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Wiesbaden (ots) - Die Menschen wünschen sich mehr Schutz vor den Folgen von
Extremwetter. Das zeigt eine repräsentative Studie der R+V Versicherung. Fünf
Jahre nach der verheerenden Flut an der Ahr und in der Eifel wird aber auch
deutlich: Die Bereitschaft, in Prävention zu investieren, nimmt ab.
Das Risikobewusstsein der Bevölkerung ist enorm. 95 Prozent der Befragten geben
an, dass Unwetterschäden jedes Haus in Deutschland treffen können. Das zeigt
eine Untersuchung der R+V Versicherung aus dem Juni 2026. Es ist bereits die
zweite Auflage der repräsentativen Unwetterstudie. Auffällig: Die
Risikoeinschätzung in der aktuellen Befragung deckt sich exakt mit jener aus dem
Jahr 2024. Auch damals sah eine überwältigende Mehrheit (95 Prozent) diese
Gefahr für Haus und Hof. "Die Flutkatastrophe an der Ahr und in der Eifel liegt
jetzt fünf Jahre zurück", sagt Nils Reich, Komposit-Vorstand der R+V
Versicherung. "Die Bilder von den enormen Wassermassen, von den vielen
zerstörten Häusern und das Wissen um die 180 Toten und die vielen Verletzten
sind in der kollektiven Erinnerung verankert."
44 Prozent wollen eigenes Geld in Prävention investieren
Ein weiteres Ergebnis der Studie: 44 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind
bereit, selbst Geld für Unwetter-Schutzmaßnahmen auszugeben. Die Bereitschaft,
eigene finanzielle Mittel zu investieren, ist damit bemerkenswert groß - dennoch
ist sie im Vergleich zu 2024 spürbar zurückgegangen: um 11 Prozentpunkte. Damals
war noch mehr als die Hälfte der Befragten bereit, ihr Geld in Prävention zu
investieren. "Nach zwei Jahren ohne größere Unwetterereignisse in Deutschland
tritt das Bedrohungsgefühl im Alltag zurück - es scheint für die Menschen ein
eher abstraktes Risiko geworden zu sein", sagt R+V Vorstand Reich. "Wir müssen
uns aber vergegenwärtigen: Mit dem Klimawandel steigt die Gefahr von extremen
Wetterlagen. Heftige Unwetter wird es in Zukunft wahrscheinlich häufiger geben."
Vor allem die Gefahr von eindringendem Wasser können die Bürgerinnen und Bürger
auf vielfältige Weise mindern. Diese reichen von Schwellen vor Treppenabgängen
über Rückstauklappen bis hin zu hochwasserdichten Kellerfenstern.
Überwältigende Mehrheit fordert mehr staatliche Investitionen
Groß ist der Wunsch der Bevölkerung, dass Bund, Land und Kommunen eine aktivere
Rolle bei der Prävention einnehmen. Fast 80 Prozent der Bevölkerung fordern,
dass der Staat mehr in Hochwasserschutz investiert. "Natürlich kostet
Hochwasserschutz Geld", sagt der R+V Vorstand. "Der Aufbau zerstörter
Infrastruktur nach einem Extremwetter kann für die öffentliche Hand aber
deutlich teurer werden. Was mir aber noch wichtiger ist: Der Staat trägt
Verantwortung für die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger."
Konsequenter Baustopp in hochwassergefährdeten Gebieten
Die Studie zeigt auch, dass sich die Menschen einen klaren Rahmen für mehr
Prävention wünschen: Annähernd zwei Drittel der Befragten plädieren für Vorgaben
zum unwetterangepassten Bauen und Sanieren. Und 58 Prozent - also deutlich mehr
als die Hälfte der Bevölkerung - wollen einen konsequenten Baustopp in
hochwassergefährdeten Gebieten. "Prävention ist von zentraler Bedeutung, um das
Ausmaß der Schäden nach einem Unwetter möglichst gering zu halten", erklärt R+V
Vorstand Reich. "Die Ergebnisse dieser Studie sollten der Politik Mut machen,
klare Entscheidungen für mehr Prävention im Hochwasserschutz zu treffen."
Für die repräsentative Erhebung hat die R+V vom 16. Juni bis zum 19. Juni 2026
online 1.000 Personen befragt.
Pressekontakt:
Gesa Fritz
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OTS: R+V Versicherung AG
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