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München (ots) - Der Energiepreisindex der vbw - Vereinigung der Bayerischen
Wirtschaft e. V. ist im zweiten Quartal 2026 um 14,2 Prozent gestiegen und lag
bei durchschnittlich 132,9 Punkten . Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 lagen
die Energiepreise um durchschnittlich 19,3 Prozent höher und verglichen mit dem
Durchschnitt des Jahres 2019 - dem letzten Jahr vor der Coronakrise - sogar um
fast 60 Prozent höher. "Haupttreiber für den starken Anstieg im zweiten Quartal
ist der seit März dieses Jahres anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem
Iran . Ohne eine dauerhafte Friedenslösung und freien, ungehinderten
Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wird unsere Wirtschaft weiterhin
erheblich belastet", betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Teilindex für Primärenergie lag im zweiten Quartal 2026 mit durchschnittlich
135,5 Punkten um fast ein Viertel (+24,5 Prozent) höher als im ersten Quartal.
Während die Erzeugerpreise für Braunkohle (+4,9 Prozent) leicht und die
Einfuhrpreise für Steinkohle (+9,7 Prozent) moderat zulegten, stiegen die Preise
für importiertes Erdöl sprunghaft um fast ein Drittel (+32,5 Prozent) an.
"Verglichen mit dem Durchschnitt des Jahres 2019 lagen die Preise für
Primärenergieträger im zweiten Quartal 2026 mit einem Plus von 69,6 Prozent um
über zwei Drittel höher als vor der Corona-Pandemie. Dieser massive Anstieg der
Kosten beeinträchtigt die Produktion, schmälert Investitionsspielräume und
verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts erheblich", so Brossardt.
Der Teilindex für Sekundärenergie stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem
Vorquartal um 5,1 Prozent auf 130,3 Punkte an. Die Preise der verschiedenen
Sekundärenergieträger entwickelten sich sehr unterschiedlich. Während die
Einfuhrpreise für Strom zurückgingen (-6,4 Prozent), stiegen die Erzeugerpreise
für Diesel merklich (+7,9 Prozent) und die für Flüssiggas (+36,8 Prozent) stark
an. Im Vergleich zum Durchschnitt des Jahres 2019 lag der Preisindex für
Sekundärenergie im zweiten Quartal 2026 um rund die Hälfte (+48,6 Prozent)
höher. "Dabei ist zu berücksichtigen, dass die im Mai und Juni noch geltende
Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin zum Juli ausgelaufen ist. Dies
spiegelt sich in den Quartalswerten noch nicht wider", erläutert Brossardt.
Die vbw fordert eine deutliche Senkung der Energiekosten , um die Unternehmen in
Bayern zu entlasten. "Dazu gehören eine dauerhafte Absenkung der Stromsteuer für
die gesamte Wirtschaft sowie das Aussetzen des nationalen CO2-Preises . Die
hohen Energiepreise sind ein massiver Standortnachteil . Ohne schnelle und
wirksame Entlastungen droht eine weitere Schwächung unserer industriellen Basis.
Wir müssen von der Deindustrialisierung zur Reindustrialisierung übergehen",
fordert Brossardt.
Basisjahr für den vbw Energiepreisindex ist 2021 (2021=100). Weitere
Erläuterungen zum vbw Energiepreisindex finden Sie unter
www.vbw-bayern.de/Energiepreisindex (https://www.vbw-bayern.de/vbw/Themen-und-Se
rvices/Energie-Klima/Energie/vbw-Energiepreisindex.jsp)
Pressekontakt:
Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203,
mailto:charlotte.offermann@vbw-bayern.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6334997
OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
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