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Köln (ots) - Von Martina Keller
Fast 800 Menschen wurden 2025 in Deutschland ermordet. Die offizielle
Aufklärungsquote ist hoch. Doch wie viele Morde werden gar nicht erst erkannt?
Das ARD Radiofeature "Stille Morde. Warum Tötungsdelikte unentdeckt bleiben"
geht dieser beunruhigenden Frage nach - und zeigt, wie fehleranfällig ein System
ist, das eigentlich Gewissheit schaffen soll.
Wenn zum Beispiel Unfälle als Todesursache übersehen werden, entgehen
Angehörigen Millionen an Versicherungsgeldern. Bleiben Pflegefehler unentdeckt,
können sie keine zivilrechtlichen Ansprüche geltend machen.
Im Zentrum steht die Leichenschau: Sie ist nach jedem Todesfall gesetzlich
vorgeschrieben - und doch häufig eine Schwachstelle. Rechtsmediziner berichten
von schlecht ausgefüllten Todesbescheinigungen, übersehenen Verletzungen und
mangelnde Erfahrung bei Ärztinnen und Ärzten, die nur selten Verstorbene
untersuchen. Besonders verletzliche Gruppen wie alte, kranke oder
pflegebedürftige Menschen geraten dabei leicht aus dem Blick.
Das Feature fragt, ob das bestehende System ausreicht, um nicht natürliche
Todesfälle verlässlich zu erkennen - oder ob gravierende Lücken bleiben, gerade
in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Expertinnen und Experten fordern
bessere Ausbildung, verbindliche Qualitätsstandards, mehr Obduktionen und
Plausibilitätsprüfungen.
"Stille Morde" - über blinde Flecken im deutschen Leichenschausystem - und über
die Frage, wer hinschaut, wenn ein vermeintlich natürlicher Tod keiner ist.
Das ARD Radiofeature Stille Morde: Warum Tötungsdelikte unentdeckt bleiben ist
ab Montag, 28.09.2026, in ARD Sounds verfügbar.
Lineare Sendetermine:
hr2-kultur Donnerstag, 01. Oktober 2026, 15:04 Uhr
SWR Kultur Freitag, 02. Oktober 2026, 15:05 Uhr
BR 2 Samstag, 03. Oktober 2026, 13:05 Uhr
SR kultur Samstag, 03. Oktober 2026, 09:05 Uhr
Bremen Zwei Samstag, 03. Oktober 2026, 18:05 Uhr
NDR Info Sonntag, 04. Oktober 2026, 11:05 Uhr
NDR Spezial Sonntag, 04. Oktober 2026, 11:05 Uhr
WDR 5 Sonntag, 04. Oktober 2026, 13:04 Uhr
MDR Kultur Dienstag, 06. Oktober 2026, 20:05 Uhr
Eine Produktion des WDR für das ARD Radiofeature 2026.
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Pressekontakt:
Westdeutscher Rundfunk Köln
Kommunikation
Telefon: 0221 220 7100
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OTS: ARD Sounds
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