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Ettlingen/Karlsruhe (ots) - Die Besetzung von Führungspositionen gehört zu den
strategisch wichtigsten Entscheidungen eines Unternehmens. Gleichzeitig
verändern sich die Anforderungen an Top-Manager spürbar. Digitalisierung,
künstliche Intelligenz, technologische Transformation und neue Geschäftsmodelle
sorgen dafür, dass klassische Managementerfahrung allein in vielen Positionen
nicht mehr ausreicht. Gesucht werden Persönlichkeiten, die Unternehmen führen
und zugleich die Veränderungen verstehen, die Märkte, Technologien und
Organisationen derzeit prägen.
Damit verändert sich auch der Executive Search. Unternehmen müssen heute genauer
beurteilen, welche Kompetenzen sie für die kommenden Jahre benötigen und welche
Führungspersönlichkeiten in der Lage sind, komplexe Transformationsprozesse zu
gestalten.
Eine, die diesen Wandel aus einer besonderen Perspektive beobachtet, ist Dr.
Katharina Knaisch, promovierte Maschinenbauingenieurin und geschäftsführende
Gesellschafterin der KNAISCH CONSULTING GMBH (http://www.knaisch-consulting.de/)
. Ihr Ansatz verbindet Executive Search mit Technologie- und
Digitalisierungskompetenz. Ein Hintergrund, der gerade dann relevant wird, wenn
Führungspositionen nicht nur Managementerfahrung, sondern ein tiefes Verständnis
für Geschäftsmodelle, Technologien und Veränderungsprozesse erfordern.
Warum sich die Anforderungen an Führungskräfte verändern
Die Aufgaben von Vorständen, Geschäftsführern und Führungskräften sind in den
vergangenen Jahren komplexer geworden. Technologische Entwicklungen beeinflussen
längst nicht mehr nur IT- oder Entwicklungsabteilungen. Sie verändern
Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten, Produktionsprozesse, Kundenbeziehungen
und teilweise ganze Märkte.
Damit steigt auch der Anspruch an Führung. Unternehmen suchen nicht mehr
ausschließlich Manager, die eine vergleichbare Position bereits erfolgreich
ausgeübt haben. Zunehmend geht es um die Frage, ob eine Führungspersönlichkeit
technologische Veränderungen einordnen, neue Geschäftsmodelle verstehen und
daraus strategische Entscheidungen ableiten kann.
Besonders sichtbar wird das in technologiegeprägten Bereichen wie Maschinenbau,
Energie, Automatisierung, Digitalisierung oder Halbleitertechnologie. Die
Entwicklung reicht jedoch weit darüber hinaus. Auch große Unternehmensgruppen
und international aufgestellte Organisationen beschäftigen sich mit der Frage,
welche Führungskompetenzen sie benötigen, wenn Digitalisierung und
technologische Transformation immer stärker in strategische Entscheidungen
hineinwirken.
Für den Executive Search bedeutet das: Ein Lebenslauf allein erzählt immer
weniger darüber, ob ein Kandidat tatsächlich zu den zukünftigen
Herausforderungen eines Unternehmens passt.
Eine Maschinenbauingenieurin im Executive Search
Katharina Knaisch bringt dafür einen in der Personalberatungsbranche eher
ungewöhnlichen Hintergrund mit. Sie studierte Maschinenbau und promovierte über
induktives Laden von Elektrofahrzeugen, bevor ihr beruflicher Weg sie in den
Executive Search führte.
"Ich komme ursprünglich aus der Technik. Das hilft enorm, wenn man mit
Unternehmen über ihre strategischen Herausforderungen spricht", sagt Katharina
Knaisch.
In Gesprächen mit Vorständen, Geschäftsführern und Entscheidungsträgern geht es
deshalb nicht ausschließlich um Organisationsstrukturen, Führungserfahrung oder
bisherige Positionen eines Kandidaten. Ebenso relevant können Technologien,
Produktionsprozesse, Digitalisierung oder die zukünftige strategische
Ausrichtung eines Geschäftsmodells sein.
Gerade bei anspruchsvollen Führungspositionen kann dieses Verständnis
entscheidend sein. Denn je komplexer das Unternehmensumfeld, desto schwieriger
wird es, Kompetenz anhand von Jobtiteln und Stationen im Lebenslauf zu
beurteilen.
