen Raum. Der von den Vereinten Nationen
ausgerufene Internationale Tag für die Bekämpfung von Hetze erinnert jährlich
daran, dass Hassparolen, Intoleranz und Diskriminierung gemeinsam bekämpft
werden müssen. Das gilt auch für strafbaren Hass im Internet. Jedoch berichten
immer mehr Sportlerinnen und Sportler von massiven Fällen von Hate Speech,
insbesondere nach Niederlagen. Immer öfter wird dabei auch die Grenze zur
Strafbarkeit überschritten.
Auch Sportvereine sehen sich zunehmend mit beleidigenden oder diskriminierenden
Kommentaren auf ihren Social-Media-Kanälen und in Online-Foren konfrontiert. Vor
diesem Hintergrund haben die Initiatoren der Initiative "Justiz und Medien -
konsequent gegen Hass" die Anregungen aus der Branche aufgegriffen und ein
Pilotprojekt ins Leben gerufen, das gemeinsam mit dem FC Bayern München, dem TSV
1860 München sowie dem Bayerischen Landes-Sportverband e. V. (BLSV) umgesetzt
wird.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich : "Bei sportlichen Wettkämpfen sind
viele Emotionen im Spiel. Jeder darf sich ärgern oder schimpfen. Aber die
Meinungsfreiheit endet, wo das Strafrecht beginnt. Keine Sportlerin und kein
Sportler muss Beleidigungen oder Verleumdungen aushalten. Niemand darf
diskriminiert werden. Mir ist wichtig, dass sich in Bayerns Sportvereinen alle
Beteiligten sicher fühlen. Die neue Kooperation leistet einen wichtigen Beitrag
für das Sicherheitsgefühl der Menschen."
Dr. Thorsten Schmiege , Präsident der BLM: "Hass im Netz macht auch vor dem
Sport nicht halt. Vor allem Vereine und Verbände mit großer öffentlicher
Sichtbarkeit geraten immer wieder ins Visier von Anfeindungen. Nach dem Vorbild
der Initiative 'Justiz und Medien' schaffen wir deshalb jetzt auch eine klare
Anlaufstelle für den Sport und geben den Betroffenen ein konkretes Verfahren an
die Hand, um strafbare Inhalte prüfen und verfolgen zu lassen. Das stärkt
diejenigen, die sich für Respekt und Fairness einsetzen - auch im digitalen
Raum."
Der Hate-Speech-Beauftragte der Bayerischen Justiz, Staatsanwalt als
Gruppenleiter David Beck : "Im Rahmen des Pilotprojekts können die teilnehmenden
Organisationen Prüfbitten an die Generalstaatsanwaltschaft München übermitteln.
Im Anschluss bewerte ich gemeinsam mit meinem Team die gemeldeten Inhalte
rechtlich und leite gegebenenfalls ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren
ein."
Hintergrund:
Auf http://www.konsequent-gegen-hass.de finden Sie alle Informationen zur
Initiative.
Links und Informationen zu allen Angeboten der Staatsregierung rund um das Thema
Hate Speech stehen zur Verfügung unter http://www.bayern-gegen-hass.de .
Pressekontakt:
Bayerisches Staatsministerium der Justiz
Dr. Carmen Remke
Pressesprecherin
Telefon: 089 5597-3111
mailto:presse@stmj.bayern.de
Bayerische Landeszentrale für neue Medien
Stefanie Reger
Pressesprecherin
Telefon. 089 63808-315
mailto:stefanie.reger@blm.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/62483/6296781
OTS: BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien
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