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Frankfurt am Main (ots) -
- Unternehmen suchen Fachkräfte und übersehen die Talente in den eigenen Reihen
- Internationale Praxisbeispiele zeigen, wie gezielte Qualifizierung neue
Talentpools erschließen kann
- Human First, Digital Always: Nachhaltige Beschäftigungschancen werden zum
zentralen Faktor für langfristigen Unternehmenserfolg
Künstliche Intelligenz, demografischer Wandel und wachsende Kompetenzlücken
verändern die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Damit Menschen in diesem
Wandel beschäftigungsfähig bleiben, gewinnt Qualifizierung auch für die soziale
Nachhaltigkeit von Unternehmen an Bedeutung. Das zeigt der neue globale
Sustainability Report 2025-2026 der ManpowerGroup unter dem Leitmotiv "Human
First, Digital Always". Der Bericht rückt dabei neben Klima und Governance
insbesondere die Frage in den Mittelpunkt, wie Menschen Fähigkeiten entwickeln
und beruflich mobil bleiben können, um auch in einer sich wandelnden Arbeitswelt
langfristig Chancen auf Beschäftigung zu haben.
"Technologie kann Unternehmen produktiver machen. Nachhaltig wird die
Transformation aber erst, wenn Menschen mit ihr Schritt halten können", sagt
Faris Becirovic, Country Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung der
ManpowerGroup Deutschland. "Beschäftigungsfähigkeit bedeutet deshalb mehr, als
Menschen einmal für einen bestimmten Job auszubilden. Wir müssen ihnen
ermöglichen, ihre Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln, um auch dann
Chancen zu haben, wenn sich Tätigkeitsprofile und Kompetenzanforderungen
verändern."
Nicht das perfekte Profil suchen, sondern vorhandene Fähigkeiten
weiterentwickeln
Wie das funktionieren kann, zeigt der ESG-Report anhand internationaler
Praxisbeispiele: Beim britischen Technologie- und Verteidigungsunternehmen
Babcock International stieß die klassische Rekrutierung von erfahrenen
technischen Fachkräften für spezialisierte Aufgaben an ihre Grenzen. Die Experis
Academy erweiterte deshalb den Talentpool um Menschen aus angrenzenden
Berufsfeldern sowie ehemalige Angehörige der Streitkräfte. Mit gezielter
Qualifizierung konnten so vorhandene Fähigkeiten auf neue technische Aufgaben
übertragen werden.
Weitere europäische Beispiele zeigen, wie Qualifizierung unmittelbar an konkrete
Beschäftigungsmöglichkeiten gekoppelt werden kann. Die Experis Academy arbeitet
dazu unter anderem mit Technologieanbietern wie AWS und SAP zusammen und
entwickelt Trainings für Plattformen und Kompetenzen, die die Unternehmen
aktuell benötigen. In Italien und Griechenland werden beispielsweise sogenannte
Train-to-Hire-Programme rund um SAP angeboten: Teilnehmende werden gezielt für
entsprechende Tätigkeiten qualifiziert, mit dem Ziel, sie anschließend in
passende Jobs zu vermitteln. Im spanischen Aragón richtet sich die
Qualifizierung unter anderem auf AWS-Kompetenzen; laut Report entstehen dort
voraussichtlich mehr als 1.800 zusätzliche AWS-bezogene
Beschäftigungsmöglichkeiten. Insgesamt nahmen 2025 mehr als 6.000 Menschen in
zwölf europäischen Ländern an Programmen der Experis Academy teil.
Auch das globale Qualifizierungsprogramm MyPath der ManpowerGroup folgt diesem
Grundgedanken. Das Programm nutzt Arbeitsmarkt- und Unternehmensinformationen,
um zu erkennen, wie KI Tätigkeiten verändert, welche Kompetenzen künftig stärker
gefragt sind und daraus gezielte Trainingspfade abzuleiten. Inzwischen zählt
MyPath weltweit mehr als 332.000 Teilnehmende und Alumni.
Für den deutschen Arbeitsmarkt liegt darin aus Sicht von Faris Becirovic eine
wichtige Erkenntnis: "Deutschland wird den Fachkräftemangel nicht allein dadurch
lösen können, dass Unternehmen immer länger nach bereits perfekt qualifizierten
Talenten suchen. Wir müssen stärker darauf schauen, welche Fähigkeiten Menschen
bereits mitbringen und welche Kompetenzen sich gezielt aufbauen lassen. Der
Arbeitsmarkt kann es sich nicht leisten, Menschen auszusortieren, nur weil ihnen
ein Teil des Anforderungsprofils noch fehlt."
