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Bonn (ots) - Mit 75.000 Neuerkrankungen und über 18.000 Sterbefällen im Jahr ist
Brustkrebs bei Frauen in Deutschland sowohl die häufigste Krebsart als auch die
mit den meisten Todesfällen. Zum Brustkrebsmonat Oktober gibt die Deutsche
Krebshilfe Antworten auf fünf Fragen zu den Ursachen der Erkrankung,
vermeidbaren Risikofaktoren, ihrer Diagnose und der bestmöglichen Behandlung.
1. Wie kann ich verhindern, an Brustkrebs zu erkranken?
Rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen könnten durch eine gesunde Lebensweise
vermieden werden. Doch was bedeutet das im Fall von Brustkrebs? Vor allem
regelmäßige körperliche Aktivität kann das Erkrankungsrisiko reduzieren. Ein
rauch- und alkoholfreies Leben sowie ein normales Körpergewicht tragen ebenfalls
dazu bei. Außerdem erhöht eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren das
Brustkrebsrisiko. Sie sollten daher nur nach ärztlicher Rücksprache und so kurz
wie nötig eingesetzt werden. Dennoch gilt: Niemand ist schuld an seiner
Krebserkrankung. Denn Krebs entsteht nicht nur aufgrund vermeidbarer
Risikofaktoren - Krebs ist vor allem eine Erkrankung des Alters. Zudem spielt
die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle.
2. Habe ich ein erhöhtes genetisches Risiko?
Das bekannteste Beispiel für erblich bedingten Brustkrebs sind Fehler,
Mutationen genannt, in den Genen BRCA1 und BRCA2. "Gibt es in der eigenen
Familie viele Brustkrebserkrankungen oder einen Fall mit auffällig jungem
Erkrankungsalter, kann das ein Hinweis darauf sein, dass man selbst eine
Mutation in einem Risikogen für Brustkrebs in sich trägt", sagt Prof. Rita
Schmutzler, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe und Expertin für erblich
bedingte Krebserkrankungen. Sie rät: "Wer bei sich ein erhöhtes Risiko vermutet,
kann sich in einem der bundesweit 23 Zentren für Familiären Brust- und
Eierstockkrebs beraten und gegebenenfalls testen lassen. Frauen mit familiärer
Belastung für Krebs erhalten dort einen auf ihr persönliches Risiko
zugeschnittenen Plan zur Krebsfrüherkennung."
3. Welche Möglichkeiten zur Früherkennung gibt es?
Früh erkannt ist Brustkrebs heutzutage in vielen Fällen gut behandelbar. Daher
haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf regelmäßige
Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt: Frauen ab 30 Jahren können einmal im
Jahr zur Tastuntersuchung gehen und Frauen von 50 bis 75 können alle zwei Jahre
am Mammographie-Screening teilnehmen. Bei dieser Untersuchung wird die Brust
zwischen zwei Platten eingespannt und geröntgt. Studien belegen, dass das
Mammographie-Screening-Programm die Brustkrebssterblichkeit senken kann: "Bei
den Frauen, die regelmäßig am Screening teilnehmen, wird durch eine frühzeitige
Diagnose etwa jeder vierte brustkrebsbedingte Todesfall vermieden", sagt
Schmutzler. Der Informationsflyer "Brustkrebs erkennen" enthält weitere
Informationen zur Brustkrebsfrüherkennung und ist auf der Seite der Deutschen
Krebshilfe kostenfrei bestellbar: http://www.krebshilfe.de/infothek .
4. Wo lasse ich mich behandeln?
"Wir raten allen Frauen mit Brustkrebs oder einem Verdacht darauf, sich an ein
zertifiziertes Brustkrebszentrum zu wenden", so Gerd Nettekoven,
Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "Dort erhalten sie eine Versorgung
nach qualitätsgesicherten Standards, leitliniengerecht und damit auf höchstem
wissenschaftlichem und evidenzbasiertem Niveau." Die sogenannte WiZen-Studie hat
gezeigt, dass Brustkrebspatientinnen, die in einem zertifizierten
Brustkrebszentrum behandelt werden, eine bessere Prognose haben: Es gibt dort
weniger Komplikationen nach Operationen und mehr Frauen überleben ihre
Krebserkrankung. Alle von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten
Brustkrebszentren sowie die von der Deutschen Krebshilfe initiierten und
geförderten Comprehensive Cancer Center sind auf der Oncomap zu finden unter:
http://www.oncomap.de .
5. Wie informiere ich mich richtig?
KI-Modelle und Soziale Medien bieten heutzutage eine Flut an Informationen. Sich
dort zu einem so sensiblen Thema wie Krebs zu informieren, kann aber zu
Fehlannahmen oder Unsicherheiten führen. Eine bessere Möglichkeit für die
Recherche zum Thema Brustkrebs bieten wissenschaftlich geprüfte Informationen.
Diese finden sich beispielsweise auf der Website der Deutschen Krebshilfe sowie
in ihrem kostenfreien Blauen Ratgeber "Brustkrebs", der regelmäßig in
Zusammenarbeit mit anerkannten Experten überarbeitet wird:
http://www.krebshilfe.de/brustkrebs .
Die Mitarbeitenden des INFONETZ KREBS, dem Informations- und Beratungsdienst der
Deutschen Krebshilfe, bieten zudem kostenfreie persönliche Beratung in allen
Phasen der Erkrankung und nach dem aktuellen Stand von Medizin und Wissenschaft
an: http://www.infonetz-krebs.de
Interviewpartner auf Anfrage!
Spendenlauf "Gemeinsam gegen Brustkrebs"
Mit dem Spendenlauf "Gemeinsam gegen Brustkrebs" ruft die Deutsche Krebshilfe
dazu auf, Solidarität mit Krebserkrankten zu zeigen und zugleich die
Krebsbekämpfung zu unterstützen. Egal ob fünf Kilometer walken im Wald oder den
Halbmarathon auf dem Laufband - beim virtuellen Brustkrebslauf bestimmen die
Teilnehmenden selbst Strecke, Ort und Tempo. Anmeldung unter:
http://www.krebshilfe.de/brustkrebslauf .
Pressekontakt:
Deutsche Krebshilfe
Pressestelle
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: mailto:presse@krebshilfe.de
Internet: http://www.krebshilfe.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/116010/6361136
OTS: Deutsche Krebshilfe
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