|
Frankfurt (ots) - Boris Rhein wird als Kandidat für das Amt des
Bundespräsidenten gehandelt. Derartige Spekulationen sind sechs Monate vor der
Wahl des nächsten Staatsoberhauptes nicht unüblich. Und obwohl Rhein bisher
keine bundespolitischen Ambitionen hat erkennen lassen, kann es nicht
überraschen, dass der 54-Jährige aus Sicht der CDU als konservativer Jurist,
früherer Kommunalpolitiker und unumstrittener Ministerpräsident grundsätzlich
für das Amt infrage kommt. Ob der stets jovial auftretende Rhein, dem das
Repräsentieren liegt, echte Chancen auf das höchste Amt der Republik hat, steht
dagegen auf einem ganz anderen Blatt. Das Ringen um Kandidatinnen und Kandidaten
ist ein Machtstreit zwischen Union und SPD, aber gleichzeitig auch zwischen CDU
und CSU. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Rheins Name aus der CDU lanciert
wurde, um Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu zeigen, dass seine Favoritin
Ilse Aigner beileibe keine Selbstläuferin ist.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6328045
OTS: Frankfurter Rundschau
|