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Alflen (ots) - Früh gründen, schnell wachsen, hohe Umsätze erzielen: Für viele
junge Unternehmer ist Erfolg längst auch eine Frage der Geschwindigkeit. Was
dabei leicht aus dem Blick gerät, ist der persönliche Preis hinter dem
sichtbaren Aufstieg. Emilio Donaubauer kennt beide Seiten. Bereits als
Jugendlicher verdiente er mit digitalen Dienstleistungen mehrere Tausend Euro im
Monat - heute blickt der Seriengründer deutlich differenzierter auf diese Jahre.
Was passiert, wenn Erfolg früh kommt, aber das eigene Leben mit diesem Tempo
nicht Schritt hält?
Junge Gründer begegnen heute einer Geschäftswelt, in der Erfolge permanent
sichtbar sind. Umsätze, Reichweite, Wachstum und Status werden öffentlich
geteilt und schaffen schnell den Eindruck, unternehmerischer Fortschritt müsse
vor allem eines sein: schnell. Wer bereits in jungen Jahren wirtschaftlich
erfolgreich ist, erhält Anerkennung und neue Möglichkeiten. Weniger sichtbar
bleibt, was passieren kann, wenn Leistung zum bestimmenden Maßstab für den
eigenen Wert wird. Beziehungen, Familie und Erholung geraten dann leicht in den
Hintergrund, während der nächste geschäftliche Meilenstein schon wartet.
Besonders problematisch wird es, wenn äußerer Erfolg und innere Stabilität immer
weiter auseinanderdriften. Emilio Donaubauer hat diese Erfahrung früh gemacht.
"Ich hatte Geld verdient und konnte mir Dinge leisten, die für mein Alter alles
andere als selbstverständlich waren. Gleichzeitig hatte ich mein eigenes Leben
überhaupt nicht im Griff. Wenn nur noch Arbeit, Leistung und der nächste Erfolg
zählen, verliert man irgendwann den Blick dafür, was man dafür eigentlich
aufgibt", erklärt er.
"Heute bedeutet Erfolg für mich nicht mehr, möglichst viel zu arbeiten oder
anderen mit Geld und Status zu beweisen, dass ich etwas erreicht habe.
Entscheidend ist, was man langfristig aufbaut und welche Verantwortung man dabei
übernimmt", so Emilio Donaubauer weiter. Diese Perspektive ist das Ergebnis
eines Unternehmer-Werdegangs, der ungewöhnlich früh begann. Heute ist der
27-Jährige Gründer der EmilioMindless GmbH und Inhaber der Mindless Empire GmbH,
über die er Firmenanteile und Beteiligungen bündelt. Als Seriengründer
beschäftigt er sich vor allem mit Branding, Vermarktung, Nachfrageaufbau und
Skalierung. Seine ersten Schritte in diese Richtung machte er allerdings bereits
mit 13 Jahren - ohne ausgearbeiteten Businessplan oder klassische Gründungsidee.
Ausgangspunkt waren Gaming, YouTube und der Wunsch, eigene Inhalte besser zu
gestalten. Daraus entstand zunächst eine gefragte Fähigkeit, später ein Geschäft
und schließlich eine Unternehmerrolle, deren Bedeutung Emilio Donaubauer heute
anders bewertet als noch in seinen ersten Erfolgsjahren.
Vom Gaming-Zimmer zum ersten eigenen Geschäft
Für Emilio Donaubauer begann alles mit Call of Duty und YouTube. Weil er eigene
Inhalte veröffentlichen wollte, brachte er sich selbst bei, mit Photoshop zu
arbeiten und Designs, Grafiken und Thumbnails zu erstellen. Über die
Gaming-Szene knüpfte er unter anderem erste Kontakte zu einigen der damals
größten deutschen Gaming-Influencer. Über mehrere Jahre arbeitete er in diesem
Umfeld zunächst kostenlos. Geld zu verdienen stand für ihn zu dieser Zeit nicht
im Vordergrund. Erst als seine Arbeiten zunehmend weiterempfohlen wurden,
entstanden daraus nach und nach bezahlte Aufträge. Noch aus seinem Kinderzimmer
heraus gestaltete Donaubauer Banner und Thumbnails für größere Influencer,
schnitt Videos und unterstützte bei der Organisation von Content und
Kooperationen. "Am Anfang ging es mir überhaupt nicht darum, damit Geld zu
verdienen oder Unternehmer zu werden. Ich hatte Spaß an der Arbeit und wollte
immer besser darin werden. Dass daraus irgendwann ein Geschäft entstehen würde,
war damals überhaupt nicht mein Plan", erinnert er sich.
