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Schwerin/Bonn (ots) - Die amtierende Ministerpräsidentin von
Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat nach der heutigen
Landtagswahl angekündigt, trotz des Verlustes der Spitzenstellung ihrer Partei
eine neue Regierung bilden zu wollen. "Analysen zeigen, dass weiterhin über 60
Prozent der Menschen sich wünschen, dass ich meine Arbeit als
Ministerpräsidentin fortsetze," erklärte Schwesig im Fernsehsender phoenix. Sie
habe ein hohes Vertrauen bekommen und diesem Vertrauen wolle sie gerecht werden.
Es sei jetzt möglich, "wieder eine demokratische, stabile Regierung zu bilden".
Trotz der Erfolge der AfD habe sich eine große Mehrheit der Wähler gegen diese
Partei ausgesprochen. "Wir müssen uns aber alle selbstkritisch fragen, warum
kann die AfD hier im Land so stark abschneiden", meinte die SPD-Politikerin.
Kritik äußerte Schwesig an der Politik von Bundeskanzler Merz und der
Bundesregierung. Im Koalitionsvertrag habe man verabredet, die abschlagsfreie
Rente nach 45 Beitragsjahren fortzuführen. "Wenn der Kanzler wegen einer
Kommission vorhat, das einfach zu ändern, dann finde ich das nicht richtig", so
die Ministerpräsidentin. Der Unmut bei den Bürgern über diese Vorgehensweise sei
gewaltig. "Bundeskanzler und Bundesregierung müssen sich fragen, wenn sie in
meinem Bundesland nur noch fünf Prozent Zustimmung für den Kanzler und sechs
Prozent für die Regierung haben, ob sie nicht den Kurs kritisch überdenken
müssen." Die Menschen benötigten Unterstützung. "Das Leben muss bezahlbarer
werden, es geht um Entlastung und nicht Belastung." Sie selbst habe jedoch
keinerlei bundespolitische Ambitionen und bleibe "selbstverständlich" in
Schwerin.
Das gesamte Interview finden Sie hier: https://phoenix.de/s/3Rb (https://eur02.s
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