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Frank Thelen verkauft alle Bitcoins - doch ist Aussteigen jetzt wirklich die richtige Entscheidung? (FOTO)

25.08.2026 15:21 Uhr Investmentpunk Academy GmbH

Wien (ots) - Frank Thelen galt lange als einer der bekanntesten Bitcoin-Befürworter Deutschlands. Umso größer ist die Aufmerksamkeit für seinen aktuellen Schritt: Der Tech-Investor hat nach eigenen Angaben sämtliche Bitcoin-Bestände verkauft - privat und in seinen Fonds. Als Gründe nennt er unter anderem mögliche Risiken durch Quantencomputer sowie veränderte Einschätzungen zur weiteren Entwicklung von Bitcoin.

Die entscheidende Frage für Investoren ist jetzt aber nicht, warum Frank Thelen verkauft hat. Die entscheidende Frage ist, ob sich an der eigenen Investmentthese etwas verändert hat. Wer nur wegen prominenter Namen kauft oder verkauft, folgt Meinungen statt einer Strategie. Nachfolgend erfahren Sie, was Anleger aus Thelens Entscheidung lernen können, wann ein Verkauf sinnvoll ist und warum erfolgreiche Investoren oft zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen.

Ein Kursrückgang widerlegt noch keine Investmentthese

Die jüngsten Entwicklungen zeigen, wie schnell sich die Stimmung am Kryptomarkt drehen kann. Nachdem Bitcoin zuvor Kurse von mehr als 120.000 US-Dollar erreicht hatte, folgte eine deutliche Korrektur. Zeitweise notierte die Kryptowährung nur noch bei rund 60.000 US-Dollar. Auch Ethereum und Solana gerieten erheblich unter Druck.

Solche Bewegungen wirken dramatisch, sind bei Kryptowährungen jedoch nicht ungewöhnlich. Bitcoin hat in früheren Zyklen mehrfach einen großen Teil seines Wertes verloren und anschließend neue Höchststände erreicht. Das garantiert keine erneute Erholung. Die Vergangenheit zeigt aber, dass ein starker Kursverlust allein eine langfristige Investmentthese nicht widerlegt.

Zudem beschränkten sich die Turbulenzen nicht auf Kryptowährungen. Auch einzelne Technologieaktien sowie Gold und Silber verzeichneten deutliche Rückgänge. Erwartungen an die Geldpolitik, hohe langfristige Zinsen und gehebelte Positionen können solche Bewegungen zusätzlich verstärken. Gerade am Kryptomarkt führen Zwangsliquidationen mitunter dazu, dass Abwärtsbewegungen besonders heftig ausfallen.

Entscheidend ist der Grund für das Investment

Anleger sollten deshalb zwischen Kursentwicklung und Investmentthese unterscheiden. Wer Bitcoin etwa aufgrund seines begrenzten Angebots und als langfristigen Schutz vor Geldentwertung gekauft hat, sollte prüfen, ob diese Annahmen weiterhin gelten. Wer dagegen lediglich auf kurzfristig steigende Kurse gesetzt hat, kann zu einem anderen Ergebnis kommen.

Darin liegt die wesentliche Lehre aus Thelens Entscheidung. Ein Investor kann neue Risiken bewerten und zu dem Schluss kommen, dass das Verhältnis zwischen Chance und Risiko für ihn nicht mehr stimmt. Daraus folgt jedoch keine allgemeingültige Verkaufsempfehlung. Andere Anleger können dieselben Entwicklungen betrachten und dennoch investiert bleiben.

Schließlich unterscheiden sich Anlagehorizont, Risikotoleranz und Vermögensstruktur erheblich. Ein Fondsmanager trifft Entscheidungen unter anderen Voraussetzungen als ein Privatanleger, der Bitcoin lediglich als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio hält.

Wann ein Verkauf sinnvoll sein kann

Ein Ausstieg sollte daher weniger von Schlagzeilen als von nachvollziehbaren Kriterien abhängen. Hat sich die ursprüngliche Investmentthese fundamental verändert, kann ein Verkauf konsequent sein. Gleiches gilt, wenn eine Position einen zu großen Anteil am Gesamtvermögen einnimmt oder das investierte Kapital benötigt wird.

