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Nürnberg (ots) - "Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen vor allem aus
jahreszeitlichen Gründen im Juli spürbar zu. Insgesamt setzt sich am
Arbeitsmarkt die schwache Entwicklung der letzten Monate fort", sagte der
Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Daniel Terzenbach, heute
anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
Arbeitslosenzahl im Juli:
+71.000 auf 3.007.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:
+28.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:
+0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent
Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Mit Beginn der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit im Juli 2026 um 71.000 auf
3.007.000 gestiegen. Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 6.000
höher. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.
Verglichen mit dem Juli des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 28.000
höher; die Arbeitslosenquote hat sich im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte
erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte
Erwerbslosenquote belief sich im Juni auf 4,0 Prozent.
Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die
Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher
ein umfassenderes Bild. Sie blieb saisonbereinigt im Juli gegenüber dem Vormonat
unverändert. Mit 3.645.000 war sie um 28.000 höher als vor einem Jahr.
Kurzarbeit
Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den
voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1.
bis einschließlich 27. Juli für 25.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit
angezeigt.
Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Mai 2026 zur
Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für
126.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 16.000
weniger als im Vormonat und rund 100.000 weniger als vor einem Jahr.
Erwerbstätigkeit und Beschäftigung
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen
(nach dem Inlandskonzept) im Juni 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um
23.000 verringert. Mit 45,71 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr
um 225.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von
April auf Mai 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 12.000
gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,83 Millionen Beschäftigten um
69.000 niedriger. 7,59 Millionen Personen hatten im Mai 2026 eine geringfügig
entlohnte Beschäftigung, 57.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,07
Millionen ausschließlich und 3,52 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt
beschäftigt.
Arbeitskräftenachfrage
Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter schwach. Im Juli waren 653.000
Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 25.000 mehr als vor einem Jahr. Der
BA-Stellenindex (BA-X) - ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in
Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang
berücksichtigt - blieb im Juli 2026 unverändert bei 103 Punkten. Im Vergleich
zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 4 Punkte höher aus.
Geldleistungen bei Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit
1.108.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Juli 2026
Arbeitslosengeld, 107.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen
Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Juli auf 3.775.000.
Gegenüber Juli 2025 war dies ein Rückgang um 121.000 Personen. 6,9 Prozent der
in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit
hilfebedürftig.
Ausbildungsmarkt
Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern
418.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet,
4.000 mehr als im Vorjahresmonat. 126.000 haben bis Juli mitgeteilt, dass ihre
Ausbildungssuche erfolgreich war, 11.000 weniger als vor einem Jahr. 147.000
haben weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik
weist insgesamt 437.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Das waren 35.000
weniger als im Juli 2025. 162.000 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt. Im
Juli ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung. Über die Sommermonate werden
Ausbildungssuchende noch eine Ausbildungsstelle finden und Betriebe
Ausbildungsstellen besetzen.
Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter
https://statistik.arbeitsagentur.de/ .
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OTS: Bundesagentur für Arbeit (BA)
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