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Wiesbaden (ots) - Ein drückender Schmerz an den Schläfen, ein Ziehen im Nacken
oder wiederkehrende Kopfschmerzattacken: Kopfschmerzen gehören für viele
Menschen zum Alltag und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Doch Schmerz ist nicht gleich Schmerz - und gerade deshalb lohnt sich ein
genauer Blick auf mögliche Auslöser und Zusammenhänge.
Anlässlich des Weltkopfschmerztages am 5. September weist der Verband der
Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. darauf hin, wie wichtig eine sorgfältige
Einordnung von Kopfschmerzen ist. Denn hinter Beschwerden können ganz
unterschiedliche Ursachen und Einflussfaktoren stehen.
"Bei Kopfschmerzen gilt es, genau hinzuschauen", sagt VOD-Vorsitzende Prof.
Marina Fuhrmann. "Wann treten die Beschwerden auf? Wie lange dauern sie an? Gibt
es Begleitsymptome? Und liegen möglicherweise bereits ärztliche Befunde vor?
Eine gründliche Anamnese und Diagnostik sind die Grundlage, um Beschwerden
verantwortungsvoll einzuordnen und zu entscheiden, ob eine osteopathische
Behandlung sinnvoll sein kann, beziehungsweise weitere ärztliche Abklärung
erforderlich ist."
Kopfschmerzen haben viele Gesichter
Die Medizin unterscheidet verschiedene Formen von Kopfschmerzen. Zu den
häufigsten primären Formen gehören Spannungskopfschmerzen und Migräne. Daneben
gibt es weitere, seltenere Kopfschmerzarten. Kopfschmerzen können aber auch als
Folge oder Begleitsymptom anderer Erkrankungen auftreten. Gerade bei akuten,
ungewöhnlich starken oder plötzlich auftretenden Schmerzen sowie bei weiteren
auffälligen Symptomen ist eine ärztliche Abklärung besonders wichtig. Auch bei
wiederkehrenden Schmerzen können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen.
Stress und Belastung, Schlafmangel, einseitige Bewegungsmuster oder
Verspannungen können ebenso Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden haben, wie
Beschwerden im Bereich von Kiefer, Nacken oder anderen Körperregionen.
Den Menschen als Ganzes betrachten
Die Osteopathie betrachtet den Körper in seinen funktionellen Zusammenhängen.
Deshalb richtet sich der Blick bei Kopfschmerzen nicht ausschließlich auf den
Kopf. Im Rahmen einer osteopathischen Untersuchung können unter anderem
Beweglichkeit, Spannungsverhältnisse und mögliche funktionelle Zusammenhänge im
gesamten Körper betrachtet werden. Dazu gehören beispielsweise der Bereich von
Schädel, Kiefer und Halswirbelsäule, aber auch Haltung und Bewegungsmuster
anderer Körperregionen und Organe.
"Der Ort des Schmerzes muss nicht zwangsläufig mit dem Ort eines möglichen
Einflussfaktors identisch sein", erklärt Prof. Marina Fuhrmann. "Deshalb
untersuchen Osteopathinnen und Osteopathen den Menschen immer individuell und im
Gesamtzusammenhang." Eine osteopathische Behandlung kann - abhängig von der
individuellen Situation und nach entsprechender Abklärung - eine mögliche
ergänzende Maßnahme bei funktionell bedingten Kopfschmerzen sein. Dabei geht es
nicht darum, für jeden Kopfschmerz eine einfache Ursache oder eine pauschale
Lösung zu suchen.
Zusammenarbeit und Veränderungen im Alltag
Osteopathinnen und Osteopathen arbeiten deshalb interdisziplinär: bei Bedarf mit
Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren therapeutischen Fachrichtungen zusammen.
Neben der individuellen Behandlung können auch Anpassungen im Alltag eine Rolle
spielen. Ausreichende Bewegung, Erholungsphasen, ein bewusster Umgang mit Stress
und eine gute Beobachtung persönlicher Auslöser können dabei helfen, die eigenen
Beschwerden besser einzuordnen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch
immer von der jeweiligen Person und ihrer individuellen Situation ab.
Gut zu wissen:
Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der
Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den
Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner
Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt
vorbeugend.
Hintergrund:
Als deutscher Bundesverband für Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als
7.000 Mitgliedern setzt sich der VOD e.V. für Patientensicherheit und
Verbraucherschutz ein. Der VOD fordert hierfür eine berufsgesetzliche Regelung
und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ
höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und
neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt Qualitätssicherung im Interesse
der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen.
Über 2,8 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Fast
100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.
Weitere Informationen:
Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
Wilhelmstraße 42
65183 Wiesbaden
Telefon: 0 611 / 5808975 - 0
mailto:info@osteopathie.de
http://www.osteopathie.de/
Pressekontakt:
Michaela Wehr
Tel. 0 15 20 / 2 14 71 05
mailto:presse@osteopathie.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/79623/6345502
OTS: Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
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