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Interview der Frankfurter Rundschau: Sozialexperte Ulrich Schneider gibt Dobrindt kontra

18.06.2026 15:40 Uhr Frankfurter Rundschau

Frankfurt (ots) - Der langjährige Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, sieht den deutschen Sozialstaat in Gefahr. "Dieser deutsche Sozialstaat wird so hart angegriffen wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik, schlimmer noch als mit der Agenda 2010", sagte Schneider der Frankfurter Rundschau (Freitagsausgabe, 19.6.2026).

Empört reagierte Schneider auf die Forderung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Regelsätze bei der Grundsicherung zu senken. "Es ist wieder mal der Versuch, vor Landtagwahlen Stimmung zu machen, Menschen gegeneinander auszuspielen, diese Gesellschaft zu entsolidarisieren", sagte Schneider in dem FR-Interview. Die Regelsätze dürften nicht verringert werden, sondern müssten erhöht werden. "Wir müssen die Regelsätze in der Grundsicherung endlich armutsfest machen, das heißt um 40 Prozent erhöhen", sagte Schneider.

Ulrich Schneider amtierte von 1999 bis 2024 als Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Beim Bundesparteitag der Linken am Wochenende in Potsdam bewirbt er sich um einen Sitz im Parteivorstand.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau Ressort Politik Telefon: 069/2199-3989

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6297222 OTS: Frankfurter Rundschau


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Frankfurter Rundschau
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