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Caracas/Freiburg (ots) - Kirchengemeinden versorgen Betroffene mit
Lebensmitteln, Hygieneartikeln, richten Notunterkünfte ein und kümmern sich um
traumatisierte Menschen. Nationales Nothilfezentrum eingerichtet. Spendenaufruf
für die Betroffenen des Erdbebens.
Nach dem schweren Erdbeben im Norden Venezuelas hat die Caritas Venezuela ihre
Nothilfe umgehend aktiviert und koordiniert ihre Hilfsmaßnahmen über ein
nationales Nothilfe-Koordinationszentrum. In zahlreichen Pfarreien und Kirchen
wurden landesweit lokale Nothilfezentren eingerichtet, wo zahlreiche freiwillige
Helferinnen und Helfer im Einsatz sind und die Betroffenen mit Lebensmitteln,
Trinkwasser, und Hygieneartikel versorgen. Die Nothilfezentren dienen
gleichzeitig als Anlaufstelle für Menschen, die durch die verheerenden Folgen
der Erdbeben traumatisiert sind und Unterstützung benötigen.
"Unsere Kolleginnen und Kollegen sind seit den ersten Stunden nach dem Erdbeben
im Einsatz. Sie verschaffen sich gemeinsam mit den Pfarrgemeinden ein Bild der
Lage, versorgen die Menschen mit dem Nötigsten und begleiten diejenigen, die
alles verloren haben", sagt Jonas Brenner, Nothilfekoordinator von Caritas
international für Lateinamerika und ergänzt: "Das ist umso bemerkenswerter, da
viele der rund 30.000 freiwilligen Helferinnen und Helfer der Caritas selbst von
den Folgen der Erdbeben betroffen sind."
Besonders dramatisch ist die Lage in den küstennahen Bundesstaaten La Guaira,
Caracas und Carabobo. "Bereits vor dem Beben lebten hier eher ärmere
Bevölkerungsschichten", sagt Jonas Brenner und betont, dass dadurch viele
Menschen nun vor dem Nichts stünden. Viele Gebäude sind eingestürzt oder schwer
beschädigt. Tausende Menschen verbringen die Nächte aus Angst vor weiteren
Erschütterungen in Parks und auf öffentlichen Plätzen. Dort entstehen
provisorische Lager. Familien suchen nach vermissten Angehörigen, Kinder sind
zeitweise von ihren Eltern getrennt. Caritas-Teams erfassen den Hilfsbedarf
direkt vor Ort und koordinieren gemeinsam mit den Kirchengemeinden die
Versorgung.
Caritas international kann dabei gemeinsam mit ihren Partnern in Venezuela auf
bestehende Strukturen zurückgreifen. Bereits vor dem Erdbeben war die Caritas
mit verschiedenen Projekten in ganz Venezuela aktiv und unterstützte dort
besonders vulnerable Menschen wie Kleinkinder, schwangere und stillende Frauen
sowie alleinstehende ältere Menschen mit therapeutischer Zusatznahrung, sauberem
Trinkwasser und half mit elektronischen Einkaufsgutscheinen für Lebensmittel und
Hygieneartikel.
"Dass wir bereits in den betroffenen Regionen arbeiten, ist jetzt ein
entscheidender Vorteil. Unsere lokalen Teams kennen die Gemeinden, verfügen über
funktionierende Netzwerke und können die Hilfe unmittelbar ausweiten. Dadurch
verlieren wir keine wertvolle Zeit", so Brenner.
Neben der Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser gewinnen Notunterkünfte
und die Unterstützung traumatisierter Menschen zunehmend an Bedeutung. Viele
Menschen stehen unter dem Eindruck der anhaltenden Nachbeben und können aus
Sicherheitsgründen nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Caritas begleitet
sie in den Notunterkünften und unterstützt besonders schutzbedürftige Menschen.
"In den kommenden Tagen wird es darauf ankommen, die Menschen schnell und
unbürokratisch zu erreichen. Die vorhandenen Caritas-Strukturen ermöglichen
genau das. Mit zusätzlicher Unterstützung können wir unsere Hilfe erheblich
ausweiten und noch mehr Familien erreichen, die jetzt alles verloren haben",
sagt Brenner.
Jonas Brenner, Nothilfekoordinator von Caritas international für Lateinamerika
steht für Interviews zur Verfügung.
Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser
gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen
Mitgliedsverbänden.
Caritas international ruft dringend zu Spenden für die Betroffenen des Erdbebens
in Venezuela auf.
Spendenkonto:
Caritas international
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: CY02337 Erdbeben Venezuela
Online spenden: https://www.caritas-international.de/
Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Oliver Müller (verantwortlich -292), Achim Reinke
(Durchwahl -515).
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OTS: Caritas international
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