Executive Search beginnt damit nicht erst bei der Suche nach geeigneten
Kandidaten. Er beginnt bei der Frage, welches Problem ein Unternehmen mit einer
neuen Führungspersönlichkeit eigentlich lösen möchte.
Wie künstliche Intelligenz den Executive Search verändert
Parallel zu den Anforderungen an Führungskräfte verändert Technologie auch die
Arbeit der Personalberatungen selbst. Digitale Recherchewerkzeuge und künstliche
Intelligenz können große Informationsmengen schneller strukturieren,
Kandidatenprofile analysieren und Suchprozesse effizienter gestalten.
Was früher einen erheblichen Teil der Recherchearbeit ausmachte, lässt sich
zunehmend technologisch unterstützen. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt
der Beratung.
"KI macht Executive Search deutlich effizienter. Aber das persönliche Gespräch
wird dadurch eher noch wichtiger", beobachtet Katharina Knaisch.
Denn die entscheidenden Fragen lassen sich nur begrenzt automatisieren. Wie
führt ein Mensch in einer schwierigen Transformationsphase? Wie geht er mit
Widerständen um? Kann eine Führungskraft unterschiedliche Interessen innerhalb
einer komplexen Organisation zusammenbringen? Und passt ihr Führungsverständnis
zur Kultur und zur strategischen Entwicklung eines Unternehmens?
Algorithmen können Informationen analysieren und Muster erkennen. Die
qualitative Beurteilung einer Führungspersönlichkeit bleibt jedoch eine andere
Aufgabe.
Je leistungsfähiger die technologischen Werkzeuge im Executive Search werden,
desto stärker dürfte sich deshalb auch die Rolle des Personalberaters verändern:
weg von der reinen Identifikation potenzieller Kandidaten, hin zur fundierten
Einschätzung von Führung, Persönlichkeit, strategischer Passung und
Entwicklungspotenzial.
Der blinde Fleck bei technischen und operativen Führungspositionen
Eine weitere Herausforderung sieht Knaisch bei der Zusammensetzung zukünftiger
Führungsteams. Frauen sind zwar zunehmend in Führungsfunktionen vertreten, in
technischen und operativen Rollen sind sie jedoch weiterhin deutlich seltener zu
finden.
"Wenn es um den Maschinenraum der Unternehmen geht, wird die Luft für Frauen oft
dünn", so Katharina Knaisch.
Das hat Konsequenzen für spätere Besetzungen auf Geschäftsführungs- und
Vorstandsebene. Denn wer für eine Spitzenposition infrage kommen soll, benötigt
häufig zuvor operative Verantwortung, Ergebnisverantwortung oder Erfahrung in
zentralen Geschäftsbereichen.
Wenn Frauen in diesen Karrierestufen fehlen, bleibt zwangsläufig auch der
Kandidatenpool für spätere Top-Management-Positionen kleiner.
Für Knaisch ist das deshalb nicht ausschließlich eine gesellschaftliche Frage,
sondern eine wirtschaftliche.
"Deutschland kann es sich in Zeiten von Fachkräftemangel schlicht nicht leisten,
auf die Hälfte seines Talentpools zu verzichten."
Für Unternehmen bedeutet das, früher anzusetzen. Entscheidend ist nicht nur, bei
einer konkreten Vorstands- oder Geschäftsführungsposition nach mehr
Kandidatinnen zu suchen. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Karrierewege
Unternehmen schaffen, damit Frauen frühzeitig technische, operative und
unternehmerische Verantwortung übernehmen können.
Was eine neue Generation von Führungskräften von Unternehmen erwartet
Nicht nur die Unternehmen verändern ihre Anforderungen. Auch Führungskräfte
stellen andere Fragen an potenzielle Arbeitgeber.
Knaisch beobachtet insbesondere bei jüngeren Führungspersönlichkeiten eine
stärkere Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit, der
Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen und der Führungskultur eines
Unternehmens. Flexible Arbeitsformen und moderne Karrieremodelle spielen
ebenfalls eine größere Rolle.
"Führung bedeutet heute weniger Verwaltung und mehr Gestaltung", sagt Katharina
Knaisch.
