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München (ots) - Schlecht geschlafen, dünnhäutiger durch den Tag: Dass Schlaf und
Stimmung zusammenhängen, kennen viele aus eigener Erfahrung. Meist ist eine
einzelne schlechte Nacht schnell vergessen. Doch wenn Ein- und
Durchschlafprobleme über Wochen und Monate anhalten, kann daraus eine ernsthafte
gesundheitliche Belastung entstehen. Zum World Mental Health Day am 10. Oktober
lohnt deshalb auch der Blick ins Schlafzimmer: Ein nicht erholsamer Schlaf kann
Wohlbefinden, Stimmung und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.[1]
Bis zu 10 % der erwachsenen Bevölkerung in Europa leiden unter einer Chronischen
Schlafstörung - einer eigenständigen, ernstzunehmenden Erkrankung.[2],[3] Frauen
sind in vielen europäischen Ländern etwas häufiger betroffen als Männer.[4]
Dabei geht es nicht um die gelegentlich schlechte Nacht: Von einer Chronischen
Schlafstörung sprechen Mediziner:innen, wenn Betroffene über mindestens drei
Monate hinweg an mindestens drei Tagen pro Woche Schwierigkeiten mit dem Ein-
und/oder Durchschlafen haben und dadurch auch am Tag spürbar beeinträchtigt
sind.[5]
Schlechte Nacht, belasteter Tag - ein Kreislauf entsteht
Schlaf ist eine wichtige Regenerationszeit für Körper und Geist. Bleibt diese
Erholung aus, kann das bereits am nächsten Tag spürbare Folgen haben. Wer
dauerhaft schlecht schläft, fühlt sich häufig emotional weniger ausgeglichen.
Belastende Gedanken und Stress können stärker wahrgenommen werden.[6] Bei einer
Chronischen Schlafstörung bleibt es jedoch nicht bei einzelnen schwierigen
Tagen. Sie ist eng mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen und
Angststörungen verbunden. Diese können die Insomniesymptomatik zusätzlich
verschlechtern.[7] Auch langfristig kann schlechter Schlaf gesundheitliche
Folgen haben. "Wenn wir schlecht schlafen, steigt langfristig das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus,
Depression und sogar neurodegenerative Erkrankungen", erklärt Prof. Dieter
Riemann, Psychologe und Psychotherapeut und Vorstandsreferent der Deutschen
Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM).[7]
Schlaf und Psyche: keine Einbahnstraße
Ein verbreiteter Irrglaube lautet: "Schlafprobleme sind nur eine Folge
psychischer Belastungen." Tatsächlich können Stress, Ängste oder depressive
Beschwerden das Ein- und Durchschlafen erschweren. Daraus entsteht schnell der
Eindruck, schlechter Schlaf sei lediglich ein Symptom anderer Belastungen. Doch
der Zusammenhang funktioniert in beide Richtungen: Chronische Schlafstörungen
treten häufig gemeinsam mit psychischen Erkrankungen auf. Psychische Beschwerden
können dabei zu einer Verschlechterung der Schlafprobleme beitragen.[8] So kann
ein Kreislauf entstehen, in dem sich Schlafprobleme und psychische Belastung
gegenseitig verstärken. Genau das macht eine Chronische Schlafstörung so
tückisch: Die Nacht endet morgens - ihre Folgen aber nicht.
Konzentrationsprobleme, Erschöpfung und eine gedrückte Stimmung können über den
gesamten Tag zusätzlich belasten.[9] Eine Chronische Schlafstörung sollte
deshalb nicht ausschließlich als Begleiterscheinung anderer Beschwerden
betrachtet werden. Sie ist eine eigenständige Erkrankung, die gezielt
diagnostiziert und behandelt werden kann.[3]
Der World Mental Health Day macht damit auf einen häufig unterschätzten
Zusammenhang aufmerksam: Wer mentale Gesundheit mitdenkt, sollte auch
Schlafgesundheit im Blick haben.
Schlafprobleme sind behandelbar und kein Zustand, mit dem man sich abfinden muss
Viele Betroffene hoffen zunächst, dass sich ihre Schlafprobleme irgendwann von
allein wieder legen. Halten die Beschwerden jedoch über längere Zeit an und
beeinträchtigen sie zunehmend den Alltag, sollten sie ernst genommen werden.
