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Neu-Isenburg (ots) - Hände sind immer im Einsatz - im Job, in Alltag, in der
Beziehung. Doch was, wenn sie ständig jucken, brennen und jede Berührung zur
Qual wird? Am 5. Oktober 2026 findet mit Beteiligung dermatologischer Patienten-
und Fachorganisationen aus Deutschland und weiteren europäischen Ländern sowie
aus den USA und China erstmals der World Chronic Hand Eczema Day statt - der
erste Welttag des Chronischen Handekzems (CHE). Der Aktionstag macht die
Belastungen sichtbar, die weit über die Hautveränderungen der Hände hinaus den
Alltag, den Beruf, die Partnerschaft - und oft auch die Seele betreffen.
"Das Chronische Handekzem ist weit mehr als ein Hautproblem. Die Erkrankung wird
noch immer häufig unterschätzt. Deshalb braucht sie mehr Aufmerksamkeit und eine
frühzeitige, fachärztliche Versorgung", betont der Dermatologe Dr. Leonard
Luttmann. Das Handekzem gehört zu den häufigen entzündlichen Hauterkrankungen
und ist die häufigste berufsbedingte Hauterkrankung in Deutschland.[i] Beim
Chronisches Handekzem, halten die Beschwerden länger als drei Monate an oder
treten mindestens zweimal pro Jahr auf.[i] Wer seine Hände mit viel Feuchtarbeit
oder Kontakt mit Reizstoffen beruflich oder privat stark fordert, ist besonders
gefährdet.[i] Auch Allergien oder Neurodermitis können das Risiko erhöhen.[i] In
hautbelastenden Berufen wie Friseurhandwerkt, Pflege oder Bau- und Metallgewerbe
sind bis zu 40 Prozent der Beschäftigten von einem Handekzem oder einem
Chronischen Handekzem betroffen.[i]
"Mehr als nur Hände": Die unsichtbare Last im Alltag
Was oft im Verborgenen bleibt: Chronisches Handekzem zermürbt - körperlich und
seelisch.[ii] Betroffene erleben einen Wechsel aus akuten Schüben und scheinbar
ruhigeren Phasen, doch die Haut erholt sich nie vollständig. Der Juckreiz raubt
den Schlaf, die Schmerzen beeinträchtigen den Alltag und Beruf. Neun von zehn
Personen mit CHE berichten, dass sie sich wegen ihrer geschädigten Hände schämen
oder unsicher fühlen.[ii] Soziale Isolation und ein vermindertes
Selbstwertgefühl[ii] begleiten den Alltag. Auch beruflich ist die Erkrankung
eine große Belastung: In einer deutschen Studie hatten fast zwei Drittel (62,9
%) der untersuchten Patientinnen und Patienten mit berufsbedingtem Handekzem
deswegen krankheitsbedingte Fehlzeiten, im Schnitt 76,4 Tage innerhalb der
vergangenen 12 Monate.[iii]
Ein Check beim Hautarzt bringt Klarheit
"Ich erlebe immer wieder, dass Betroffene erst zu mir in die Praxis kommen, wenn
ihre Beschwerden ihren Alltag bereits deutlich einschränken", berichtet Luttmann
. "Dabei ist die fachärztliche Abklärung entscheidend für eine passende Therapie
und den Erhalt der Arbeitsfähigkeit." Gerade bei langjährigem Verlauf und wenn
ständiges Cremen mit Kortison nicht mehr hilft, lohnt es sich, den eigenen
Behandlungsweg zu hinterfragen. Der Facharzt kann den aktuellen Schweregrad
feststellen und bei Bedarf eine innovative kortisonfreie Therapie einleiten -
auch dann, wenn die Beschwerden schon länger bestehen. Besteht der Verdacht,
dass die Erkrankung berufsbedingt ist, kann das "Hautarztverfahren" eingeleitet
werden.[iv] Die zuständige Berufsgenossenschaft übernimmt nach Anerkennung die
Kosten für die Behandlung und spezifische Präventionsmaßnahmen.
Neue Podcast-Staffel "Doc-Haut" im Rahmen des Aktionstages
Anlässlich des World Chronic Hand Eczema Day geht eine neue Staffel des
Patienten-Podcasts Doc-Haut (https://doc-haut.de/) online.Die beiden
Dermatologinnen PD Dr. Ina Hadshiew und Dr. Sandra Philipp sprechen über das
Chronische Handekzem, geben praktische Tipps für den Alltag und zeigen Wege aus
der Isolation.
Der Welttag am 5. Oktober wird ins Leben gerufen von Medicom Education, einem
niederländischen Anbieter für unabhängige medizinische Fortbildung, und von
Patienten- und Fachorganisationen aus Deutschland (NIK e.V. Netzwerk
Autoimmunerkrankter), Großbritannien (National Eczema Society), Frankreich
(Association Française de l'Eczéma) und Italien (APIAFCO) unterstützt. Unter
anderem ist auch die US-amerikanische National Eczema Association beteiligt.
Sponsor ist das auf medizinische Dermatologie spezialisierte, international
tätige Pharmaunternehmen LEO Pharma.
Über LEO Pharma
Das Unternehmen ist führend in der medizinischen Dermatologie mit einer soliden
Forschungs- und Entwicklungspipeline, einer breiten Palette von Therapien und
Pioniergeist. Seit Jahrzehnten widmet sich das 1908 gegründete Unternehmen LEO
Pharma der Forschung und Entwicklung, um die Wissenschaft der Dermatologie
voranzubringen, und setzt dabei neue Maßstäbe bei der Behandlung von Menschen
mit Hauterkrankungen sowie Thrombosen. LEO Pharma mit Hauptsitz in Dänemark
unterstützt mit einem weltweiten Team von 4.300 Mitarbeitern 93 Millionen
Patienten in mehr als 130 Ländern. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf
http://www.leo-pharma.de
Referenzen
[i] Bauer A, et al. S2k-Leitlinie Diagnostik, Prävention und Therapie des
Handekzems. J Dtsch Dermatol Ges. 2023; 21(9): 1054-1074. https://ots.de/LORHpM
[ii] Ahmed A, et al. 2015. An ethnographic study into the psychological impact
and adaptive mechanisms of living with hand eczema. Clin Exp
Dermatol.;40(5):495-501. DOI: 10.1111/ced.12619
[iii] Diepgen TL, Scheidt R, Weisshaar E, John SM, Hieke K. Cost of illness from
occupational hand eczema in Germany. Contact Dermatitis. 2013;69(2):99-106. doi:
10.1111/cod.12038 (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/cod.12038)
[iv] Elsner P. 2021. Das Hautarztverfahren nach Aufhebung des
Unterlassungszwangs im Berufskrankheitenrecht [The "dermatologist's procedure"
after the abolition of the obligation to refrain from risky work activities in
occupational disease law]. Hautarzt ;72(6):509-515.
doi:10.1007/s00105-021-04776-7.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8169502/
Pressekontakt:
Chronisches Handekzem
LEO Pharma GmbH c/o albertZWEI media GmbH
Tel.: +49 (0) 89 46148611; E-Mail: mailto:che@albert-zwei.de
MAT-99508
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/111052/6363063
OTS: LEO Pharma GmbH
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