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Berlin (ots) - Die Ausladung der Band Alphaville vom Glücksgefühle-Festival ist
ein bedenkliches Signal. Wer Künstler:innen faktisch dafür sanktioniert, dass
sie sich für Demokratie, Toleranz und gegen Rechtsextremismus einsetzen,
verkennt die Bedeutung von Kunst- und Meinungsfreiheit für unsere offene
Gesellschaft.
Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher:
"Kunst und Kultur sind keine politikfreien Räume. Künstler:innen haben das
Recht, sich zu gesellschaftlichen Entwicklungen zu äußern, Haltung zu zeigen und
für die Werte unseres Grundgesetzes einzutreten. Dazu gehören die Verteidigung
der Demokratie, der Einsatz für Menschenwürde und die klare Abgrenzung von
Rechtsextremismus.
Die Berichte über die Ausladung von Alphaville vom Glücksgefühle-Festival sind
deshalb irritierend. Nach den öffentlichen Darstellungen erfolgte die Absage,
weil die Band nicht zusichern wollte, auf politische Äußerungen auf der Bühne zu
verzichten. Hintergrund sind insbesondere wiederholte Stellungnahmen von Sänger
Marian Gold für Demokratie, Toleranz und gegen rechtsradikale Tendenzen.
Selbstverständlich entscheiden private Veranstalter eigenverantwortlich über ihr
Programm. Gleichzeitig sollte klar sein: Wer sich für Demokratie und gegen
Menschenfeindlichkeit einsetzt, betreibt keine parteipolitische Agitation. Er
verteidigt Werte, die die Grundlage unseres Zusammenlebens bilden.
Gerade in Zeiten, in denen demokratische Institutionen und der gesellschaftliche
Zusammenhalt unter Druck stehen, brauchen wir Künstler:innen, die ihre Stimme
erheben. Kultur hat immer auch die Aufgabe, Debatten anzustoßen, Haltung zu
zeigen und Räume für Verständigung zu schaffen. Wer sich für Freiheit, Vielfalt
und Demokratie engagiert, verdient Respekt und Unterstützung statt Ausladung."
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