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München (ots) - Winterreifen gibt es viele, aber nur wenige Produkte sind
wirklich gut. Das zeigt der ADAC Winterreifentest 2026, bei dem 32 Produkte aus
zwei verschiedenen Reifengrößen getestet wurden: Die Dimension 185/65 R15 ist
besonders bei Kleinwagen vertreten, die Größe 225/50 R17 passt dagegen zu vielen
Mittelklassewagen. Alle Reifen durchliefen das übliche Procedere aus Fahr- und
Bremsprüfungen auf trockener, nasser, sowie schnee- und eisbedeckter Fahrbahn.
In die Bewertung flossen zudem Umweltfaktoren wie die prognostizierte
Laufleistung, der Reifenabrieb und die Effizienz ein.
Bei den Kleinwagenreifen legen die Ergebnisse nahe, dass diese Dimension bei den
Herstellern nicht so stark im Fokus steht wie andere Reifengrößen. Nur zwei
Produkte erreichen das Gesamturteil "gut", wobei der Continental WinterContact
TS 870 mit 2,2 die beste Bewertung im gesamten Testfeld einfährt. Er zeigte
ausgewogene und durchweg gute Leistungen auf allen Untergründen und eine
ordentliche Umweltbilanz. Der Michelin Alpin 7 auf dem zweiten Platz
(Gesamturteil 2,5) überzeugt mit einer guten Fahrsicherheit und zeigt lediglich
leichte Abstriche beim Handling auf Schnee. Gravierend ist dagegen die Tatsache,
dass gleich neun der 16 getesteten Kleinwagenreifen nicht empfohlen werden
können. Drei (Sunny Winter-max NW611, Atlas Polarbear HP und Rockblade Rock
868S) sind in der Fahrsicherheit sogar so schwach, dass sie nicht über ein
"mangelhaft" in der Gesamtnote hinauskommen.
Bei der prognostizierten Laufleistung zeigte sich zudem, dass Autofahrer an
einigen Winterreifen für Kleinwagen nur kurze Freude haben werden. Die
Kleinwagenreifen kommen im Schnitt auf eine prognostizierte Laufleistung von
rund 31.000 Kilometern, am unteren Ende der Bewertung landet der Bridgestone mit
mageren 22.000 Kilometern. Zum Vergleich: Die Reifen für Mittelklassewagen haben
im Schnitt eine erwartbare Laufleistung von über 45.000 Kilometern.
Insgesamt sind die Ergebnisse in der Dimension 225/50 R17 etwas besser
ausgefallen: Die Spitze des Testfelds erreicht der Pirelli Cinturato Winter 3
mit einem Gesamturteil von 2,2. Besonders auf nasser Fahrbahn zeigte das
italienische Fabrikat eine starke Performance, die nicht weit von der Bestnote
"sehr gut" entfernt ist. Nur knapp dahinter landet abermals der WinterContact TS
870 von Continental (Gesamturteil 2,3). Auch die Reifen von Goodyear und
Michelin verdienen sich eine gute Gesamtbewertung.
Dennoch gibt es auch unter den Reifen für Mittelklassewagen negative Ausreißer.
Hier sind es sechs von 16 Reifen, die als mangelhaft eingestuft werden müssen.
Der gemeinsame Schwachpunkt dieser Reifen ist mangelnde Ausgewogenheit. In
mindestens einer Fahrkategorie sind die Leistungen der Reifen so schlecht, dass
sie als sicherheitsrelevant einzustufen sind. Besonders bei einigen günstigeren
Produkten zeigt sich dieser Zielkonflikt: Guten Leistungen auf einer
Fahrbahnoberfläche stehen teilweise gravierende Defizite auf anderen
Fahrbahnoberflächen gegenüber.
Autofahrer sollten bei der Wahl des Winterreifens ihre eigenen Bedürfnisse und
das eigene Fahrprofil berücksichtigen. Vielfahrern rät der ADAC, dass sie neben
einer guten Fahrsicherheitsbewertung auch auf eine hohe prognostizierte
Fahrleistung und geringen Abrieb achten sollten. Ein Winterreifen muss dann
getauscht werden, wenn er entweder zu alt (ADAC Empfehlung: nicht älter als acht
Jahre) oder das Profil abgefahren ist. Aktuelle Untersuchungen des
Mobilitätsclubs zeigen (https://presse.adac.de/meldungen/adac-ev/technik/millime
ter-die-entscheiden.html) , dass die Leistungsfähigkeit von Winterreifen mit
abnehmender Profiltiefe nachlässt. Der ADAC empfiehlt deshalb, Winterreifen bei
weniger als vier Millimetern Profiltiefe rechtzeitig zu ersetzen.
Die Testergebnisse im Detail finden Sie auf https://www.adac.de/
Pressekontakt:
ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
mailto:aktuell@adac.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7849/6356389
OTS: ADAC
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