Mit der Zeit interessierte ihn zunehmend, warum bestimmte Designs funktionieren
und andere nicht. Er beschäftigte sich mit der Wirkung von Farben, mit
Wahrnehmung und der Frage, wie Gestaltung Vertrauen schaffen kann. Auch sein
Vater Michael Donaubauer prägte diesen Blick. Als Berufssoldat bildete er
Menschen aus und unterstützte Heimkehrer psychologisch, sodass Themen wie
Psychologie und Mindset in der Familie früh präsent waren. Für Emilio Donaubauer
entstand daraus ein Verständnis von Design, das später seine Arbeit im Branding
prägen sollte: Gute Gestaltung muss nicht nur gut aussehen, sondern gezielt
beeinflussen, wie eine Marke wahrgenommen wird und welche Wirkung sie bei
Menschen erzielt.
Zwei berufliche Welten zur gleichen Zeit
Während sein digitales Geschäft immer weiter wuchs, verlief Emilio Donaubauers
schulischer Weg deutlich weniger geradlinig. Für klassische Schulinhalte konnte
er sich nur schwer begeistern, entsprechend fehlte ihm häufig die Motivation.
Die Schule beendete er schließlich mit einem Hauptschulabschluss und einem
Notendurchschnitt von 3,4. Anschließend begann er eine Ausbildung zum
Schornsteinfeger, obwohl sein Interesse längst woanders lag. Wann immer es der
Arbeitsalltag zuließ, nutzte er die freie Zeit, um zu Hause an seinem eigenen
Geschäft weiterzuarbeiten.
Aus dem anfänglichen Nebenprojekt war zu diesem Zeitpunkt bereits eine
ernsthafte Selbstständigkeit geworden. Noch während der Ausbildung verdiente
Donaubauer damit rund 2.000 bis 3.000 Euro im Monat und damit deutlich mehr als
mit seinem Ausbildungsgehalt. Mit 16 oder 17 verlagerte er seinen Fokus
zunehmend von Influencern auf B2B-Kunden. Statt dauerhaft einzelne Creator- und
Designaufträge abzuarbeiten, wollte er sich unternehmerisch weiterentwickeln und
langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Als er mit 18 schließlich vollständig
in die Selbstständigkeit wechseln wollte, konnte er seinen Eltern anhand von
Kundenverträgen und Kontoauszügen zeigen, dass sein Geschäft bereits auf einer
soliden Grundlage stand. "Mir ging es nicht darum, Ausbildung grundsätzlich
abzulehnen. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt konkret zeigen, dass mein Geschäft
bereits funktioniert. Die Selbstständigkeit war deshalb für mich der konsequente
nächste Schritt", sagt Emilio Donaubauer.
Als Erfolg Emilio Donaubauer plötzlich mehr kostet als gedacht
Mit dem wachsenden Geschäft veränderte sich auch Emilio Donaubauers Alltag.
Arbeit und unternehmerische Ziele nahmen immer mehr Raum ein, während Familie,
Beziehung und Freizeit zunehmend in den Hintergrund rückten. Phasenweise bestand
sein Tagesablauf fast nur noch daraus, zu arbeiten, zu schlafen und am nächsten
Tag weiterzumachen. Wirtschaftlich brachte ihm dieser Einsatz früh sichtbare
Erfolge. Persönlich wurde es jedoch immer schwieriger, außerhalb des
Unternehmens noch ausreichend Raum für andere Bereiche seines Lebens zu
schaffen.
Mit der Zeit machte sich diese Belastung auch psychisch bemerkbar. Emilio
Donaubauer erlebte Identitätskrisen und spricht rückblickend von sehr dunklen
Gedanken. Gleichzeitig begann er, seinen bisherigen Blick auf Erfolg zu
hinterfragen. Geld, Sportwagen und berufliche Anerkennung hatten für ihn lange
sichtbar gemacht, was er sich in jungen Jahren aufgebaut hatte. In dieser Phase
wurde ihm jedoch zunehmend bewusst, dass wirtschaftlicher Erfolg allein wenig
darüber aussagt, wie gut das eigene Leben tatsächlich funktioniert. "Heute
bedeutet Erfolg für mich nicht mehr, möglichst viel zu arbeiten oder möglichst
früh möglichst viel zu besitzen. Entscheidend ist, ein Unternehmen aufzubauen,
das einem auch noch Raum für Gesundheit, Beziehungen und das eigene Leben
lässt", erklärt Emilio Donaubauer.
