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Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die verkehrspolitischen
Prioritäten der Bundesregierung als fehlgeleitet: Beim Deutschlandticket haben
Bund und Länder ihre Zuschüsse bis 2030 eingefroren und heute werden sie
voraussichtlich eine Preissteigerung auf rund 67 Euro im Jahr 2027 bestätigen.
Damit wäre das Deutschlandticket innerhalb von vier Jahren um mehr als ein
Drittel teurer geworden. Für die Subventionierung von Benzin und Diesel dagegen
stehen innerhalb kürzester Zeit Milliarden bereit: Der ab morgen geltende
Tankrabatt kostet Bund und Länder rund 2,5 Milliarden Euro.
Die DUH fordert als kurzfristige Entlastung ein Deutschlandticket für 29 Euro
für zwölf Monate und anschließend einen dauerhaft stabilen Preis von maximal 49
Euro.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Beim Deutschlandticket werden
Bürgerinnen und Bürger Jahr für Jahr mehr zur Kasse gebeten. Das höhlt das
Versprechen einer sozialverträglichen und planbaren Finanzierung aus. Mit nur
einem Teil der Milliardenkosten für den Tankrabatt hätte sich die erneute
Preissteigerung beim Deutschlandticket verhindern lassen. CDU-Verkehrsminister
Bilger lässt mit seiner autofixierten Politik Millionen Menschen im Stich, die
auf einen bezahlbaren und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Wer sich kein Auto leisten kann oder keines fahren kann oder will, muss trotzdem
zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt. Öffentlicher Nahverkehr ist Daseinsvorsorge
und gesellschaftliche Teilhabe, doch Bund und Länder machen ihn zum
Verkehrsmittel zweiter Klasse. Wir fordern ein Deutschlandticket für 29 Euro für
zwölf Monate und anschließend einen dauerhaft stabilen Preis von maximal 49
Euro. Zusätzlich braucht es ein bundeseinheitliches vergünstigtes 29-Euro-Ticket
für bestimmte Personengruppen, eine Ausbauoffensive für Bus und Bahn und eine
bundesweite Mobilitätsgarantie mit verlässlichen Mindeststandards für Stadt und
Land."
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, mailto:resch@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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