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Berlin (ots) - Ob gutes Altern in den eigenen vier Wänden gelingen kann, hängt
von verschiedenen Aspekten ab. Barrierefreiheit, Infrastruktur und
Sicherheitsempfinden werden besonders wichtig, wenn Menschen mit zunehmendem
Alter mehr Zeit in ihrer Wohnung verbringen.
Eine Auswertung von Daten des Deutschen Alterssurveys zeigt, dass nur 5,6
Prozent der Menschen ab 65 Jahren in einer Wohnung leben, die weitgehend
barrierefrei ist. Als Kriterien dafür wurden ein stufenloser Zugang zu Wohnung
und Zimmern, ein barrierefreier Zugang zu den Sanitärräumen und eine
bodengleiche Dusche herangezogen. Wenn 94,4 Prozent der älteren Menschen in
einer Wohnung leben, die diese Kriterien nicht bzw. nicht vollständig erfüllt,
zeigt das einen enormen Bedarf an mehr Barrierefreiheit.
Deutlich besser sieht es bei der Bewertung des Wohnumfelds aus: Die überwiegende
Mehrheit sieht ihr Wohnumfeld ausreichend mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärztinnen
und Ärzten, Apotheken und gut erreichbarem ÖPNV ausgestattet. Gleichzeitig
fühlten sich 35,5 Prozent der Menschen ab 65 Jahren nach Einbruch der Dunkelheit
auf der Straße nicht sicher. Besonders häufig galt dies für Frauen,
armutsgefährdete Personen und Menschen mit funktionalen Einschränkungen.
Insgesamt verweisen die Ergebnisse auf eine ambivalente Ausgangslage: Viele
ältere Menschen lebten 2023 in einem Wohnumfeld, dass sie hinsichtlich der
Versorgung als tragfähig einschätzten. Zugleich war der Wohnungsbestand nur in
sehr begrenztem Umfang auf die Anforderungen einer alternden Bevölkerung
vorbereitet, und Unsicherheit im öffentlichen Raum stellte für viele ältere
Menschen ein relevantes Teilhabehindernis dar. Altersgerechtes Wohnen bleibt
damit eine zentrale sozial- und kommunalpolitische Aufgabe. Entscheidend ist,
Wohnung, Wohnumfeld, Mobilität und Sicherheit gemeinsam zu denken, damit ältere
Menschen auch bei zunehmenden Einschränkungen möglichst lange selbstständig,
sicher und sozial eingebunden leben können.
Eine Pressegrafik steht zum Download bereit:
https://www.dza.de/presse/download-pressegrafiken
Die detaillierten Ergebnisse sind nachzulesen in: Nowossadeck, S., Lozano
Alcántara, A., & Romeu Gordo, L. (2026). Barrierefreiheit, Versorgung,
Sicherheit: Wie altersgerecht ist das Wohnen für Menschen ab 65? [DZA Aktuell
03/2026). Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen.
https://doi.org/10.60922/bv53-e834
Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine repräsentative Quer- und
Längsschnittbefragung von Personen in der zweiten Lebenshälfte. Im Rahmen der
Studie werden seit drei Jahrzehnten Menschen auf ihrem Weg ins höhere und hohe
Alter regelmäßig befragt. Der Deutsche Alterssurvey wird gefördert vom
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Pressekontakt:
Stefanie Hartmann
Deutsches Zentrum für Altersfragen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
https://www.dza.de/presse.html
mailto:stefanie.hartmann@dza.de
Tel.: 030 / 260 740 25
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/131425/6361751
OTS: Deutsches Zentrum für Altersfragen
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