Wie sich Emilio Donaubauers Verständnis von Erfolg verändert hat
Der Wendepunkt bedeutete für Emilio Donaubauer nicht, seine Ambitionen
abzulegen. Verändert hat sich vielmehr der Maßstab, an dem er Fortschritt
bewertet. Geld, Autos und Status hatten in jungen Jahren einen hohen
Stellenwert, weil sie sichtbar machten, dass sich die intensive Arbeit
auszahlte. Mit zunehmender Erfahrung verlor diese Form der Bestätigung an
Bedeutung. "Ambition ist für mich weiterhin wichtig. Der Unterschied ist, dass
Wachstum heute in ein größeres Bild passen muss. Ein Unternehmen größer zu
machen, ist nur ein Teil davon - genauso wichtig ist, welche Verantwortung damit
gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Partnern und dem eigenen Umfeld entsteht", sagt
er.
Parallel zu dieser persönlichen Entwicklung veränderte sich auch seine Rolle als
Unternehmer. Aus den frühen Fähigkeiten rund um Design, Content und
Online-Vertrieb entstand später die EmilioMindless GmbH. Branding, Vermarktung,
Funnel und Wachstum rückten zunehmend in den Mittelpunkt. Statt dauerhaft
einzelne operative Leistungen selbst umzusetzen, konzentrierte sich Emilio
Donaubauer immer stärker darauf, Unternehmen bei ihrer Positionierung und ihrem
Wachstum zu begleiten. Damit verlagerte sich sein Schwerpunkt schrittweise von
der eigenen operativen Arbeit hin zum Aufbau und zur Entwicklung von
Unternehmen.
Heute bündelt er über die Mindless Empire GmbH Beteiligungen, operative Firmen
und weitere unternehmerische Projekte. Dabei arbeitet er mit Co-Foundern und
Geschäftsführern zusammen, die den jeweiligen Fachbereich operativ verantworten,
während er je nach Projekt Kapital sowie seine Erfahrung in Branding und
Vermarktung einbringt. Sein unternehmerischer Schwerpunkt hat sich damit
deutlich verschoben: Statt möglichst viel selbst umzusetzen, schafft Emilio
Donaubauer heute gemeinsam mit spezialisierten Partnern die Voraussetzungen
dafür, Unternehmen langfristig weiterzuentwickeln.
Der nächste Schritt: Unternehmen langfristig mitentwickeln
Für Emilio Donaubauer richtet sich der Blick inzwischen vor allem nach vorn. Mit
der Mindless Empire GmbH möchte er weitere Unternehmen aufbauen und sich dort
beteiligen, wo seine Erfahrung in Branding, Vermarktung und Wachstum sinnvoll
mit der operativen Kompetenz anderer Unternehmer zusammenkommt. Dabei sucht er
nicht nach Projekten, die lediglich kurzfristig Aufmerksamkeit oder schnelle
Umsätze versprechen, sondern nach Geschäftsmodellen, die sich gemeinsam mit den
richtigen Partnern langfristig entwickeln lassen.
Welche Unternehmen daraus in den kommenden Jahren entstehen, ist bewusst nicht
festgelegt. Entscheidend ist für ihn vielmehr, mit Menschen zusammenzuarbeiten,
die ihren Bereich beherrschen und selbst Verantwortung für dessen Entwicklung
übernehmen wollen. "Mich reizt heute vor allem die Frage, was entstehen kann,
wenn unterschiedliche Stärken zusammenkommen und jeder genau dort Verantwortung
übernimmt, wo er den größten Beitrag leisten kann", sagt Emilio Donaubauer.
Damit ist sein Weg mit 27 Jahren längst nicht abgeschlossen - seine Rolle darin
hat sich jedoch grundlegend verändert.
Pressekontakt:
EmilioMindless GmbH
Geschäftsführer: Emilio Donaubauer
E-Mail: mailto:info@emiliomindless.de
Kontakt: https://www.emiliomindless.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183280/6347562
OTS: EmilioMindless GmbH
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