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Potsdam/Bonn, 20. Juni 2026 (ots) - Heidi Reichinnek sieht die Frage, ob Die
Linke sich an Regierungen beteiligen sollte, nicht als entscheidend an. Die
Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken sagte beim Parteitag in Potsdam im
Gespräch mit dem Fernsehsender phoenix: "Unser Kompass ist ganz klar. Wenn wir
etwas für die Menschen im Land erreichen können, wenn wir die Demokratie
verteidigen können, dann sind wir Linke da. Aber ich muss auch ganz klar sagen:
Ob Opposition oder Regierung - es geht darum, etwas zu verändern. Das können wir
in allen Rollen." Auch sei mitregieren oder nicht eine Frage der Perspektive. So
sei die Situation in Sachsen-Anhalt eine ganz andere als die in
Baden-Württemberg oder Berlin. "In dieser Vielfältigkeit müssen wir aber
trotzdem klar sagen: Hier sind rote Haltelinien, das ist mit uns nicht zu
machen." Eines stehe aber auch für sie fest: "Wir werden den Osten niemals den
Nazis überlassen."
Heidi Reichinnek kritisierte das Verhältnis der CDU zur Linken. "Wir sind nicht
diejenigen, die die ganze Zeit einen Unvereinbarkeitsbeschluss vor uns her
tragen, sondern sind diejenigen, die wirklich inhaltlich arbeiten. Und wir sind
da bereit, mit allen demokratischen Parteien beziehungsweise Fraktionen auch
gemeinsam nach vorne zu gehen. Aber solange man sich wie Teile der Union
hinstellt und so tut, als ob zwischen AfD und Linke irgendwelche Gemeinsamkeiten
bestünden, solange wird es natürlich schwierig."
Das komplette Interview sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/61i
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