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Berlin (ots) - Der Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen und Eigenheimen hat sich
zu einer der größten Sorgen der Bundesbürger entwickelt. Entsprechend hoch ist
die Unzufriedenheit mit der Baupolitik. Für die Mehrheit der Deutschen ist die
Wohnkrise zu einem wichtigen Aspekt ihrer Wahlentscheidung geworden. Das sind
die Kernergebnisse einer repräsentativen Umfrage des
Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag der Repräsentanz Transparente
Gebäudehülle, einer politischen Vertretung mehrerer Bauwirtschaftsbranchen.
Bezahlbares Wohnen ist längst zu einem Problem jenseits der Metropolen geworden.
Auch in kleineren und mittleren Städten fehlen vielerorts passende und
erschwingliche Angebote. Das macht sich bemerkbar: 60 Prozent der Bevölkerung
bezeichnen laut der Befragung die Situation auf dem Miet- und Kaufmarkt in ihrer
Region als schlecht. Mit 76 Prozent sehen insbesondere die 40- bis 49-Jährigen,
vielfach also Familien mit Kindern, die Lage negativ. Mehr als ein Viertel der
Befragten gab an, zuletzt persönlich Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt
gehabt zu haben. Bei den unter 39-Jährigen berichtet sogar knapp die Hälfte von
konkreten eigenen Problemen mit bezahlbarem Wohnraum.
Wohnen als politische Schlüsselfrage
Zugleich gewinnt das Thema politisch erheblich an Brisanz, was nicht zuletzt die
jüngste Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeigt: Hier wurde die Partei "Die Linke"
mit einem Wahlkampf zum bezahlbaren Wohnen stärkste Kraft. Bundesweit gaben 56
Prozent der Befragten an, dass dieses Thema für ihre Wahlentscheidung wichtig
sei. Bei den unter 50-Jährigen ist die Wohnfrage sogar für 60 bis 72 Prozent
ausschlaggebend für ihre Stimmabgabe.
Gleichzeitig sind 79 Prozent der Bundesbürger der Ansicht, dass die
Bundesregierung nicht genug für den Bau bezahlbarer Wohnungen unternimmt. Thomas
Drinkuth, Leiter der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG): "Zwischen den
Problemen der Bürgerinnen und Bürger und den bisherigen politischen
Anstrengungen klafft offensichtlich eine gewaltige Lücke. Weiterhin sinkende
Baufertigstellungszahlen und hohe Mieten und Kaufpreise belegen das Ausmaß der
Herausforderung. Die Politik ist zwar nicht untätig und arbeitet daran, dass
schneller und kostengünstiger gebaut werden kann. Zudem fördert sie den sozialen
Wohnungsbau stark. Doch das reicht nicht, um angesichts der Baukrise für
spürbare Resultate zu sorgen."
Bürger wollen entschlossenere Baupolitik
Dabei gibt es konkrete baupolitische Lösungen, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu
schaffen. Einige davon werden bereits diskutiert, warten jedoch auf Umsetzung.
So sprechen sich 84 Prozent der Deutschen für Steuererleichterungen für den Bau
von selbstgenutztem Wohneigentum aus. 77 Prozent halten den Erlass oder die
Absenkung der Grunderwerbsteuer für Eigenheimbauherren für wichtig. Besonders
groß fällt die Zustimmung zu schnelleren Planungs-, Antrags- und
Genehmigungsprozessen aus. Neun von zehn Befragten halten diese für wichtig.
Kostengünstiges Bauen durch den Verzicht auf nicht unbedingt notwendige
Ausstattung und Standards finden 78 Prozent relevant. 73 Prozent sind für eine
bessere Unterstützung der Wohnungswirtschaft beim Bauen, zum Beispiel durch
staatliche Bürgschaften.
"Für uns sind die Ergebnisse eine klare Handlungsaufforderung an die Politiker
in Bund und Ländern zu mehr Tempo und Entschlossenheit. Die Bemühungen um
schnelleres und kostengünstigeres Bauen müssen fortgesetzt werden. Mindestens
ebenso wichtig sind bessere Förderimpulse für selbstnutzende Eigentümer und für
die Wohnungswirtschaft. Es braucht jetzt den politischen Willen, um diese
Lösungen anzugehen und so mehr bezahlbares Wohnen zu ermöglichen - sonst drohen
Frustentscheidungen bei kommenden Wahlen", so RTG-Leiter Drinkuth weiter.
Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der Repräsentanz Transparente
Gebäudehülle (RTG) vom Meinungsforschungsinstitut Civey im September und Oktober
2026 durchgeführt.
Die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle ist das gemeinsame Hauptstadtbüro des
Bundesverbands Flachglas, der Industrievereinigung
Rollladen-Sonnenschutz-Automation und des Verbands Fenster + Fassade zusammen
mit den Unternehmen Hunter Douglas, Roma, Somfy, Velux, Veka und Warema sowie
den Kooperationspartnern Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz und EPPA
Deutschland. Sie ist Impulsgeber und Dialogpartner für alle Politikakteure und
Stakeholder, die die bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen gestalten.
Pressekontakt:
Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
Florian Beißwanger, Senior Manager Public Relations / Public Affairs
E-Mail: mailto:beisswanger@rtg-politik.de
Tel.: +49 30 700 140 247
Unter den Linden 10
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/159102/6375348
OTS: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
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