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Chianciano Terme / Osterode am Harz (ots) - Die deutsche Bildhauerin,
Journalistin und Autorin Marita Vollborn (https://maritavollborn.art) wird ihre
Bronzeskulptur "
https://www.saatchiart.com/en-de/print/Sculpture-ARES/2933753/13928353/view " ab
dem kommenden Samstag, 15. August 2026, auf der 9. Chianciano Biennale in der
Toskana zeigen. Gleichzeitig betont sie öffentlich, die Arbeit derzeit nicht in
den USA ausstellen zu wollen.
Vollborn, 1965 in Erfurt in der damaligen DDR geboren, begründet ihre
Entscheidung mit der Erosion institutioneller Checks and Balances und der Sorge
um die Bedingungen für kritischen Diskurs.
"Das amerikanische Volk hat seinen Präsidenten demokratisch gewählt. Diese
Entscheidung ist zu respektieren", erklärt sie. "Was jedoch nicht akzeptiert
werden darf, ist die Aushöhlung jener Gegengewichte, die verhindern, dass Macht
ohne Begrenzung agiert - besonders in der Außenpolitik." Sie verweist auf
Großmacht-Rhetorik und die beiläufige Erwägung militärischer Optionen gegen
souveräne Territorien. Kriege und Kriegsdrohungen seien ein No-Go.
Ihre Zurückhaltung sei kein Boykott aus Feindseligkeit, sondern eine bewusste
Entscheidung aus Prinzip: Kunst dürfe problematische Entwicklungen nicht
schönreden.
"ARES", 2015 entstanden und in limitierter Bronze-Edition gegossen, trägt den
Namen des griechischen Kriegsgottes. Die Skulptur (ca. 34 × 29 × 30 cm) stellt
keine idealisierte Figur dar, sondern die ungezügelte, blutrünstige Kraft von
Militarismus, Gewalt und Profitgier. Sie gehört zum Projekt " Sinn und Scherben
(https://sense-and-sherds.com) ", in dem Vollborn seit 2010 rund 50 Ton- und
Bronzearbeiten zu menschlichen Ambivalenzen geschaffen hat.
"Kunst muss unbequeme Wahrheiten benennen", sagt die Künstlerin. "ARES ist meine
Antwort auf eine Welt, die weiterhin von Krieg und Gier geprägt ist."
Vom 15. bis 29. August 2026 ist die Arbeit im Rahmen der Chianciano Biennale
(https://biennalechianciano.org/en/) im Chianciano Art Museum und in den
Galerien der historischen Altstadt zu sehen. Etwa 300 internationale
Künstlerinnen und Künstler nehmen an der renommierten Ausstellung teil. Vollborn
freut sich ausdrücklich, wenn amerikanische Besucherinnen und Besucher die
Skulptur dort erleben: nicht als Anklage gegen eine Nation, sondern als Spiegel
menschlicher Gewaltfähigkeit und der Strukturen, die davon profitieren.
Marita Vollborns Plastiken sind auch auf Saatchi Art
(https://www.saatchiart.com/en-de/account/artworks/2933753) und Singulart
(https://www.singulart.com/en/artist/marita-vollborn-84627) zu finden.
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