|
Wien (ots) - Mehr als zwei Drittel der Unter-30-Jährigen erleben in Gesellschaft
Rechtfertigungsdruck
Einen Monat bewusst auf Alkohol verzichten: Der Sober October rückt
alkoholfreien Genuss in den Mittelpunkt. Dass ein "Nein" zu Alkohol in
Österreich allerdings noch längst nicht überall kommentarlos akzeptiert wird,
zeigt eine repräsentative Umfrage des Trendsetters Höllinger und dem
unabhängigen Umfrageinstitut TQS Research & Consulting. Besonders auffällig:
Ausgerechnet junge Menschen erleben überdurchschnittlich häufig
Rechtfertigungsdruck. Rund sieben von zehn Unter-30-Jährigen (69 Prozent)
mussten bereits erklären, warum sie in Gesellschaft keinen Alkohol trinken.
Gleichzeitig wünschen sich knapp zwei Drittel der Österreicher:innen (65
Prozent), dass alkoholfreie Alternativen künftig ganz selbstverständlich neben
alkoholischen Getränken stehen.
Der Oktober steht international zunehmend im Zeichen des bewussten
Alkoholverzichts. Beim "Sober October" verzichten Menschen einen Monat lang auf
Alkohol - für manche als persönliche Challenge, für andere als Anlass, die
eigenen Konsumgewohnheiten zu hinterfragen. Doch wer keinen Alkohol trinkt,
trifft nicht immer nur auf Akzeptanz. Wie die Höllinger-Umfrage zeigt, musste
sich mehr als jede:r Zweite in Österreich (57 Prozent) bereits dafür
rechtfertigen, in Gesellschaft keinen Alkohol zu trinken.
Je jünger, desto größer der Rechtfertigungsdruck
Besonders deutlich zeigt sich das bei jungen Menschen. Unter den 16- bis
29-Jährigen geben rund zwei von drei Befragten (69 Prozent) an, dass sie sich
bereits für ihren Alkoholverzicht rechtfertigen mussten. Bei den 30- bis
39-Jährigen sind es knapp zwei Drittel (65 Prozent), unter den 50- bis
65-Jährigen hingegen weniger als die Hälfte (46 Prozent). Jüngere Befragte haben
zudem signifikant häufiger Ausreden genutzt, um auf Alkohol verzichten zu
können.
" Gerade der Sober October zeigt, dass sich unser Verhältnis zu Alkohol
verändert. Gleichzeitig sehen wir, dass vor allem junge Menschen noch immer
erklären müssen, warum sie nicht trinken. Die Entscheidung für oder gegen
Alkohol sollte weder begründet noch kommentiert werden müssen " , sagt Gerhard
Höllinger, Gründer und Geschäftsführer der IMS Höllinger GmbH.
Der Rechtfertigungsdruck entsteht vor allem dort, wo Alkohol traditionell
dazugehört: Gut ein Drittel hat entsprechende Situationen bei Feiern und Events
(35 Prozent) erlebt, knapp dahinter folgt das Ausgehen in Clubs oder Bars (32
Prozent). Auch der Freundeskreis spielt eine zentrale Rolle: Rund vier von zehn
Befragten (39 Prozent) mussten dort bereits erklären, warum sie keinen Alkohol
trinken.
Kein Drink - schwanger? Wer nicht trinkt, wird schnell mit Vermutungen
konfrontiert
Besonders auffällig sind auch die unterschiedlichen Reaktionen auf Frauen und
Männer: Mehr als ein Drittel der befragten Frauen (40 Prozent) wurden bereits
gefragt, ob sie schwanger seien, weil sie in Gesellschaft keinen Alkohol
tranken. Jüngere Frauen erleben diese Reaktion signifikant häufiger als ältere.
Männer wiederum werden signifikant häufiger mit der Frage konfrontiert, ob
hinter ihrem Alkoholverzicht ein Alkoholproblem stecke.
" Solche Reaktionen zeigen, wie stark Alkohol teilweise noch mit
gesellschaftlichen Erwartungen verbunden ist. Wer nichts trinkt, fällt auf und
plötzlich wird aus einer persönlichen Entscheidung ein Gesprächsthema. Genau
diese Selbstverständlichkeit wollen wir verändern " , so Höllinger.
Alkoholfrei soll selbstverständlich werden
Gleichzeitig zeichnet sich ein gesellschaftlicher Wandel ab: Knapp zwei Drittel
der Österreicher:innen (65 Prozent) sehen alkoholfreie Getränke künftig als
selbstverständliche Alternative zu Alkohol, weitere 22 Prozent als Ergänzung für
bestimmte Anlässe. Lediglich 13 Prozent betrachten sie weiterhin als
Nischenprodukt.
Schon heute erfüllen alkoholfreie Alternativen eine wichtige soziale Funktion:
Knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) finden, dass sie es leichter
machen, in Gesellschaft keinen Alkohol zu trinken. Ein ähnlich hoher Anteil (62
Prozent) schreibt ihnen eine positivere Vorbildwirkung als alkoholischen
Getränken zu.
" Gemeinsames Anstoßen und Genießen sollte auch ohne Alkohol selbstverständlich
sein, und das nicht nur im Sober October, sondern das ganze Jahr über " , sagt
Gerhard Höllinger.
Die Gründe für alkoholfreien Genuss sind dabei vielfältig: Knapp vier von zehn
Befragten (38 Prozent) greifen zu alkoholfreien Alternativen, wenn sie am
nächsten Tag leistungsfähig sein möchten. Jeweils mehr als ein Drittel (37
Prozent) tut dies, wenn Verantwortung übernommen wird oder um generell weniger
Alkohol zu konsumieren.
Dass alkoholfreier Genuss längst mehr als Wasser oder herkömmliche Limonade sein
kann, zeigt Höllinger als Vorreiter im alkoholfreien Bereich bereits mit einem
breiten Sortiment: Insgesamt 15 verschiedene Produkte bieten alkoholfreie
Optionen für unterschiedliche Anlässe, von Cocktailsirupen zum Selbstmischen
über Ready-to-drink-Mocktails in der Glasflasche für die Gastronomie bis hin zu
Urban Drinks in der PET-Flasche. Ob beim Ausgehen, im Restaurant oder unterwegs:
Die Range steht für besondere Genusserlebnisse, ohne dabei auf Geschmack oder
gesellschaftliche Teilhabe verzichten zu müssen.
[1] Umfrage unter 1.000 Österreicher:innen zwischen 14-65 Jahren, repräsentativ
nach Alter, Geschlecht und Haushaltsgröße, Jänner 2026
Pressekontakt:
Himmelhoch GmbH
Sophie Harfmann, MA
Telefon: +43 676 623 4144
E-Mail: mailto:sophie.harfmann@himmelhoch.at
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/163132/6358363
OTS: Höllinger
|