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Berlin/Bonn (ots) - Nach dem Fund einer Drohne am Leipziger Flughafen, die laut
Landeskriminalamt mit einer Sprengvorrichtung versehen war, äußert sich
Verteidigungs- und Sicherheitsexperte Nico Lange gegenüber dem Fernsehsender
phoenix: "Ich glaube, dass das bei hybriden Angriffen in der Natur der Sache
liegt, dass man sich nicht auf den Standpunkt stellen kann: Da muss jetzt
erstmal alles sozusagen gerichtsfest bewiesen werden, von wem das kommt. Das
passt ins Schema der russischen hybriden Angriffe gegen Deutschland. Das ist
sehr wahrscheinlich, dass das ein solcher hybrider Angriff war."
Der Gründer und Direktor vom Institut für Risikoanalysen und Internationale
Sicherheit sagt weiter, dass Deutschland bisher über zu wenig Instrumente
verfüge, "um Drohnen zuverlässig zu erkennen und nachzuverfolgen. Und wir wehren
uns nicht im hybriden Krieg gegen Russland. Es hat also für Russland keine
Folgen, wenn es solche Dinge tut." Es benötige elektrooptische und akustische
Sensoren, um Drohnen zu erkennen und klassifizieren zu können. Darüber hinaus
brauche es auch Instrumente, um Russland für diese hybriden Angriffe zu
bestrafen. Seit Jahren gebe es hybride Angriffe. "Dazu gehören Drohnen,
Überfälle, Sabotage, Brandstiftung, sogar Morde gab es zum Beispiel im Berliner
Tiergarten", so Lange. Diese seien immer unterhalb der Schwelle von klassischer
Kriegsführung. Ohne wehrhafte Reaktionen Deutschlands gefährde man deshalb
Infrastrukturen wie Flughäfen.
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