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Heidelberg (ots) - Ein teures Vergnügen war dieser Tankrabatt. Nach ersten
Berechnungen hat er uns alle 1,6 Milliarden Euro gekostet. Zumal der "Rabatt"
nicht mal überall angekommen ist. Die Ölkonzerne gaben ihn laut ifo beim Diesel
nur zu 73 Prozent weiter, den Rest gönnten sich die Ölmultis selbst. Die
Einführung des Tankrabatts war von Anfang an ein Notbehelf. Hatte doch die
"Spritpreisbremse" bereits 2022 gezeigt, wie ein Verzicht auf die Energiesteuer
ausgeht. Damals musste die Ampel schmerzlich erfahren, dass es Deutschland an
zielgenauen Mechanismen fehlt, wenn es um die Adressierung staatlicher
Hilfszahlungen an die Bürger geht. Heute - vier Jahre später - gibt es solche
immer noch nicht. Das ist der Skandal, der hintern den 1,6 Milliarden Euro des
Tankrabatts steht. Ein solcher Mechanismus hätte die Hilfen direkt an Menschen
mit kleinen Einkommen verteilen können. Die schwache Bilanz des Tankrabatts
sollte Schwarz-Rot eine Lehre sein. Es braucht schnellstmöglich einen
"Direktauszahlungsmechanismus". Denn nach der Krise ist vor der Krise.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
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