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Berlin (ots) - Das Bauhauptgewerbe gewinnt weiter Nachwuchs. Ende September
absolvierten 37.694 junge Menschen eine Ausbildung in der Branche. Das sind 4,9
Prozent mehr als vor einem Jahr. Das zeichnet sich auch bei den
Branchenneulingen ab: 12.209 junge Frauen und Männer starteten in diesem Jahr
ihre Bau-Ausbildung, knapp 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Am häufigsten
entscheiden sich die Neueinsteiger für die Berufe Tiefbaufacharbeiter, Zimmerer
und Maurer. Im Ländervergleich bildet Bayern die meisten jungen Menschen am Bau
aus.
Damit setzt sich der positive Trend aus dem Vorjahr fort - obwohl der
Ausbildungsmarkt in Deutschland unter Druck steht. "Junge Menschen sehen am Bau
wieder echte Perspektiven. Der Weg führt von der Gesellenprüfung über den
Meisterbrief bis an die Spitze eines eigenen Betriebs. Wer bei uns anfängt,
sichert sich einen Beruf, der auch in unruhigen Zeiten Bestand hat", sagt
Heribert Jöris, Geschäftsführer Sozial- und Tarifpolitik des Zentralverbands
Deutsches Baugewerbe (ZDB). "Während andere Branchen Stellen abbauen, bilden
unsere Betriebe aus und investieren in ihre Zukunft. Der Mittelstand weiß, ohne
Nachwuchs wird Deutschland seine Bauaufgaben nicht lösen können. Umso wichtiger
ist eine mittelstandsfreundliche Investitionspolitik."
Gründe für den Zuwachs sieht der Verband in mehreren Faktoren. Das
Bauhauptgewerbe zahlt Spitzenvergütungen in der dualen Ausbildung, seit April
2026 gelten die Sätze bundesweit einheitlich in Ost und West. Das tarifliche
Berufsbildungsverfahren, das in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, sichert eine
hochwertige überbetriebliche Ausbildung und entlastet gerade kleine und mittlere
Betriebe bei den Ausbildungskosten.
Jöris: "Der Zuwachs ist ein starkes Signal. Damit der Nachwuchs den
demografischen Wandel etwas ausgleichen kann, brauchen wir eine bessere
Berufsorientierung an allen Schulen, auch an Gymnasien. Zudem muss die
Baupolitik langfristige Perspektiven bieten, damit die Betriebe auch weiterhin
Ausbildungsplätze sichern können."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
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