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Wertschätzung und Dankbarkeit / Zentrale Veranstaltung in Halle an der Saale würdigt Organspender und ihre Angehörigen

19.09.2026 15:05 Uhr DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation

Halle (Saale) (ots) - Den schlimmsten Tag in ihrem Leben werden Waltraud und Ferdinand Dahm nie vergessen: Vor sechs Jahren erfahren sie, dass ihr damals 19-jähriger Sohn Jannik nach einem schweren Unfall hirntot auf der Intensivstation liegt. Sie entscheiden sich, seine Organe zu spenden. Herz, Lunge, Leber und beide Nieren können fünf schwer kranken Menschen transplantiert werden. Dieses Wissen gibt der Familie trotz der tiefen Trauer Trost. "Jannik hat ihnen das Leben gerettet", erklärt Waltraud Dahm.

Angehörige wie Familie Dahm nahmen heute in Halle (Saale) an der zentralen Veranstaltung zum Dank an die Organspenderinnen und Organspender teil. Auf Einladung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) kamen in der Händelhalle Angehörige, Organempfänger, Wartelistenpatienten, Mediziner und Politiker zusammen, um an die Menschen zu erinnern, die nach ihrem Tod anderen ein Weiterleben ermöglicht haben.

Dr. Christiane Schenderlein, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, würdigte diese besondere Form der Nächstenliebe: "Wir sprechen heute unseren Dank und unsere Anerkennung gegenüber allen Organspenderinnen und Organspendern sowie auch ihren Familien aus. Es ist wichtig für unsere Gesellschaft, diese Wertschätzung öffentlich vorzunehmen und damit auch bundesweit ein Zeichen für die Organspende zu setzen."

Thomas Biet , Vorstand der DSO, betonte: "Die Betreuung der Angehörigen von Organspendern und die öffentliche Würdigung der Organspende als Akt der Solidarität sind ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir freuen uns, dass so viele Menschen der Einladung zur heutigen Veranstaltung gefolgt sind. Organspenden retten Leben und verbinden Schicksale. Das wird hier deutlich, wo Organempfänger und Angehörige von Organspender gemeinsam zusammenkommen zum Danken und Erinnern."

Dass dieser Gedanke in Halle vor 25 Jahren entstand, daran erinnerte Dr. med. Christa Wachsmuth , bis 2020 Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Ost, und Vorstandsvorsitzende vom 2001 gegründeten "Verein zur Förderung der Organspende und Transplantation e.V.". Dieser initiierte unter anderem bereits ab 2008 regionale Dankes-Veranstaltungen. "Was damals als Auftaktveranstaltung zur Entstehung des Parks mit 6 Baumpflanzungen auf der Salinehalbinsel in Halle begann, hat sich seit 2019, angestoßen durch den Gemeinschaftlichen Initiativplan Organspende, zu einer bundesweiten Dankesveranstaltung entwickelt. Seitdem ist der Park des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens eine einzigartige Begegnungsstätte für alle, die das Thema Organspende verbindet: Organempfänger, die große Dankbarkeit gegenüber ihren Spendern empfinden, Angehörige, die sich an geliebte Menschen erinnern, sowie Patienten, die auf eine lebensverlängernde Transplantation hoffen", fasste Wachsmuth zusammen. "Das Danken und Gedenken wird durch die Baumpflanzaktion als Zeichen der Verbundenheit von Organspendern und -empfängern begleitet. Wie die Organspende steht der Baum gleichzeitig für das Leben und den Tod und verbindet damit symbolisch alle von der Organspende betroffenen Menschen."

Erinnerung und Dank

Bevor die jährlichen Baumpflanzungen im Park erfolgten, fand in der Händelhalle noch eine besondere Zeremonie statt: Transplantierte legten Blumen auf Fotos von Organspenderinnen und Organspendern nieder, deren Namen währenddessen verlesen wurden. Diese feierliche Handlung spiegelte die Dankbarkeit derer wider, die der Menschen gedenken wollten, die durch ihre großherzige Entscheidung über den eigenen Tod hinaus Leben geschenkt haben.

Baumpflanzungen und Erinnerungssteine

Im Park des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens begrüßte Dr. Judith Marquardt , Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale) , die Anwesenden: "Die Zusammenkunft von Organempfängern und Angehörigen von Organspendern hier in Halle (Saale) ist jedes Jahr sehr bewegend. Zu den mittlerweile 77 Bäumen als Andenken an die Organspenderinnen und Organspender kommen heute vier neue dazu - zwei Bäume von Organempfängern, ein Baum von Eltern eines Organspenders sowie ein weiterer von einer Familie einer Organspenderin. Ich bin stolz, dass dieser Park ein würdiger und wachsender Ort des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens ist. Hier entsteht ein wunderschöner Wald der Mitmenschlichkeit." Bereits zum dritten Mal wurden zudem von Angehörigen individuell gestaltete Erinnerungssteine im Park zum Gedenken an den Menschen, dessen Andenken sie bewahren wollen, niedergelegt. Conny Copitzky, ehemalige Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Organspende und Transplantation e.V. , ergänzte: "Wir freuen uns, dass seit 2008 durch unser Projekt eine brachliegende Fläche von 30.000 Quadratmetern wieder zu einer gestalteten Grünfläche wurde. Der entstandene Park und die Baumpflanzungen haben eine Begegnungsstätte geschaffen, die von Jahr zu Jahr weiterwächst."

Auch Familie Dahm, die bereits mehrfach an der Dankesveranstaltung teilgenommen hatte, pflanzte heute einen Baum zur Erinnerung an ihren verstorbenen Sohn. "Wir haben einen Amberbaum ausgesucht, der im Herbst, zu seinem Todestag, feuerrot blüht. Jannik war bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, das hätte ihm gefallen."

HINWEIS: Auf der Plattform www.dankesbriefe-organspende.de (https://dankesbriefe.dso.de/Seiten/start.aspx) werden zeitnah Bilder vom Festakt sowie von den Baumpflanzungen und den Erinnerungssteinen im Park des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens abrufbar sein.

Weiterführende Informationen zum Thema Dankesbriefe und Angehörigenbetreuung finden Sie hier Dankesbriefe von Transplantierten (https://dso.de/organspende/al lgemeine-informationen/angeh%C3%B6rige-von-organspendern-transplantierte-patient en/dankesbriefe) sowie Pressematerial (https://dso.de/dso/presse/pressematerial# Default=%7B%22k%22%3A%22%22%2C%22r%22%3A%5B%7B%22n%22%3A%22dso-Typ%22%2C%22t%22% 3A%5B%22%5C%22%C7%82%C7%8248696e7465726772756e64696e666f726d6174696f6e%5C%22%22% 5D%2C%22o%22%3A%22and%22%2C%22k%22%3Afalse%2C%22m%22%3Anull%7D%5D%7D%236a7b67f2- 37df-4378-a42a-2018d19e5114=%7B%22k%22%3A%22%22%7D)

Pressekontakt:

Annika Hollmann, Bereichsleiterin Kommunikation, mobil: +49 170 2702982 Nadine Körner, Dr. Susanne Venhaus, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsche Stiftung Organtransplantation Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main Tel.: +49 69 677 328 9400, -9411, -9413, Fax: +49 69 677 328 9409 E-Mail: mailto:presse@dso.de Internet: http://www.dso.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/34285/6355161 OTS: DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation
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