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Berlin (ots) - Umfragen zeigen große Unterschiede zwischen Stadt und Land bei
der Bewertung von Apotheken- und ärztlicher Gesundheitsversorgung.
Kurz vor der Landtagswahl am 20. September zeigen die Umfragen aus dem Pharma
Deutschland Gesundheitsmonitor, wie die Qualität der Gesundheitsinfrastruktur
von den Wählerinnen und Wählern in Mecklenburg-Vorpommern wahrgenommen wird.
Die Gesundheitsinfrastruktur steht insbesondere im ländlichen Raum vor
erheblichen Herausforderungen. Alternde Praxisinhaber, unbesetzte Arztsitze,
Engpässe bei Fachärzten sowie ein deutlicher Apothekenrückgang erschweren die
wohnortnahe Versorgung. Mit dem im September 2025 beschlossenen
Gesundheitsversorgungsunterstützungsgesetz (GVUG) wird die Landesregierung
deshalb neben der hausärztlichen Versorgung weitere zentrale Bereiche des
Gesundheitswesens gezielt stärken.
"Die Erreichbarkeit von Gesundheitsangeboten darf keine Frage des Wohnorts sein.
Gerade Apotheken leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Menschen schnell und
niedrigschwellig mit Arzneimitteln und professioneller Beratung versorgen und
müssen daher für alle Menschen schnell erreichbar sein", sagt Dorothee Brakmann,
Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
Die Ergebnisse des Gesundheitsmonitors zeigen deutliche regionale Unterschiede.
Während die Zufriedenheit mit der Apothekenversorgung in Städten wie Rostock und
Schwerin über dem Landesdurchschnitt liegt, fällt sie in ländlich geprägten
Regionen deutlich niedriger aus. Mit einem Wert von 79,8 Prozent weist
Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich zudem die geringste Zufriedenheit mit
der regionalen Apothekenversorgung auf. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der
Einschätzung der persönlichen Medikamentenversorgung sowie bei den Sorgen um die
haus- und fachärztliche Versorgung. In den Städten äußern die Befragten deutlich
seltener Sorgen als in ländlichen Regionen.
"Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass vor allem die ärztliche Versorgung
und die Apothekenversorgung vielerorts als Herausforderung wahrgenommen werden.
Die von der Landesregierung angestoßenen Maßnahmen sind wichtige Schritte, viele
von ihnen werden erst mittelfristig Wirkung entfalten.", so Brakmann weiter.
Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern
ist die Zahl der öffentlichen Apotheken im Land von 409 im Jahr 2013 auf 366 im
Jahr 2023 zurückgegangen. Für eine langfristig stabile Gesundheitsversorgung
sind verlässliche Strukturen und ausreichend qualifiziertes Personal
entscheidend. Dazu gehören die Ausbildung und Bindung von Fachkräften ebenso wie
die Gewinnung internationaler Beschäftigter für Medizin, Pharmazie und Pflege.
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Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey
seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen
medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext
pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für
die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen
Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten. Die erhobenen
Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert
analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene
Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey
Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf
Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume
erhoben. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite
(https://www.pharmadeutschland.de/pharmawissen-fuer-alle/gesundheitsmonitor/) .
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de/ gibt
es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
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