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Dortmund (ots) - Produktrückrufe wegen Sicherheitsmängeln gibt es immer wieder -
vom Spielzeug bis zum Elektrogerät. Damit jeder von uns darüber informiert ist,
betreibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die Datenbank
"gefährliche Produkte in Deutschland". Wie sie funktioniert und warum die Zahl
der Rückrufe zuletzt deutlich gestiegen ist, weiß Jessica Martin.
Sprecherin: Die neue Europäische Produktsicherheitsverordnung scheint zu
greifen: 2025 wurden mit rund 800 Produktrückrufen fast doppelt so viele wie im
Vorjahr an deutsche Behörden gemeldet. Dabei ist das Spektrum der Produkte sehr
groß, so Dr. Tobias Bleyer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin, kurz: BAuA, die die Datenbank "gefährliche Produkte in
Deutschland" betreibt.
O-Ton 1 (Dr. Tobias Bleyer, 21 Sek.): "Wir listen dort beispielsweise
Arbeitsmittel, Maschinen oder persönliche Schutzausrüstung, aber auch viele
klassische Verbraucherprodukte, Elektrogeräte, Spielzeuge, Kleidung, Kosmetik
oder Fahrzeuge aller Art. Die Datenbank dient aber vor allem dazu, Risiken
transparent zu machen und damit eben Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch
Hersteller und Behörden zu informieren."
Sprecherin: Die Informationen über diese gefährlichen Produkte stammen
einerseits von den Herstellern selbst, andererseits von den
Marktüberwachungsbehörden.
O-Ton 2 (Dr. Tobias Bleyer, 18 Sek.): "Ein ganz großer Teil der Meldungen kommt
außerdem aus dem europäischen Schnellwarnsystem SafetyGate und daraus übernehmen
wir die für Deutschland relevanten Hinweise zu Produkten mit ernsten Risiken.
Und ganz wichtig ist, die Informationen sind qualitätsgesichert, weil sie von
Behörden oder eben direkt von Unternehmen stammen."
Sprecherin: Mit dem sogenannten Consumer Safety Gateway hat die Europäische
Kommission Ende 2024 ein neues Portal geschaffen, auf dem auch jeder von uns
Sicherheitsmängel eines Produkts melden kann. Nicht jede dieser Meldungen landet
aber direkt in den Portalen, sondern wird erstmal gründlich geprüft. Eine
Herausforderung beim Thema Produktsicherheit ist der Onlinehandel.
O-Ton 3 (Dr. Tobias Bleyer, 22 Sek.): "Dabei gelangen teilweise Waren auf den
europäischen Markt, die nicht immer allen Sicherheitsanforderungen entsprechen
und die neue EU- Produktsicherheitsverordnung verpflichtet deshalb auch
Online-Marktplätze stärker. Sie müssen also Verbraucherbeschwerden und Hinweise
auf gefährliche Produkte an die Behörden weiterleiten und mit den Behörden
zusammenarbeiten. Das verbessert die Möglichkeiten der Marktüberwachung
deutlich."
Sprecherin: Ist man sich bei einem Produkt unsicher, kann man über die Datenbank
der BAuA checken, ob es bereits auffällig geworden ist oder nicht.
O-Ton 4 (Dr. Tobias Bleyer, 13 Sek.): "Die Datenbank finden Sie über den
Kurzlink rückrufe.de. Dort sehen Sie zunächst eine chronologische Liste der
aktuellen Meldungen. Sie können aber auch gezielt suchen, etwa nach bestimmten
Produktkategorien, Stichworten oder Zeiträumen."
Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund 800 Produkte von
Herstellern den Behörden gemeldet und wegen Risiken und Mängeln zurückgerufen -
vom Kinderspielzeug bis zum Elektrogerät. Wenn Sie sich informieren wollen, geht
das im Netz auf baua.de. Dort einfach über die Suchfunktion "Datenbank
Gefährliche Produkte in Deutschland" eingeben, oder über den Link rueckrufe.de.
Pressekontakt:
Lea Deimel
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0231 9071-2562
Fax: 0231 9071-2362
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/103969/6374357
OTS: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
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