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Hamburg (ots) - In einer zunehmend wettbewerbsorientierten und schnelllebigen
Wirtschaft gewinnt eine klassische Unternehmensform wieder an Bedeutung: die
Genossenschaft. Viele Menschen kennen Genossenschaften durch Begriffe wie
Wohnungsgenossenschaften oder Genossenschaftsbanken. Doch kaum jemand weiß, dass
auch ein Handelsriese wie EDEKA oder die DATEV eG als drittgrößter
Business-Software-Anbieter als genossenschaftlicher Unternehmensverbund
organisiert ist. Auch der Hamburger Fußball-Bundesligist FC St. Pauli hat eine
Genossenschaft gegründet, in der die Mitglieder mit dem Kauf von
Geschäftsanteilen Miteigentümer des Stadions werden können. Die Genossenschaft
als Rechtsform wurde bereits im 19. Jahrhundert als eine Art "Hilfe zur
Selbsthilfe" gegründet. Friedrich Wilhelm Raiffeisen rief 1864 erfolgreich eine
Genossenschaft ins Leben. Oft mit einem Verein oder einer GmbH verglichen und
vom Finanzamt als Kapitalgesellschaft behandelt, stellt sich jedoch die Frage:
Was macht diese Form des Zusammenschlusses so besonders und warum wird sie in
der heutigen Zeit immer relevanter?
Die Genossenschaft im Detail: Was steckt dahinter?
Eine Genossenschaft ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Personen oder
Unternehmen, die gemeinsame wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Ziele
verfolgen. Die Mitglieder schließen sich zusammen, um ihre Interessen durch
einen gemeinsamen Geschäftsbetrieb zu fördern - sei es im Wohnbau, in der
Landwirtschaft, Dienstleistung, Logistik oder Handel. Sie behalten dabei ihre
wirtschaftliche Selbstständigkeit und profitieren von der Stärke der
Gemeinschaft. Das Besondere daran: Die Genossenschaft ist
wirtschaftsdemokratisch organisiert. Das bedeutet, alle Mitglieder haben gleiche
Rechte und Pflichten, unabhängig davon, wie viel Kapital sie eingebracht haben.
Was eine Genossenschaft erwirtschaftet, kommt direkt ihren Mitgliedern zugute,
denn die Förderung der Mitglieder ist der Hauptzweck der Genossenschaft. Zudem
wird die Genossenschaft von einem Prüfungsverband beaufsichtigt, der je nach
Volumen jährlich oder alle zwei Jahre prüft, ob die gesetzlichen Vorgaben und
eine ordnungsgemäße Geschäftsführung eingehalten werden. Die Mitgliedschaft ist
vorgeschrieben und dient dem Schutz der Interessen der Mitglieder sowie des
genossenschaftlichen Systems.
Vorteile einer Genossenschaft: Förderung, Fokussierung und Vermögensschutz
Ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal einer Genossenschaft ist die
Möglichkeit für Mitglieder, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren,
während die Genossenschaft administrative, vertriebliche oder logistische
Aufgaben im Hintergrund übernimmt. Neben den genannten Vorteilen bietet die
Rechtsform der Genossenschaft zudem die Möglichkeit, Ertragssteuern zu sparen.
Besonders in der Form einer Kleinstgenossenschaft hat man im Bereich der Asset
Protection Gestaltungsspielraum. Eingebrachtes Vermögen ist vor äußeren
Bedrohungen geschützt, da die Mitglieder lediglich mit ihrem Geschäftsanteil
haften. In der Kleinstgenossenschaft ergeben sich zudem sehr gute
Gestaltungsoptionen in der Erb- und Schenkungssteuer. Wichtig ist es dabei, ein
klares Ziel zu verfolgen und den richtigen Steuerberater an der Seite zu haben,
da nicht jede Steuerberatungskanzlei auf die Betreuung von Genossenschaften
spezialisiert ist. Eine dieser Kanzleien ist die JENSEN JUNGBLUT & HÖWNER
Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Hamburg , die nicht nur die Gründung einer
Kleinstgenossenschaft unterstützt, sondern auch das erste Jahr der Ingangsetzung
begleitet. In maßgeschneiderten Beratungsgesprächen wird der Businessplan mit
den Mitgliedern und dem Vorstand besprochen und optimiert und von Beginn an
vermeidliche Fehler ausgeschlossen.
Für wen eignet sich die Genossenschaft?
Die Genossenschaft eignet sich für Personen und Unternehmen, die ihre
wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ziele gemeinschaftlich und
demokratisch fördern möchten, dabei aber ihre Selbstständigkeit wahren wollen.
Sie ist auch für Gründer und Unternehmer mit Weitblick, die besonderen Wert auf
Steueroptimierung und Vermögenschutz legen, eine interessante Alternative. Im
Gegensatz zu vielen anderen Unternehmensformen, bei denen die Nachfolge häufig
mit komplexen Erbstreitigkeiten und möglichen Wertverlusten verbunden ist, sorgt
die Genossenschaft dafür, dass der Betrieb über Generationen hinweg
kontinuierlich fortgeführt wird und die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder
erhalten bleibt. Die Nachkommen eines Mitglieds können problemlos in das
Unternehmen integriert werden, ohne dass es zu Vermögensverlust oder einer
Vermischung der Interessen kommt.
Nachteile
Wenn der Zusammenhalt der Gemeinschaft und das geringere Haftungsrisiko von
vielen als Vorteil angesehen wird, kann dies für manche auch als Nachteil
empfunden werden. Genossenschaften müssen strenge gesetzliche Vorschriften
einhalten, und die demokratische Mitbestimmung kann die Flexibilität der
Entscheidungsfindung erschweren. Zudem kann die Kapitalbeschaffung aufgrund des
Prinzips der Eigenkapitalbeschaffung durch die Geschäftsanteile der Mitglieder
herausfordernd sein. Die Genossenschaft hat jedoch die Möglichkeit, auch
investierende Mitglieder aufzunehmen, was ein geeignetes Mittel sein kann, um an
neues Kapital zu gelangen. Investierende Mitglieder können von der Mitbestimmung
ausgeschlossen werden.
Fazit
Die Genossenschaft ist eine Unternehmensform mit langer Tradition, die immer
wieder neu entdeckt wird und sich in verschiedenen Wirtschaftszweigen bewährt
hat. Sie kombiniert die Vorteile der Zusammenarbeit und wirtschaftlichen
Selbsthilfe mit modernen, nachhaltigen Geschäftsmodellen. Sie bietet zudem
Spielraum für Steueroptimierung, Vermögensschutz und individuelle Lösungen bei
der Nachfolgeregelung.
Pressekontakt:
JENSEN JUNGBLUT & HÖWNER Steuerberatungsgesellschaft mbH
Vertreten durch: Holger Jensen, Thomas Thiede
E-Mail: mailto:willkommen@steuern-hh.de
Website: https://www.steuern-hh.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/179047/6366021
OTS: JENSEN JUNGBLUT & HÖWNER Steuerberatungsgesellschaft mbH
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