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Berlin (ots) - Ein Foto der Berliner Feuerwehr mit einer Kollegin, die ein
Kopftuch trägt, hat eine Debatte ausgelöst. Diese muss geführt werden dürfen,
ohne dass reflexartig der Vorwurf der Diskriminierung erhoben wird. Das
Neutralitätsgebot richtet sich nicht gegen eine Religion, sondern umfasst
sämtliche religiösen und politischen Symbole gleichermaßen.
"Wir als dfeug Berlin-Brandenburg sehen gute Gründe für ein Neutralitätsgebot
beim Tragen hoheitlicher Abzeichen, im Einsatzdienst und im Publikumsverkehr. Es
geht nicht um Misstrauen gegenüber Beschäftigten oder Zweifel an fachlichen
Eignungen. Es geht darum, wie staatliches Handeln wahrgenommen wird", erklärt
Manuel Barth, Vorsitzender der dfeug Berlin-Brandenburg.
Ob diese Überlegungen auf den Tätigkeitsbereich der betroffenen Kollegin
zutreffen, darf bezweifelt werden. Diese Frage ist in der öffentlichen Debatte
bislang kaum gestellt worden.
Eine Behörde muss Personalentscheidungen nüchtern, rechtlich fundiert und frei
von ideologischen Zuschreibungen treffen können und zu diesen Entscheidungen
stehen. Umso unverständlicher ist die Reaktion der Feuerwehr.
"Wir sind gerade bemüht, für diesen Fall eine Klärung herbeizuführen, ob man ein
religiöses Symbol und die Uniform tragen darf." Quelle: BZ vom 29.06.2026
Diskussion in Berlin: Darf eine Feuerwehrfrau Kopftuch tragen?
(https://www.bz-berlin.de/polizei/feuerwehrfrau-traegt-kopftuch-zur-uniform)
"Die Kollegin hat sich mit Kopftuch beworben, im Auswahlverfahren überzeugt und
versieht Dienst wie jede andere Kollegin auch. Wer sich als moderner und
weltoffener Arbeitgeber präsentiert, muss auch den Mut haben, sich hinter die
eigene Einstellungsentscheidung zu stellen. Aktuell fühlt es sich an, als würde
man vor den Bus geworfen", so Barth.
"Unwahrscheinlich ist, dass es in der Absicht der Kollegin lag, Gegenstand einer
öffentlichen Debatte zu werden. Über das Neutralitätsgebot entscheidet der
Gesetzgeber, nicht die Schlagzeile des Tages. Grundsatzfragen dürfen nicht auf
dem Rücken einzelner Beschäftigter ausgetragen werden", betont Barth
abschließend.
Pressekontakt:
Manuel Barth
01732035201
mailto:m.barth@dfeug.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/173214/6306229
OTS: Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG)
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