Problematisch wird es hingegen, wenn Anleger erst nach starken Verlusten feststellen, dass sie die Schwankungen nicht aushalten. Hohe Volatilität gehört bei Bitcoin zum Risikoprofil. Wer deshalb in fallenden Märkten verkaufen muss, hat möglicherweise bereits bei Positionsgröße oder Fremdfinanzierung zu hohe Risiken gewählt.

Besonders der Leverage-Effekt kann zum Problem werden. Während ungehebelte Anleger Kursverluste grundsätzlich aussitzen können, können kreditfinanzierte Positionen zu Verkäufen zwingen. Eine angemessene Positionsgröße und ausreichende Liquidität sind deshalb wichtiger als der Versuch, den Tiefpunkt exakt vorherzusagen.

Zwischen Ausstieg und All-in gibt es Alternativen

Auch wer langfristig von Bitcoin überzeugt bleibt, muss nach einem Crash nicht sofort aggressiv zukaufen. Frühere Zyklen zeigen, dass nach starken Korrekturen weitere Verluste möglich sind. Ebenso könnte ein wesentlicher Teil des Rückgangs bereits hinter dem Markt liegen.

Eine mögliche Strategie besteht deshalb darin, Positionen schrittweise aufzubauen. So bleibt Kapital verfügbar, falls die Kurse weiter fallen. Gleichzeitig ist der Anleger bereits investiert, wenn die Erholung früher einsetzt.

Dabei sollte Bitcoin nicht mit dem gesamten Kryptomarkt gleichgesetzt werden. Zahlreiche kleinere Kryptowährungen verfügen weder über dieselbe Marktstellung noch über vergleichbare Netzwerkeffekte. Dass sich Bitcoin nach früheren Einbrüchen erholt hat, bedeutet nicht, dass dies für jeden Altcoin gilt.

Die eigene Strategie zählt

Frank Thelens Verkauf ist eine relevante Information, aber kein Ersatz für eine eigene Investmentstrategie. Der Ausstieg eines bekannten Investors beweist ebenso wenig das Ende von Bitcoin, wie der Einstieg eines prominenten Investors steigende Kurse garantiert.

Entscheidend sind vielmehr einige grundlegende Fragen: Warum halte ich Bitcoin? Welche Annahmen müssen gelten, damit das Investment sinnvoll bleibt? Welche Verluste kann ich verkraften? Und welchen Anteil meines Vermögens möchte ich einem volatilen Vermögenswert aussetzen?

Wer darauf klare Antworten hat, muss seine Strategie nicht mit jeder Schlagzeile ändern. Verändert sich dagegen die fundamentale Einschätzung, kann auch ein Verkauf konsequent sein. Langfristiges Investieren bedeutet schließlich nicht, unbegrenzt an einer Position festzuhalten, sondern Entscheidungen auf Basis einer klaren Investmentthese zu treffen und diese regelmäßig kritisch zu überprüfen.

Über Gerald Hörhan:

Gerald Hörhan ist mit Einzimmerwohnungen zum Millionär geworden und ist der festen Ansicht, dass 90 Prozent der Menschen ebenso dazu in der Lage sind. Mit der Gründung der Investment Punk Academy hat er einen Ort geschaffen, an dem die Teilnehmer lernen, wie sie ihre finanzielle Freiheit systematisch planen. Damit holt er nach, was im Bildungssystem versäumt wird. Schließlich wird nirgends der richtige Umgang mit Geld gelehrt. Mit der Investmentpunk Academy konnte er mittlerweile über 100.000 Menschen Finanzen lehren und ihnen helfen, auf diesem Weg ihre Ziele zu realisieren. Mehr Informationen unter: https://www.investmentpunk.com/

Pressekontakt:

Investmentpunk Academy GmbH Gerald B. Hörhan E-Mail: mailto:support@investmentpunk.academy Webseite: https://www.investmentpunk.com/

Ruben Schäfer E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/172208/6339608 OTS: Investmentpunk Academy GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Investmentpunk Academy GmbH
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