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Magdeburg (ots) - Magdeburg. Wie digitale Technologien die Pflege unterstützen
und Beschäftigte entlasten können, stand im Mittelpunkt einer Fachveranstaltung
des Zukunftszentrums Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt und des Bundesverbands
privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa). Vertreterinnen und Vertreter von
Pflegeeinrichtungen aus Sachsen-Anhalt nutzten die Gelegenheit, sich über
aktuelle Entwicklungen, politische Rahmenbedingungen und praktische
Anwendungsbeispiele auszutauschen.
Im Fokus der Veranstaltung standen die Herausforderungen, vor denen die
Pflegebranche aktuell steht: steigende Pflegezahlen, Fachkräftemangel und ein
hoher Dokumentationsaufwand. Einigkeit bestand darüber, dass Digitalisierung ein
wichtiger Baustein sein kann, um Pflegekräfte zu entlasten und Prozesse
effizienter zu gestalten.
Staatssekretär Wolfgang Beck hob hervor: "Digitalisierung in der Pflege muss vor
allem Arbeit erleichtern, damit Fachkräfte mehr Zeit für die eigentliche Pflege
von Menschen haben. Es geht nicht um Technik statt Menschen, sondern um Technik
für Menschen - für Pflegebedürftige, für Angehörige und für Beschäftigte.
Digitalisierung in der Pflege darf nicht an der Wirklichkeit der Pflegedienste
vorbeigehen. Sie muss sich daran messen lassen, ob sie Tourenplanung,
Dokumentation, Kommunikation, Abrechnung, Qualitätsmanagement und Zusammenarbeit
tatsächlich einfacher macht."
Diskutiert wurden unter anderem die Möglichkeiten digitaler
Dokumentationssysteme, moderne Formen der Arbeitsorganisation sowie aktuelle
gesetzliche Entwicklungen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei das
Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), das neue Ansätze zur Förderung und
Refinanzierung von Digitalisierungsmaßnahmen in der Pflege vorsieht. Frau Sabine
Kösling, Vorsitzende der bpa-Landesgruppe Sachsen-Anhalt nennt das PNOG als
erstes wichtiges Signal, "Erstmals wurden klare Lösungsvorschläge für eine
Refinanzierung von Digitalisierung vorgestellt - das ist ein klarer Fortschritt.
So werden 1,6 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes zur Verfügung
gestellt, ein wichtiger Schritt, um Investitionen überhaupt möglich zu machen -
jetzt kommt es auf praxistaugliche Umsetzung an", so Sabine Kösling.
Die Teilnehmenden betonten, dass Digitalisierung nicht als Selbstzweck
verstanden werden dürfe. Entscheidend sei der konkrete Nutzen für
Pflegebedürftige, Beschäftigte und Einrichtungen. Digitale Lösungen müssten
praxistauglich sein, Arbeitsabläufe vereinfachen und spürbar zur Entlastung
beitragen.
Neben fachlichen Vorträgen bot die Veranstaltung Raum für den Austausch zwischen
Pflegeeinrichtungen, Fachverbänden, Beratungsstellen und Anbietern digitaler
Lösungen. Dabei wurde deutlich, dass viele Einrichtungen den digitalen Wandel
aktiv gestalten wollen, zugleich aber auf verlässliche Finanzierung, praxisnahe
Unterstützung und weniger bürokratische Hürden angewiesen sind.
Mit der gemeinsamen Veranstaltung bauten das Zukunftszentrum Digitale Arbeit
Sachsen-Anhalt und der bpa ihre Zusammenarbeit weiter aus. Ziel ist es,
Pflegeunternehmen im Land bei der digitalen Transformation zu begleiten und den
Wissenstransfer innerhalb der Branche zu stärken.
Die Veranstalter zogen ein positives Fazit: Digitalisierung kann dazu beitragen,
die Pflege in Sachsen-Anhalt zukunftsfähig aufzustellen - vorausgesetzt, die
Lösungen orientieren sich an den Bedürfnissen der Praxis und werden durch
passende politische Rahmenbedingungen unterstützt.
Das Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt unterstützt Unternehmen aus
Sachsen-Anhalt und deren Beschäftigte kostenfrei dabei, den digitalen Wandel der
Arbeit zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Workshops und individuelle
Beratungen, um digitale Kompetenzen aufzubauen und Arbeitsprozesse gemeinsam
weiterzuentwickeln.
Das Projekt "Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt" wird im Rahmen des
Programms "Zukunftszentren" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus)
gefördert und vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und
Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt kofinanziert.
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Daniel Heyer, Leiter der Landesgeschäftsstelle
Tel.: +49 391 24 35 86 30, www.bpa.de
Sabine Kösling, Vorstandsvorsitzende bpa Sachsen-Anhalt, Tel.: 0391/24 35 86
30, www.bpa.de
Michael Ney, Projektleitung Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt,
Tel.: +49 391 504793-17
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/6302434
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
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