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Osnabrück (ots) - Die stellvertretende Fraktionschefin der
Grünen-Bundestagsfraktion Julia Verlinden fordert eine Prüfung der Kooperation
zwischen einem russischen Staatskonzern und der Brennelemente-Fabrik ANF zur
Produktion von Kernbrennstoffen auf deutschem Boden. "Ich fordere die
Bundesregierung auf, eine neue Sicherheitsbewertung der Atomfabrik in Lingen
vorzunehmen", sagte Verlinden im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(noz).
Nachdem die Bundesregierung Russland für den Sprengstoffanschlag auf den
Flughafen Leipzig verantwortlich gemacht habe, müssten die Risiken der
Beteiligung eines russischen Staatskonzerns an der Produktion von
Kernbrennstoffen auf deutschem Boden dringend neu bewerten, so Verlinden
gegenüber noz. "Es kann nicht sein, dass Mitarbeiter eines Staates, der
Deutschland längst nicht mehr nur hybrid bedroht, in einer niedersächsischen
Atomfabrik ein- und ausgehen."
Durch eine bundespolitische Neubewertung von Sicherheitsfragen könne die
Genehmigung der Atomanlage in Lingen geändert und der Einfluss Russlands
unterbunden werden, sagte Verlinden noz. "Nicht zuletzt sind strengere
Sicherheitsvorkehrungen in Lingen auch eine Frage der Glaubwürdigkeit gegenüber
unseren europäischen Partnern zum Beispiel in Nordeuropa und im Baltikum."
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