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NRW Innenminister Herber Reul: Härtere Strafen für Drogendealer

1.07.2026 07:05 Uhr WDR Newsroom

Sperrfrist: 01.07.2026 05:00 Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Köln (ots) - NRW-Innenminister Reul fordert im WDR härtere Strafen für Drogendealer

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) fordert härtere Strafen für Drogendealer. Im Interview mit dem WDR spricht sich der Minister für ein konsequenteres Vorgehen gegen den Handel mit Drogen aus.

Das Interview ist Teil eines gemeinsamen Themenschwerpunkts von WDR-Newsroom und WDR-Landesprogrammen zu den Auswirkungen von Drogenkonsum und Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen. Ein WDR-Reporter war für das YouTube-Format "Die andere Frage" an den Drogen-Hotspots in Köln und Düsseldorf unterwegs. Was er gesehen hat, ist kaum zu glauben. In Köln geht eine Kita-Gruppe an ihm vorbei, direkt neben den Kindern findet ein Drogendeal statt. Auf offener Straße, weder den Dealer, noch den Süchtigen interessiert es. In Düsseldorf hat der Reporter unter anderem Polizisten beim Einsatz in der Drogenszene begleitet. Die Beamten schildern den Umgang mit Dealern, gegen die bereits zahlreiche Anzeigen vorliegen und die trotzdem immer weiter machen. Aus ihrer Sicht stoßen die bestehenden Möglichkeiten häufig an Grenzen. Darauf angesprochen sagt Herbert Reul:

"Ich glaube schon, dass derjenige, der mit Drogen handelt oder Drogen unter die Leute bringt, das ist keine kleine Straftat, sondern lebensgefährlich. Denn da werden ja Menschen im Grunde in den Abgrund gezogen, in den Tod getrieben am Ende. Und wenn man das weiß, ist es eigentlich konsequent zu sagen, wir müssen konsequent dagegen vorgehen, wir müssen auch sanktionieren, stärker als bisher".

Die Diskussion über den Umgang mit der Drogenszene beschäftigt derzeit zahlreiche Städte in NRW. Offener Drogenkonsum, Dealer-Strukturen, sowie die Belastung von Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden und Sicherheitskräften sorgen vielerorts für Debatten, Frustration und Angst. Städte wie Dortmund, Düsseldorf oder Köln suchen nach Wegen, den Herausforderungen, vor allem durch den Vormarsch von Crack, künftig besser zu begegnen. So hatten die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf gerade erst dafür plädiert, den Handel mit kleinen Mengen zu legalisieren.

Warum Nordrhein-Westfalen besonders betroffen ist, erklärt im WDR-Themenschwerpunkt auch der Kriminologe Professor Dr. Robin Hofmann von der Universität Maastricht . Er verweist auf die geografische Lage des Landes: "Durch die nachbarschaftliche Nähe zu den Niederlanden ist NRW das perfekte Einfallstor für Drogen aus dem niederländischen Raum."

Das Interview und der Themenschwerpunkt zu den Auswirkungen von zunehmend offenem Drogenkonsum in NRW-Städten sind ab dem 1. Juli auf WDR.de und in der WDR App abrufbar, die Reportage auf YouTube "Die andere Frage". Diese wird auch am 01.07. um 22:15 Uhr im WDR Fernsehen ausgestrahlt.

Pressekontakt:

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an den WDR Newsroom, 0221-220-8787 oder newsroom-jetzt@wdr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/179961/6305610 OTS: WDR Newsroom


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - WDR Newsroom
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