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Frankfurt (ots) - Der langjährige Hauptgeschäftsführer des Paritätischen
Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, sieht den deutschen Sozialstaat in Gefahr.
"Dieser deutsche Sozialstaat wird so hart angegriffen wie noch nie in der
Geschichte der Bundesrepublik, schlimmer noch als mit der Agenda 2010", sagte
Schneider der Frankfurter Rundschau (Freitagsausgabe, 19.6.2026).
Empört reagierte Schneider auf die Forderung von Bundesinnenminister Alexander
Dobrindt (CSU), die Regelsätze bei der Grundsicherung zu senken. "Es ist wieder
mal der Versuch, vor Landtagwahlen Stimmung zu machen, Menschen gegeneinander
auszuspielen, diese Gesellschaft zu entsolidarisieren", sagte Schneider in dem
FR-Interview. Die Regelsätze dürften nicht verringert werden, sondern müssten
erhöht werden. "Wir müssen die Regelsätze in der Grundsicherung endlich
armutsfest machen, das heißt um 40 Prozent erhöhen", sagte Schneider.
Ulrich Schneider amtierte von 1999 bis 2024 als Hauptgeschäftsführer des
Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Beim Bundesparteitag der Linken am Wochenende
in Potsdam bewirbt er sich um einen Sitz im Parteivorstand.
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