|
Böblingen (ots) - KI verändert den Klinikalltag. Laut WHO setzen bereits heute
rund 75% der EU-Länder künstliche Intelligenz in der Diagnostik ein*.
Entscheidend wird jedoch nicht allein die Technologie sein, sondern die
Fähigkeit, Daten und Prozesse sicher miteinander zu verbinden - damit Ärzte und
Pflegekräfte entlastet werden und mehr Zeit für Patienten bleibt.
Krankenhäuser erzeugen heute enorme Mengen an Daten - von klinischen
Dokumentationen über Bildgebung bis hin zu Vital- und Sensordaten. Künstliche
Intelligenz kann helfen, diese Informationen schneller auszuwerten, Abläufe
effizienter zu gestalten und Fachpersonal gezielt zu unterstützen. Damit KI
jedoch einen nachhaltigen Beitrag leisten kann, braucht es verlässliche
Plattformen, klare Governance sowie eine sinnvolle Einbindung in bestehende
Strukturen. Der Einsatz von KI entwickelt sich zu einer strategischen Aufgabe
für das Gesundheitswesen.
Im Zentrum aktueller Debatten stehen AI Factories - Umgebungen, in denen Daten,
Rechenleistung und KI-Modelle souverän zusammengeführt werden. Zu den Treibern
solcher Konzepte gehören Hewlett Packard Enterprise (HPE)
(https://www.hpe.com/lamerica/en/solutions/healthcare.html) und NVIDIA mit ihrem
NVIDIA AI Computing by HPE-Portfolio. In Kollaboration mit Kliniken und
Forschungsinstituten vereinen die Unternehmen beschleunigte Rechenleistung,
Software Frameworks und vorkonfigurierte KI Workflows mit
Enterprise-Infrastruktur, die an die spezifischen Anforderungen klinischer
IT-Umgebungen angepasst werden kann. Ziel ist es, leistungsfähige Systeme
kontrolliert und praxisnah in bestehende Versorgungsstrukturen einzubinden. "Die
Insights sind das Entscheidende - aber ohne strukturelle Interoperabilität
kommen wir da nicht hin", sagt Hartmut Schultze, Strategic AI Advisor bei HPE.
Wie groß der Handlungsdruck ist, erlebt Prof. Dr. Ludwig Christian Hinske
täglich im Klinikalltag. Der Mediziner leitet das Institut für Digitale Medizin
am Universitätsklinikum Augsburg. "Die Nichtnutzung von Daten kann Menschenleben
kosten", sagt Hinske. Viele Krankenhäuser verfügten zwar über enorme
Informationsmengen, arbeiten aber immer noch mit voneinander getrennten
Datensilos. "Viele Studien und Referenzwerte stammen aus einer Zeit in der sehr
kleine Datensätze verfügbar waren. Teils mit nur rund 100 Patienten, überwiegend
männlich, und aus einer homogenen Alters- und Bevölkerungsgruppe." Die wenig
diversen Kohorten entsprechen weder den medizinischen Standards noch dem
aktuellen Wissensstand.
Umso wichtiger ist es, die heute verfügbaren Erkenntnisse konsequent zu nutzen.
Der Leitgedanke: Gesundheitsorganisationen einen operativen KI-Einsatz zu
ermöglichen, der nicht nur sicher ist, sondern auch den Vorschriften entspricht.
HPE und NVIDIA stellen die Rechenleistung und die Architektur bereit, die vielen
der derzeit entstehenden AI Factory-Umgebungen im Gesundheitswesen zugrunde
liegen. Gemeinsam entstehen so skalierbare Produktionsumgebungen für reale
Anwendungsfälle. "Der fundamentale Unterschied ist: Früher hatten wir starre,
codebasierte Systeme - heute sind Daten der Treibstoff", erklärt Uwe Samer,
Senior Account Manager Healthcare & Life Science bei NVIDIA.
Mit dem Aufbau solcher Systeme entsteht aber auch eine neue ökonomische
Dimension. Jede Anfrage an ein Sprachmodell, jedes analysierte Dokument und jede
Patientenakte benötigen Rechenleistung und verursachen Kosten. Kliniken müssen
deshalb zunehmend bewerten, welchen Nutzen KI im Alltag bringt.
Genau darin sehen die Branchenexperten eine der zentralen Aufgaben der nächsten
Jahre: KI wirtschaftlich, sicher und skalierbar in bestehende Prozesse
einzubinden. Die Kombination aus Enterprise-Infrastruktur und beschleunigter
KI-Rechenleistung soll dabei helfen, aus einzelnen Pilotprojekten belastbare
Produktionsumgebungen zu entwickeln. Schultze und Samer sind sich einig: Es geht
nicht nur darum, die beste Technologie einzusetzen, sondern die
Patientenversorgung auch tatsächlich zu verbessern.
Besonders sichtbar wird der Wandel bei autonomen KI-Agenten, die Aufgaben
entlang der Patientenreise unterstützen etwa bei Dokumentation,
Medikamentenprüfung oder administrativen Prozessen. Solche Anwendungen könnten
medizinisches Personal spürbar entlasten und mehr Zeit für die direkte Betreuung
schaffen. Fundamental sei jedoch, KI als Unterstützung und nicht als Ersatz
medizinischer Entscheidungen zu verstehen. "KI können wir von der Medizin nicht
fernhalten - entscheidend wird sein, was wir daraus machen", so Prof. Hinske.
Zur Übersicht AI Factories (https://www.hpe.com/de/de/ai-factory.html)
Mehr über HPE Private Cloud AI
(https://paths.ext.hpe.com/c/a00154492enw?x=z272ok)
* https://ots.de/CbYqAL
Pressekontakt:
N: Monika Ptasinska-Rolik
T: +49 1520 5403933
E: mailto:m.ptasinska-rolik@hpe.com
W: http://ots.de/pIrH23
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/118707/6302772
OTS: Hewlett Packard Enterprise (HPE)
|