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Berlin (ots) - Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen für
die Baugenehmigungen im August 2026 kommentiert Felix Pakleppa,
Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe:
"Im August wurden 20.600 Wohnungen genehmigt, 6,8 Prozent mehr als im
Vorjahresmonat. Die Genehmigungszahlen steigen weiter, das sind zunächst gute
Nachrichten.
Von Januar bis August wurden 169.400 Wohnungen genehmigt. Das klingt nach viel,
ist aber noch immer rund ein Drittel weniger als 2021, als im selben Zeitraum
über 250.000 Wohnungen genehmigt wurden. Wir erholen uns von einem historischen
Tiefpunkt, von einem normalen Niveau sind wir noch weit entfernt.
Zur Erinnerung: Eine genehmigte Wohnung ist nicht automatisch eine gebaute
Wohnung. Ende 2025 lagen rund 450.000 genehmigte Wohnungen auf Eis, weil sich
der Bau für viele nicht rechnet.
Wir sehen das auch auf den Baustellen, wo weiter zu wenige Wohnungsbauaufträge
reinkommen. Im Hochbau sind unsere Geräte im Schnitt gerade einmal zu 45 Prozent
ausgelastet. Die Kapazitäten sind da, die Bauherren und ihre Aufträge aber
nicht.
Dass die Bundesregierung die EH55-Förderung zumindest bis Jahresende fortsetzt,
war das richtige Signal. Wir plädieren aber dafür, EH55 plus bis zum Start der
neuen Förderung im Sommer 2027 weiterlaufen zu lassen und entsprechend
auszustatten. Eine Förderlücke zum Jahreswechsel wäre Gift für die zarte
Erholung im Wohnungsbau.
Ausgerechnet jetzt den Neubau-Etat um über 40 Prozent einkürzen zu wollen, wie
es die Bundesregierung für 2027 vorsieht, ist das schlechtmöglichste Signal.
Bauwillige und Investoren brauchen Planungssicherheit, nicht die nächste
Kehrtwende. Nur dann wird aus dem Aufwärtstrend auf dem Papier auch ein
Aufschwung am Markt."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
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