Gleichzeitig müssten Unternehmen ihre Personal- und Qualifizierungsplanung
stärker vorausschauend ausrichten. "Die entscheidende Frage lautet nicht nur:
Welche Fachkräfte brauchen wir heute? Unternehmen müssen sich auch fragen,
welche Fähigkeiten ihre Beschäftigten in zwei oder drei Jahren brauchen werden,
damit sie beschäftigungsfähig bleiben und das Unternehmen wettbewerbsfähig
bleibt. Wer erst mit der Qualifizierung beginnt, wenn ein Skill bereits fehlt,
reagiert zu spät", so Becrovic.
"Human First, Digital Always": Technologie und Menschen gemeinsam entwickeln
Das Leitmotiv des Reports "Human First, Digital Always" beschreibt auch den
eigenen Umgang mit KI: Die ManpowerGroup führt neue KI-Anwendungen nicht
isoliert ein, sondern verbindet sie mit Trainings zur praktischen und
verantwortungsvollen Nutzung. Mehr als 4.200 Beschäftigte haben umfassendere
KI-Trainings absolviert; insgesamt wurden mehr als 30.000 KI-bezogene
Trainingssessions absolviert; 81 Prozent der Beschäftigten nutzen KI-Tools
demnach täglich.
"Human First, Digital Always heißt für uns: Wir nutzen Technologie dort, wo sie
Menschen und Unternehmen voranbringt. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass
Beschäftigte die Fähigkeiten entwickeln, um sie sicher und sinnvoll
einzusetzen", sagt Becirovic. "Die Geschwindigkeit technologischer Entwicklung
darf nicht dauerhaft höher sein als die Geschwindigkeit, mit der wir Menschen
qualifizieren."
Sustainability Report 2025-2026: weitere Ergebnisse im Überblick
Der aktuelle "Working to Change the World"-Report umfasst die drei
Nachhaltigkeitssäulen People & Prosperity, Principles of Governance sowie
Planet.
- People & Prosperity: 2025 nahmen weltweit 209.130 Zeitarbeitnehmende an
Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen teil; 43,1 Millionen US-Dollar
wurden in ihre Weiterbildung investiert. Wie veränderte Recruiting-Strategien
zusätzliche Potenziale erschließen können, zeigt zudem ein europäischer Kunde
aus der Windenergiebranche: Dort stieg der Frauenanteil im Zuge einer
fünfjährigen Workforce-Transformation von unter 8 auf mehr als 38 Prozent.
- Principles of Governance: ManpowerGroup erhielt erneut den EcoVadis-Goldstatus
und zählt damit laut Report zu den Top 5 Prozent aller bewerteten Unternehmen.
Ethisphere zeichnete das Unternehmen zum 17. Mal als eines der "World's Most
Ethical Companies" aus.
- Planet: Seit 2019 sind die gesamten Treibhausgasemissionen der ManpowerGroup
um 24 Prozent gesunken. Dazu tragen unter anderem der Ausbau erneuerbarer
Energien, eine emissionsärmere Fahrzeugflotte, weniger Geschäftsreisen und
Maßnahmen in der Lieferkette bei. Die direkten und energiebezogenen Emissionen
aus dem eigenen Betrieb (Scope 1 und 2) liegen zusammen 32 Prozent unter dem
Basiswert von 2019, die indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette
(Scope 3) um 22 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Elektrizität lag bei 44
Prozent; allein 2025 gingen die Emissionen aus Geschäftsreisen um 28 Prozent
und die lieferantenbezogenen Emissionen um 30 Prozent zurück.
Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kostenlosen Download (https://www.manpo
wergroup.de/de/insights/studien-und-research/studien/2026/10/14/15/26/mpg-sustai
nability-report-2025-2026) .
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
Mit rund 6.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten
Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe
agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie
spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und
hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das
Unternehmen seit über 75 Jahren für Bewerber, Bewerberinnen und Unternehmen am
Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt
Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden
Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln
und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In
Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der
amerikanischen ManpowerGroup(TM).
Pressekontakt:
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
Pressestelle
Dr. Katrin Luzar
Frankfurter Straße 60-68
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OTS: ManpowerGroup Deutschland GmbH
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