|
Berlin (ots) - Das heute in Brüssel veröffentlichte AI Literacy Framework
unterstützt Lehrkräfte dabei, KI-Kompetenzen im Unterricht gezielt zu stärken.
Der Stifterverband hat die Perspektive der deutschen Bildungscommunity
eingebracht und die deutsche Übersetzung des Frameworks fachlich verantwortet.
Künstliche Intelligenz verändert zunehmend unser gesellschaftliches, berufliches
und privates Leben. Für einen souveränen Umgang mit KI sind grundlegende
Kompetenzen erforderlich, die aber in der Schulbildung noch nicht ausreichend
gefördert werden. Hier setzt das neue AI Literacy Framework an.
Das AILit-Framework ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission
und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
CodeAI sowie führende internationale Expertinnen und Experten haben die
Entwicklung begleitet. Das Framework leistet einen Beitrag zur PISA-Studie 2029,
in der erstmals "Media & AI Literacy" erhoben wird. Es wird schrittweise in
allen 24 offiziellen EU-Amtssprachen veröffentlicht und liegt zum Launch auf
Englisch, Deutsch und Französisch vor.
Als international abgestimmter Bezugsrahmen beschreibt das AI Literacy Framework
zentrale Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um in einer von KI
geprägten Welt verantwortungsvoll und selbstbestimmt zu handeln. Im Mittelpunkt
stehen vier Kompetenzbereiche: mit KI bewusst umgehen, KI kreativ anwenden, KI
gezielt einsetzen und KI aktiv mitgestalten. Der Fokus liegt nicht auf einzelnen
Tools, sondern auf dauerhaften Kompetenzen, die auch dann relevant bleiben, wenn
sich KI-Technologien weiterentwickeln.
"Mit dem AI Literacy Framework geben wir Lehrkräften, Schulen und
Bildungspolitik ein gemeinsam entwickeltes Instrument an die Hand, das
KI-Kompetenzen greifbar macht", ergänzt Florian Rampelt, Mitglied der
Expertengruppe zur Erarbeitung des Frameworks und Programmleiter für Future
Skills & KI beim Stifterverband. "Es bietet die Chance, AI Literacy systematisch
und praxisorientiert in Schulen und der Lehrkräftebildung zu verankern."
Der Stifterverband war in der Expertengruppe zur Erarbeitung des Frameworks
vertreten und koordinierte eine Taskforce, die umfassendes Feedback deutscher
Bildungsakteure einbrachte. Darüber hinaus verantwortete der Stifterverband die
deutsche Übersetzung des Frameworks - von der begrifflichen Präzisierung bis zur
Anschlussfähigkeit an den deutschen Bildungskontext. Der KI-Campus des
Stifterverbandes entwickelt gemeinsam mit Bildungspartnern digitale Lernangebote
zum Framework. Diese Aktivitäten werden im Rahmen der Zukunftsmission Bildung
des Stifterverbandes von der TÜV SÜD Stiftung unterstützt.
Das AILit-Framework steht auf Deutsch unter dem Titel "Lernende für das
KI-Zeitalter befähigen: Ein KI-Kompetenzrahmen für die Primar- und
Sekundarstufe" auf https://ailiteracyframework.org/de/ und
http://www.ki-campus.org/ailiteracyframework zur Verfügung.
Über den Stifterverband
Der Stifterverband ist eine Gemeinschaft von rund 3.500 engagierten Menschen,
Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft. Ziel seiner Arbeit ist, Bildung und Wissenschaft neu zu
denken und zu gestalten, um die Innovationskraft der Gesellschaft nachhaltig zu
stärken. Als zentraler Impulsgeber analysiert er aktuelle Herausforderungen,
fördert Modellprojekte und ermöglicht deren Verbreitung in vielfältigen
Netzwerken. Er vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft,
entwickelt gemeinsam Ideen und stößt politische Reformen an. In seinem Wirken
konzentriert er sich auf zwei Handlungsfelder: Bildung und Kompetenzen sowie
Kollaborative Forschung und Innovation. https://www.stifterverband.org
Pressekontakt:
Peggy Groß
Pressesprecherin des Stifterverbandes
T 030 322982-530
mailto:presse@stifterverband.de
Lucas Laux
Kommunikationsmanager Future Skills & KI im Stifterverband
T 0162 1067 516
mailto:presse@ki-campus.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18931/6296990
OTS: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
|