Für Unternehmen entsteht daraus eine neue Herausforderung im Wettbewerb um
Führungspersönlichkeiten. Position, Status und Vergütung bleiben relevant,
reichen aber nicht in jedem Fall aus. Kandidaten prüfen ihrerseits, welche
Gestaltungsmöglichkeiten eine Aufgabe bietet, wie ernst ein Unternehmen
Transformation nimmt und welche Führungskultur tatsächlich gelebt wird.
Executive Search wird dadurch zunehmend zu einem beidseitigen Auswahlprozess.
Nicht nur das Unternehmen beurteilt den Kandidaten. Auch erfahrene
Führungskräfte prüfen sehr genau, ob eine Organisation zu ihren Vorstellungen
und Ambitionen passt.
Nachfolge bedeutet mehr als einen Wechsel an der Spitze
Wie stark sich Führung im Spannungsfeld zwischen Erfahrung und Veränderung
bewegt, kennt Katharina Knaisch auch aus dem eigenen Unternehmen. KNAISCH
CONSULTING wurde vor zehn Jahren von ihrem Vater gegründet. Heute arbeitet die
nächste Generation im Unternehmen.
Das Thema Nachfolge steht exemplarisch für eine Herausforderung, die Unternehmen
unterschiedlicher Größe und Eigentümerstruktur beschäftigt: Wie lässt sich
gewachsene Erfahrung bewahren und gleichzeitig Raum für neue Technologien, neue
Geschäftsmodelle und ein verändertes Führungsverständnis schaffen?
"Viele Unternehmen denken langfristig und handeln unternehmerisch", sagt
Katharina Knaisch. "Wenn sie diese Stärke mit technologischer Offenheit und
vielfältigeren Führungsteams verbinden, haben sie beste Voraussetzungen für die
nächste erfolgreiche Phase."
Die Frage betrifft dabei nicht nur klassische Familienunternehmen.
Führungswechsel, Transformationen und neue strategische Ausrichtungen stellen
auch größere Organisationen und Unternehmensgruppen vor die Aufgabe, Kontinuität
und Veränderungsfähigkeit miteinander zu verbinden.
Executive Search wird digitaler und gleichzeitig menschlicher
Der Executive Search der kommenden Jahre dürfte stärker von Technologie geprägt
sein als je zuvor. Künstliche Intelligenz kann Recherche beschleunigen,
Informationen strukturieren und Kandidatenmärkte transparenter machen.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die qualitative Beurteilung von
Führungspersönlichkeiten.
Darin liegt ein scheinbarer Widerspruch: Je digitaler die Suche nach
Führungskräften wird, desto wichtiger wird an den entscheidenden Stellen die
menschliche Einschätzung.
Für Unternehmen bedeutet das, bei Schlüsselpositionen stärker über bisherige
Jobtitel und klassische Karrierewege hinauszudenken. Technologisches
Verständnis, Transformationsfähigkeit, operative Erfahrung, internationale
Perspektive und Führungskultur müssen zunehmend gemeinsam betrachtet werden.
Auch für Personalberatungen verändert sich dadurch das Anforderungsprofil. Wer
auf Top-Management-Ebene beraten will, muss nicht nur Kandidatenmärkte kennen,
sondern die strategischen Herausforderungen eines Unternehmens verstehen und auf
Augenhöhe darüber sprechen können.
Katharina Knaisch sieht darin eine zentrale Entwicklung für den Executive
Search: Technologie wird die Suche effizienter machen. Die entscheidende Frage
bleibt jedoch menschlich: Welche Persönlichkeit kann ein Unternehmen durch die
nächste Phase seiner Entwicklung führen?
KNAISCH CONSULTING begleitet Unternehmen und Unternehmensgruppen bei der
Besetzung von Schlüsselpositionen im Management sowie bei strategischen
Personalfragen. Weitere Informationen zur Arbeitsweise und zu aktuellen Themen
im Executive Search finden Interessierte auf der Website von:
http://www.knaisch-consulting.de (https://www.knaisch-consulting.de/)
Pressekontakt:
KNAISCH CONSULTING GMBH
Am Hardtwald 4
76275 Ettlingen/Karlsruhe
Telefon: +49 (0) 7243-65264-0
E-Mail: mailto:info@knaisch-consulting.de
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OTS: KNAISCH CONSULTING GMBH
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