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Berlin (ots) - Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes,
Joachim Rock, sieht nach eigenen Angaben sowohl positive als auch negative
Aspekte bei den Reformvorschlägen der Rentenkommission.
Als unausgewogen und ungerecht kritisierte er am Mittwoch im rbb24 Inforadio vor
allem die Kapitalrente. Er sagte, dass damit falsche Weichen gestellt würden:
"Dass sich ein Teil des Geldes am Aktienmarkt vermehrt, ist etwas, was eine
lange Ansparphase braucht. Das Problem der kapitalgedeckten Variante ist auch,
dass die Erwerbsminderungsrente und die Hinterbliebenenvorsorge nicht mit
abgedeckt werden. Fast jeder fünfte Mensch ist altersarm, und wenn wir das
Gesamtpaket der Sozialreformen nehmen, etwa auch mit den angedrohten Kürzungen
beim Wohngeld, dann droht die Altersarmut nochmals massiv zu steigen. Das
betrifft insbesondere auch Menschen in Ostdeutschland, die nicht so lange
private Vorsorge betreiben konnten."
Gleichzeitig sieht Rock "eine ganze Menge positiver Punkte" in den 33
Vorschlägen: "Die Kommission spricht sich für eine Erwerbstätigenversicherung
aus und will Selbstständige sofort einbeziehen, Abgeordnete ebenfalls, Beamte
dann schrittweise." Das sei ein großer Fortschritt in der rentenpolitischen
Debatte, so Rock.
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