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Hamburg (ots) - Norddeutschland als Versuchsfeld für gesellschaftliches
Miteinander: Im Rahmen des NORDLICHTER-Programms von NDR, MOIN Filmförderung und
nordmedia werden drei Nachwuchsprojekte mit jeweils 1,15 Millionen Euro
unterstützt. In Hamburg gehen mit Konsumkritik und Augenzwinkern die zwei Filme
"Das war meins" und "Unter Mietern" in den Dreh, in Niedersachsen soll der
dystopische Survival-Thriller "Elias" realisiert werden.
In der Komödie Das war meins von der Hamburger Regisseurin Carly Coco stehlen
eine verbitterte Personal-Managerin und ein desillusionierter Logistiker
dasselbe Fahrrad immer wieder hin und her. Ihr Kleinkrieg wird zu einer
Rebellion gegen das kapitalistische Arbeitssystem und Ausdruck ihrer verlorenen
Träume. Das Drehbuch schreibt der Hamburger Autor Silas Matthes. Produziert wird
der Film von Julia Meyer-Pavlovic und Denis Pavlovic (Glass Frog Film) aus
Hamburg.
Ein Survival-Thriller, der in Niedersachsen spielen wird: Filmemacher und
Hamburg Media School-Absolvent Reza Sam Mosadegh setzt den 36-jährigen Elias ins
Zentrum seines Kammerspiels. In einer Welt im Ausnahmezustand, in der die
politischen Kräfte Freiheit und Menschlichkeit untergraben haben, muss Elias
langsam wieder lernen, dass ohne Vertrauen und Zusammenhalt eine hoffnungsvolle
Zukunft nicht möglich ist. Produziert wird der Film von Lisa Herbers und Verena
Gräfe-Höft (Junafilm) aus Hamburg.
Um das Thema Wohnungsnot geht es in dem sozialkritischen Thriller Unter Mietern
von Regisseur Simon Schneider und Drehbuchautor Dario Haramustek. Ferhat und
Laila sind ein Paar. Zusammen mit ihrem einjährigen Sohn ziehen sie nach
Hamburg. Nach dem Umzug in die neue Wohnung stehen plötzlich zwei ältere Leute
in der Tür, die behaupten, die eigentlichen Mieter*innen der Wohnung zu sein.
Sie alle sind Opfer eines großen Betrugs und werden in einen Konkurrenzkampf um
den knappen Wohnraum gedrängt.
Mehr zum NORDLICHTER-Programm
Bereits seit 2014 fördern NDR, MOIN Filmförderung und nordmedia mit dem
NORDLICHTER-Nachwuchsprogramm junge Talente aus Niedersachsen, Bremen,
Schleswig-Holstein und Hamburg. Neben der finanziellen Förderung gibt es
Unterstützung von Branchenprofis und die Einbindung in ein starkes Netzwerk. Die
Filme werden redaktionell im NDR betreut. Nach einer möglichen Kino- und
Festivalauswertung werden die Filme im NDR Fernsehen und der ARD-Mediathek
veröffentlicht.
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