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Halle (ots) - Der laufende Umbau des MDR-Funkhauses Halle zu einem crossmedialen
Medienhaus ist aus Sicht von MDR-Intendant Ralf Ludwig überflüssig. "Wenn wir
alles wie geplant umsetzen, wird das gegenwärtig rund 15 Millionen Euro kosten.
Hinzu kommen Betriebskosten von fünf Millionen Euro jährlich", sagte Ludfwig der
in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Wochenendausgabe).
Er selbst würde dieses Geld lieber anders verwenden. "Aber aufgrund der Vorgaben
im MDR-Vertrag müssen wir in Halle neben den Redaktionen auch teure
Produktionstechnik vorhalten, also Fernseh- und Radiostudios, Notstromversorgung
und vieles mehr, was wir im Zuge des technischen Fortschritts nicht zwingend
benötigen würden. Denn in Magdeburg ist das alles schon da."
Ludwig plädiert dafür, dass der Staatsvertrag für jedes der drei Länder
Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen nur noch einen Standort vorschreibt.
"Hätten wir in jedem Land nur noch einen Standort, könnten wir dieses Geld ins
Programm stecken und nicht in Beton."
Redaktionell werde der MDR immer in Halle vertreten sein, betonte Ludwig. Es
gehe nicht um einen Abzug von Arbeitsplätzen aus Halle. "Wir könnten sogar
hochwertigere Arbeitsplätze dort haben, mehr programmprägende Mitarbeiter. Mir
wäre das lieber", sagte Ludwig der MZ. "Die jetzige Infrastruktur ist ein Klotz
am Bein."
Pressekontakt:
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Hagen Eichler
Telefon: 0391 400 66 94 11
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OTS: Mitteldeutsche Zeitung
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