Denn eine Chronische Schlafstörung ist behandelbar. Je nach individueller
Situation stehen nicht-medikamentöse und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
zur Verfügung. Welche Therapie geeignet ist, sollte gemeinsam mit der
behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt entschieden werden.[8]
Entscheidend ist deshalb nicht, schlechte Nächte möglichst lange auszuhalten
oder sich mit den Auswirkungen auf den Alltag abzufinden. Wer über Wochen und
Monate schlecht ein- oder durchschläft und sich dadurch tagsüber dauerhaft
erschöpft, unkonzentriert oder anderweitig beeinträchtigt fühlt, sollte
ärztlichen Rat suchen.
Mentale Gesundheit beginnt auch in der Nacht
Erholsamer Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil mentaler Gesundheit - ein
Zusammenhang, auf den auch der World Mental Health Day aufmerksam macht.[1] Denn
Schlaf ist weit mehr als eine nächtliche Pause. Wer über längere Zeit schlecht
schläft und sich dadurch auch tagsüber beeinträchtigt fühlt, sollte die
Beschwerden daher ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Eine Chronische
Schlafstörung ist eine eigenständige Erkrankung - und kein Zustand, mit dem
Betroffene sich abfinden müssen.[3]
Weitere Informationen sowie eine praktische Arzt-Suche finden Betroffene und
Interessierte unter: www.schlafstoerungen-neu-denken.de (https://schlafstoerunge
n-neu-denken.de/%20?utm_source=PIl&utm_medium=ots&utm_campaign=WMHD2026)
Über Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH
Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH ist eine deutsche Tochtergesellschaft von
Idorsia Ltd., Allschwil (BL), Schweiz. Bei Idorsia haben wir ambitionierte Ziele
- Wir haben mehr Ideen, sehen mehr Möglichkeiten und möchten mehr Patient:innen
helfen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden wir innovative Medikamente erforschen,
entwickeln und vermarkten - entweder mit eigenen Kapazitäten oder gemeinsam mit
Partnern - und Idorsia zu einem führenden biopharmazeutischen Unternehmen mit
einem leistungsfähigen wissenschaftlichen Kern aufbauen.
Idorsia hat seinen Hauptsitz in der Nähe von Basel in der Schweiz - einer
europäischen Biotech-Hochburg - und verfügt über: ein sehr erfahrenes Team von
engagierten Spezialist:innen, die alle Disziplinen von der Forschung bis zur
Anwendung abdecken; eine innovative Therapieform für Chronische Insomnie mit dem
Potenzial, dieses zunehmende öffentliche Gesundheitsproblem zu revolutionieren;
starke Partner, um den Wert unseres Portfolios zu maximieren; eine
vielversprechende interne Entwicklungspipeline und einen spezialisierten
Forschungsbereich, der sich auf kleinmolekulare Medikamente konzentriert, die
das Behandlungsparadigma für viele Patient:innen verändern können.
Idorsia ist seit Juni 2017 an der SIX Swiss Exchange (Symbol: IDIA) notiert.
Referenzen
[1] BfArM. ICD-11 Version 2023-01. Online verfügbar unter: https://www.bfarm.de/
DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html
[2] Vargas I, et al. Brain Sci. 2020; 10(2): 71, 3-4.
[3] Benjafield AV et al. Sleep Med Rev. 2025 August ; 82: 102121.
[4] Chalet FX, et al. J Med Econ. 2024; 27(1): 1309-1320.
[5] American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of
Mental Disorders, Fifth Edition. Arlington, VA: American Psychiatric Publishing,
2022.
[6] Baglioni C, Spiegelhalder K, Lombardo C, Riemann D. Sleep and emotions: a
focus on insomnia. Sleep Med Rev. 2010 Aug;14(4):227-38.
[7] Riemann D, et al. J Sleep Res. 2023; 32: e14035, 6.
[8] Spiegelhalder, K., Baum, E., Becker, M. et al. Leitlinie "Insomnie bei
Erwachsenen" - Update 2025 (AWMF-Registernummer 063-003). Somnologie 29, 4-13
(2025).
[9] Vargas I, Perlis ML. Insomnia and depression: Clinical associations and
possible mechanistic links. Brain Sci. 2020;10(2):71.
DE-DA-01324, 10/2026
Pressekontakt:
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